Mobilfunkriese Claro geht nach Entscheidung des Gerichts in Berufung

Asunción: Das Mobilfunkunternehmen Claro teilte heute mit, dass sie gegen ein Urteil in Berufung gehen was in erster Instanz gegen sie spricht. In dem Fall geht es um Erteilung von Mobilfunkverträgen ohne die Zustimmung der Person, auf der diese liefen. Die Kosten hierfür sollte das Opfer jedoch tilgen.

Der lateinamerikanische Riese CTI Móvil, Eigentum des Mexikaners Carlos Slim, dem reichsten Mann der Welt, versucht ein Gerichtsurteil zu kippen welches im Sinne des Verbraucherschutzes entschied.

Die Pflichtverteidigerin Anahí Benítez, Opfer des Betruges, wusste sich zu wehren. Ihr wurde von der Richterin Judith Gauto eine Entschädigung von 120 Millionen Guaranies zugesprochen.

Benítez denunzierte beim Justizapparat, dass 2007 auf ihren Namen drei Telefonverträge aktiviert wurden ohne ihr Wissen. Sie klagte den finanziellen Schaden ein, den sie durch die Forderung des Unternehmens erlitt.

Die Klägerin machte im März 2007 einen Mobilfunkvertrag bei Claro. Jedoch hat jemand aus dem Unternehmen mit ihren Daten weitere eröffnet, was ihr Anrufe von Inkassounternehmen einbrachte.

Diese Nummern wurden rund 6 Monate von Unbekannten genutzt. Die Anrufe gingen teilwiese ins Ausland, was die Kosten ins Unermessliche trieb.

Auf die Beschwerden des Opfers wurde in der Claro Filiale alles nach den Anträgen auf Vertrage abgesucht, jedoch ohne Erfolg. Damit rechtfertigte sich Claro, für die Pflichtverteidigerin jedoch war es ein Beweis, dass auch sie niemals diese Verträge gemacht hat.

Claro versuchte so gut es ihnen möglich war sich gegen das strikte Vorgehen der Richterin zu wehren. Den Name einer Unschuldigen jedoch für betrügerische Zwecke zu nutzen ist ein Delikt.

Die Richterin erklärte, dass die Summe sich zusammensetzt aus 61 Millionen für den entstandenen Schaden sowie 56,7 Millionen Guaranies als Zinsen oder für den moralischen Schaden.

(Wochenblatt / 5dias)

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