Molekül gegen Alzheimer

Wissenschaftler aus Südkorea haben ein Molekül entdeckt, das die Proteine zerstören könnte, die zur Entwicklung der Alzheimer Krankheit beitragen. Die Studie wurde in der britischen Zeitung “Nature“ veröffentlicht.

Am Institut für Wissenschaft und Technologie (KIST) in Seoul haben es Forscher geschafft, Ablagerungen von Beta-Amyloid-Proteinen in Nervenzellen des Gehirns von Mäusen, die Symptome von Alzheimer zeigten, zu brechen. Das erste Anzeichen über die Entwicklung der Krankheit ist ein Auftreten von Beta-Amyloid Fragmenten im Gehirn. Diese “klebrigen“ Proteine verschmelzen auf “Platten“ und könnten ursächlich für eine Verschlechterung der Gehirnzellen bei Alzheimer Patienten sein. „Viele neue Therapien versuchen die Bildung dieser Platten zu stoppen, aber es ist schwieriger, bestehende zu entfernen“, sagt der Bericht aus.

Für ihre Forschung führten die Wissenschaftler eine Reihe von Experimenten durch und gaben verschiedenen Mäusen Wasser zu trinken, das ein kleines Molekül mit dem Namen EPPS enthielt. Nach Einnahme dieses Element brach nicht nur das Beta-Amyloid-Protein auf sondern auch die Probleme des Lernens und das Gedächtnis der Alzheimer Nagetiere verbesserten sich. In der Vergangenheit untersuchten andere Forscher dieses Molekül, aber waren nicht in der Lage zu demonstrieren, dass bei “Tieren eine Heilung der Demenz Symptome“ erfolgt wäre.

Obwohl der genaue Vorgang mit dem EPPS Molekül noch unbekannt ist, könnte dieser Fund zur Entwicklung neuer klinischer Behandlungen führen. „Wir müssen weitere Studien durchführen um die Sicherheit und Wirksamkeit dieser neuen Behandlung beurteilen zu können“, schließt der Bericht.

Quelle: ABC Color