Mord an Bernard von Bredow und Tochter: Vieles ist ungewiss

Asunción: Ob die drei Deutschen mit dem gewaltsamen Ableben von Bernard von Bredow und seiner Tochter etwas zu tun haben oder nicht werden die Zeit und eventuelle Beweise zeigen. Trotz Vermutungen gilt die Unschuldsvermutung.

Alle drei Inhaftierten Deutschen, Volker Grannass, Yves Steinmetz und Stephen Messing, enthielten sich bei der ersten Anhörung durch die Staatsanwältin der Aussage. Mittlerweile wurden sie auch einem Haftrichter vorgeführt, der jedoch die Untersuchungshaft, gemäß der Anklage, bestätigte. Nun bleibt der Staatsanwaltschaft ganze sechs Monate Untersuchungszeitraum, um einen Prozess gegen die Deutschen zu beantragen. Dieser Zeitraum kann bei gewisser Komplexität auch um weitere sechs Monate ausgeweitet werden, wenn man beispielsweise auf Untersuchungsergebnisse aus dem Ausland wartet.

Die Indizien, die der Staatsanwaltschaft vorliegen, wiegen im Ganzen schwer und lassen nur einen Schluss zu. Einzeln gesehen hingegen wirken sie erklärbar und schon fast schlüssig. Damit steht der Staatsanwaltschaft nun die schwere Aufgabe zu mehr Beweise zu finden, die ihre Theorie untermauern oder im Zweifelsfall die Männer entlasten. Sie selbst gaben bisher keine Tatbeteiligung zu.

Wochenblatt

CC
CC
Europakongress

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

11 Kommentare zu “Mord an Bernard von Bredow und Tochter: Vieles ist ungewiss

  1. Nun, in Paraguay gilt die Unschuldsvermutung eher nicht. Dennoch, nach und nach kommen ja so manche Hintergründe ans Licht, die den Schluss nahelegen, dass zu mindest Grannass der oder einer der Täter ist. Ich hoffe jedenfalls, dass die wahren Täter gefunden werden, egal welcher Nationalität sie angehören und schwerstens bestraft werden. Aber ich hoffe auch, dass nun kein Unschuldiger unter die Räder kommt.
    Auch das ist in Paraguay keine Seltenheit.

    24
    2
  2. Das erste Ziel der Staatsanwaltschaft wird jetzt sein, einen zsitvsrzug herbeizufuehren. Dann sind sämtliche video Aufnahmen der Nachbarschaft und der Zufahrtswege, die den Weg der Taeter zum Tatort und zurück zeigen überschrieben. Ebenso überschrieben sind dann die Aufnahmen von mautstationen, geschaeften und Tankstellen, die die Tat verdächtigen zur tatzeit an ganz anderen Orten zeigen.
    Die Verhinderung von Presse Interviews der Verdächtigen durch die staatsanwaeltin ist bereits ein klarer nachweis der Tat Aufklaerungs Verhinderung.

    7
    16
  3. Der positive Faktor ist, daß sich die Bild Zeitung und damit der Axel Springer Verlag mit einem Ergebniss offen recherierenden Reporter der wohl aus Brasilien eingeflogen ist mit dem Fall beschäftigt.
    Ebenso positiv ist, daß sich eine Schwester des ermordeten vor Ort selber um die Ermittlungen kümmert, so daß nun selbstverstaendlichkeiten der polizeilichen ermittlungsarbeit, wie die Sicherung von gen Spuren stattfinden.

