Missionare im Chaco kritisieren scharf Grundstücksbesitz durch Ausländer

Fuerte Olimpo: Missionare auf einer Tagung des apostolischen Vikariats im Chaco gaben nach dem Ende der Veranstaltung eine Erklärung ab. Vor allem die Ländereien in Händen von Ausländern wurde scharf kritisiert.

Die Teilnehmer des Meetings beanstandeten auch die Zunahme der Entwaldung in der Region von Alto Paraguay an, weil keine Behörden für den Schutz der Menschen und der Umwelt zuständig sind.

Sie prangern des Weiteren die bürokratischen Hürden an, die Landsleute nicht unterstützen würden, um Nutznießer der Agrarreform sind, wenn sie versuchen, kleine Landparzellen zu erhalten, um sie zu bearbeiten.

Kleinbauern haben keinen Zugang zu einem Grundstück und Familien, die letztendlich einen Bruchteil der gesamten Grundstücke seit Jahrzehnten im Chaco besitzen, stolpern mit allen möglichen Problemen, wenn sie das Land betiteln wollen. Während Paraguayer diese Ungerechtigkeiten ertragen müssen, können Ausländer leicht Land kaufen, betonen die Missionare in ihrer Verlautbarung.

Laut den Daten befinden sich von den 82.349 km², die dem Alto Chaco entsprechen, rund 60% im Besitz von Ausländern.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Missionare im Chaco kritisieren scharf Grundstücksbesitz durch Ausländer

  1. Da ist sicher was Wahres dran, dass „Ausländer leicht Land kaufen können“ und einer „Zunahme der Entwaldung in der Region von Alto Paraguay“, „weil keine Behörden für den Schutz der Menschen und der Umwelt zuständig sind“. Oder sein wollen. Find ich gut wenn sich die Menschen wehren, soweit ich das überhaupt vom Schiff aus beurteilen kann.

  2. Gesetz 514: kein Pils', Brahma, Munich noch Schnaps bei den Mennoniten. Mennonit: "dann saufe' ma halt in der Fenz das Bier".

    Antworten

    Man hoere sich nur mal Radio Pai Puku an. Ex beliebig viele Buchfuehrerfirmen und Anwaltskanzleien bringen da ihre Werbung fuer Landkauf fuer Auslaender. 15000 ha, 20000 ha, 5000 ha und so geht das da. Man bietet an „den Prozess zu verkuerzen und zu erleichtern“. Nun beide Stichwoerter bedeuten beim paraguayer „Bestechung“ und „Korruption“. Man solle nur seinen jeweiligen Konsul kontaktieren und da ein minimum an Dokumente anfordern – alles andere uebernaehme die paraguayische Firma. Gut und gerne duerften mehr als die haelfte der Laendereien in den Haenden von Auslaendern sein vor allem Brasilianer, Deutsche, u.a. Brasilianer weil der Chaco sich als Angelpunkt des Drogenanbaus profiliert und so schicken die PCC und Commando Vermelho unbescholtene Agenten fuer den Kauf und Deutsche weil sie der „negativ Zins“ Politik der EU entgehen wollen und daher Wertanlagen suchen. Staatsanleihen sind passe da nach der Lehman Krise das Risiko etwas zu hoch ist (wer will auch schon griechische Schatzpapiere oder argentinische) und so wird Geld halt weltweit in Landprospekte investiert als Kapitalanlage. Dem Landkauf des Auslaenders folgt dann der mennonitische (vor allem wenigstens 50%+ der Bulldozerunternehmer im Chaco duerften Mennoniten sein) Bulldozerunternehmer. Wenns dann alles gerodet ist, so folgt der mennonitische Maschinenunternehmer um das Land zu bearbeiten. Danach wird ein weisser als Betriebswirt angestellt um das ganze zu verwalten. Die Rodungstreiber sind die Mennoniten und nicht die Auslaender als Landeigentuemer da der Maschinenunternehmer „Price driven“ ist, also die hohen Rodungseinnahmen und folgende Maschinenarbeiteinnahmen fuehren dazu dass der Mennonit sich dem Auslaender naehert um zu roden. Fuer den Auslaender bliebe es sich oft gleich obs Busch bleibt oder gerodet wird da es ja sowieso nur dazu dient das Geld irgendwo zu parken.
    Nicht der Auslaender ist so sehr daran interessiert am roden sondern der Maschinen- und Bulldozerunternehmer (meist Mennoniten).
    Vor allem aber sind die Grenzregionen attraktiv (Alto Paraguay) weil es an der Grenze Boliviens liegt wo der Grenzzaun nur aus eingeschlagene Pfosten besteht. Schmuggelware und Drogen sind buchstaeblich nur einen Schritt weit von der Grenze.
    Das Mafiageld was dann eingenommen wird von den Rodungs- und Maschinenunternehmern wird dann zur Bank oder Kooperative gebracht und als Kredite weiterverliehen an Mitglieder oder weitergeschleust. So wird das Geld gewaschen.
    Bekanntlich gab es ja die albanische Mafia unter dem Kommunismus nicht denn dieser fragte immer sofort „von wo hast du das Geld? Wo hast du es gestohlen?“; waehrend nach dem Mauerfall sofort sich die Mafia formierte in Albanien denn der Kapitalismus fragte nur eines „hast du Geld oder hast du nicht?“, von wo das Geld stammt ist dem Kapitalismus egal. Dem Mennonit bekommt es bekanntlich unter dem Kommunismus nicht besonders – aus ebenda diesen Gruenden.

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