Müllabfuhr in Villarrica eingestellt

Villarrica: Der Gemeindevorstand von Villarrica, der Hauptstadt in Guairá, musste den Notfall im Umweltbereich erklären. Die Müllabfuhr wurde eingestellt. Es kommt zu dramatischen Zuständen, vor allem auch wegen der Wetterlage.

Zuständig für den Service ist die Firma “Recolectora de Ecológica de Residuos SA“, die dem Bürgermeister aus Luque, Carlos Echeverria (ANR) gehört.

Der Gemeindevorstand empfahl dem Bürgermeister von Villarrica, Gustavo Navarro Arza (ANR), die notwendigen Schritte einzuleiten, damit Beamte von der Stadtverwaltung den Dienst vorläufig übernehmen können.

Für fünf Jahre hatte die Privatfirma aus Luque die Abfallbeseitigung in Villarrica durchgeführt, der Vertrag wäre noch bis zum 27. Juli 2017 gültig. Am 17. April vergab die Gemeinde in einem Beschluss nun den Auftrag an eine andere Firma in Ciudad del Este, Vimax SA. Ab August soll diese dann die Müllabfuhr übernehmen.

Christian Echeverria, Sprecher von Recolectora de Ecológica de Residuos SA, erklärte, er habe ein Schreiben von der Gemeinde Villarrica erhalten, dass die Abfallbeseitigung an eine andere Firma übertragen worden sei und die Tätigkeit zum 27. Mai 2017 einzustellen sei. „Wir haben die Prozedere akzeptiert und uns dann zurückgezogen“, sagte Echeverria.

Luis Boltes, zuständig im Gemeindeamt von Villarrica für die Anti-Dengue Bekämpfung, soll das Schreiben verfasst haben. Er erklärte, dies sei eine falsche Version und die Notiz sei gefälscht worden.

Seit einer Woche quellen nun alle Mülltonnen in der Hauptstadt von Guairá über. Übler Geruch verbreitet sich in den Straßen. Die anhaltenden Regenfälle verschlimmerten die Situation. Nun sollen ab heute städtische Angestellte die Entsorgung übernehmen bis die Rechtslage geklärt wird.

2012 beschloss der Stadtrat von Villarrica der Firma von Carlos Echeverria eine Konzession für die Abfallentsorgung bis 2027 zu erteilen, jeweils in vertraglichen Abschnitten zu je fünf Jahren.

Quelle: ABC Color

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8 Kommentare zu “Müllabfuhr in Villarrica eingestellt

    1. Auch bei uns holen sie den Müll mit dem Kipper ab. Auf der Mülldeponie wird das einfach alles
      abgekippt. Dort sind ein paar Menschen die alle Müllsäcke öffnen und nach wiederverwertbaren Dingen durchsuchen.
      D.h., auf unserer Müllkippe wird dann, mehr oder weniger, Mülltrennung im Nachgang betrieben.
      Davon leben einige Familien.
      Solange man der Paraguayer nicht verstehen will, warum hier in im öffentlichen Raum eigentlich Mülltonnen stehen, und er seinen Müll genau daneben auf den Boden fallen lässt, solange wird Mülltrennung eine utopische Vorstellung bleiben.
      Ich war geschockt, dass dies nicht einmal in der hiesigen Grundschule zum Unterricht gehört. D.h., Müllvermeidung, Umwelt und Müllentsorgung sind keine Themen.
      Und dort sollte man ansetzten. Aber dies ist anscheinend nicht gewollt.

  1. Wenn ich jemanden frage, wohin geht der Müll, weiss kaum jemand Bescheid.Und den Municpalidades interessiert das auch nicht. Hauptsache der Müll ist weg.
    Das sowas beim besten WIllen nicht EWIG weitergehen kann, dass auch die größte Deponie irgendwann mal voll ist, ist den Leuten wohl nicht ganz klar.

    Was Paraguay braucht, ist ein erfahrenes privates Entsorgungs- und Recyclingunternehmen wie z.B. Remondis. Die wären echt froh, wenn die in Paraguay ihre Dienste anbieten könnten. In Deutschland wird denen ganz schön das Leben schwer gemacht, da mit einem Haufen von Verordnungen konfrontiert.
    Aber ehe sich was in Paraguay in dieser Richtung bewegt, ist es wohl wieder zu spät und zu teuer. Und außerdem mag man keine besserwisserischen Ausländer, wie den Schweizer, der die Restaurierung der Kirche in Yaguaron kritisiert hat.

  2. bei mir kommt niemand den Müll abholen, überall auf dem Campo wird der Müll hinterm Haus verbrannt, oder er bleibt einfach auf dem Grundstück liegen bis der Wind oder Regen ihn wegspült. Viele Paraguayer lieben es, im Müll zu leben.

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