    7
    1
  4. Die Toten, sie werden nicht mehr lebendig werden, egal was hier ermittelt werden wird. Eine traurige Realität, sie verlangt aber auch nach Gerechtigkeit, für mich wäre das der Tod der oder des Mörders, das Gesetz ist da anderer Meinung, das muß man also auch akzeptieren, was mir nicht schwer fällt.
    Der oder die Täter müssen absolut überführt werden, es darf dabei keine Unklarheiten geben.
    Die drei Verdächtigen, machen keine Aussagen, ihr gutes Recht, doch es wirft immer die Frage auf, warum tut man das, wenn man wirklich nichts zu verbergen hat.
    So ist es auch hier, ich würde meine Aussage machen, wenn ich in der fraglichen Zeit, im Supermarkt einkaufen war, oder in Asuncion beim Essen.
    Nun, nach über 30 Jahren hier, fand man eigentlich, wenn man sie finden wollte, immer den oder die Täter, meine Erfahrung.
    Ich bin guter Hoffnung, das es auch jetzt so sein wird.
    Die Berichterstattung darüber, nun ja, darüber möchte ich mich mal nicht äußern.
    Eine Vorverurteilung darf es auch nicht geben, also die Ermittlungsorgane sind gefordert, eine gute Arbeit zu machen.
    Möge ihnen das gelingen, das schuldet man den unschuldigen Opfern….

    13
    1. @Cabron, danke für Deinen Beitrag. In Paraguay gibt es keine Todesstrafe. Das kann man bedauern – das kann man begrüßen. Ich bin in diesem Fall (!) zuversichtlich, dass gute Aufklärungsarbeit geleistet werden wird. Zu groß ist das Interesse ´- nicht nur national. Verdächtig ist nicht schuldig ! Wenn aber verurteilt, warum dann nicht die härteste Strafe ?

  5. Hat hiesig Staatsanwaltschaft weiterhin Zeit um beim Shwuddi-120-dB ein paar Hasenfüße, Puchero und Federn in die Luft zu werfen und je nachdem wie sie Fallen den Fall zu urteilen. Vielleicht könnens noch einen Indianer auftreiben, der das Handwerk des Fährtenlesens noch beherrscht. Na, können ja nicht gut Kreide und Tesafilm in die Luft werden und mal gucken wie die Fallen. Sowas kennen die hier gar nicht. Und die Video-Kameras der hiesig Polizei mit ihrem ein Nokia 3310 dürfen zwar gelungen sein, doch es hat auch einen Grund, warum hierzulande das Tele stets vor der Polizei am Tatort eintrifft. Das Tele hat ja schon Verhöre mit den Angeklagten durchgeführt, mit einem Recorder, auf dem auch etwas mehr als Kratzen und Peep zu hören sein sollte. Da werden wohl damit beschäftigt sein die Videoaufzeichnungen und -voices des Tele auszuwerten. Zwischenzeitlich können alle Eingeborenen mal im Haus der Opfer sowie bei den Angeklagen rumgucken, ob es noch etwas Verwert- und Abfackelbares zu holen gibt. Da gibt es bestimmt noch ein paar Elektrokabel rauszureißen und Fliesen abzumontieren.

    10
    10
    1. Dass die Angeklagten nicht kooperieren ist schlicht eine Lüge. Sogar von hiesig Basura-TV festgehalten und auf DeineTube festgehalten. Klar und deutlich zu sehen wie der Hauptangeklagte in Handschellen anwesend ist, Sachen zeigt und erklärt.

      8
      4
      1. Ja in der Regel gilt die Unschuldsvermutung , nicht nur 7.Tage im Monat immer.3-Wochen.Hier muss mehr sein was vorliegt!Gehe mal durch eine deutsche JVA,die meisten sind Un-Schuldig,selbst wenn sie ihren Nachbarn nachweislich erschlagen haben.

    2. Wenn man zu faul, zu blöd, oder beides ist, um ein paar Gewehre einzeln mit Fingerspitzen rauszutragen, dann muss ich mich schon fragen wie hiesig Ermittlungsarbeiten ausschauen. Kann man sich natürlich auch vier Gewehre schnappen und alle auf einmal raustragen. Wie viele Wege dadurch eingespart werden auszukalkulieren über lasse ich gerne Ihnen oder Ihrer Calcapp.

      9
      4

Kommentar hinzufügen