Nach 11 Monaten Intensivstation wieder entlassen

Encarnación: Es vergingen 11 Monate und 4 Tage bis Hugo Bareiro (36) gestern um 09:20 Uhr die Intensivstation des Regionalkrankenhauses der Stadt verlassen durfte.

Bareiro lag fast ein Jahr im gleichen Behandlungsraum, wo er wegen einer Lungenentzündung eingeliefert wurde, die Komplikationen mit sich brachte. „Es gab schwierige Momente, die dank der professionellen und verantwortungsvollen Arbeit des Personals und der Fürsorge der Familie überstanden wurden“, erklärte Dr. Roberto González, Verantwortlicher der Arbeiten auf der Intensivstation des Regionalkrankenhauses in Encarnación.

Mirian Vera, die Mutter des ehemaligen Patienten, lobt das Team gleichsam: „Es gab keinen einzogen Grund sich über das Personal zu beschweren. Sie passten immer auf und haben sich sehr verantwortungsvoll verhalten, was uns wiederum Sicherheit gab“.

Der neue Rekordhalter als Intensivstationspatient in Encarnación wurde wegen Schmerzen beim Atmen eingeliefert, was zu einer Lungenentzündung wurde und später in einer großen Infektion ausartete. Bareiro musste insgesamt drei Mal operiert werden. Alle Eingriffe verliefen erfolgreich. Mittlerweile ist Bareiro wieder zu Hause bei Frau und Kindern.

Der Patient selbst konnte sich leider nicht gegenüber den Medien äußern, da er einer Tracheotomie unterzogen wurde, die für seine weitere Behandlung vonnöten ist. Man sah ihn jedoch lächelnd und mit viel Willen wieder ein Leben in Normalität anzupacken.

Auch wenn es nicht genau aufgezeichnet wurde schätzt der behandelnde Arzt, Dr. Roberto Gonzalez, dass der Staat rund 300 Millionen Guaranies in seine Behandlung und Genesung investierte, eine Summe die in privaten Krankenhäusern um ein Vielfaches höher gewesen wäre.

Wochenblatt / Última Hora

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4 Kommentare zu “Nach 11 Monaten Intensivstation wieder entlassen

  1. ich gehe einmal davon aus das die familie hier auch das KH oder Arzt tatkräftig finanziell unterstützte. weil anders wäre der patient vermutlich schon nach 1 woche tot gewesen weil die ärzte es oft als „null wert“ ansehen irgendwem zu helfen, in weiterer folge oftmals gar keine Medikamente vorhanden sind oder dgl. … aber es freut zu höhren das er jetzt rekordhalter ist, ob man sich darauf was einbilden kann ist fraglich.

  2. Eine Lungenentzündung verursacht keine Schmerzen beim Atmen, genausownig wie Lungenkrebs Schmerzen beim Atmen verursacht.
    Die Lungenentzündung hat sich der Patient garantiert im Krankenhaus eingefangen. Dafür spricht auch, dass wegen einer „großen“ Infektion 3 x operiert werden musste.
    Das ist nicht der erste und letzte Fall, dass ein Patient in einem Krankenhaus erst richtig krank wurde.
    Das ist nicht nur in Paraguay so.

  3. Zu den beiden Vorkommentatoren: Wir wissen nicht, was wirklich passiert ist, weder medizinisch noch finanztechnisch. Aber das hier: „Auch wenn es nicht genau aufgezeichnet wurde schätzt der behandelnde Arzt, Dr. Roberto Gonzalez, dass der Staat rund 300 Millionen Guaranies in seine Behandlung und Genesung investierte, eine Summe die in privaten Krankenhäusern um ein Vielfaches höher gewesen wäre.“ (Zitat aus dem Artikel zu Ende) Sagt schon viel. Wer weiß, ob der Patient bei richtiger Vorsorge überhaupt (so) krank geworden wäre …, und wer weiß, falls er doch krank geworden wäre, ob nicht ein privat organisierter, wirklich guter Arzt ihn viel schneller und daher sehr viel kostengünstiger geheilt hätte. Die Menschen müssen endlich bei sich selbst anfangen, die Dinge zu ändern.

  4. In den öffentlichen Spitälern Paraguays musst du Familienangehörige haben, die dann während den Wochen des Spiralaufenthaltes anwesend sein und sich bei einer allfälligen Arbeit frei nehmen müssen.
    Kurz: Die Krankenschwester wird dir genau die Medikamente bringen, da kannst noch so ins Bett pinkeln oder Hunger haben wie willst.

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