Nach 20 Jahren vom Grundstück vertrieben

Mayor Otaño: 20 Jahre lebte eine indigene Gemeinschaft auf ihrem Grundstück, bis sie jetzt mit Gewalt vertrieben wurden. Ein Landwirt, der Soja anbaut, soll der Verantwortliche dafür sein.

Der Fall ereignete sich am Montag in der Gegend von Jacuí Guazú, Mayor Otaño, im Departement Itapúa.

Nach dem Bericht der Indigenen sei ein Justizbeamter aus Ciudad del Este auf ihrem Grundstück erschienen und habe die Räumung angeordnet. Er selbst wurde als Juan Carlos Viana identifiziert.

Einem Ureinwohner zufolge sei der Mann in Begleitung von Wachmännern gewesen, die sie mit Waffengewalt gezwungen hätten, das Land zu verlassen. Die Indigenen berichteten weiter, dass die Männer mit extremer Gewalt gehandelt haben und ihre Häuser abgerissen hätten, in der sich sogar eine alte Frau aufgehalten habe.

Sie bitten um Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in dem Fall, da all ihre Habseligkeiten zerstört seien und sie im Freien übernachten müssen. Schnell brachten die Bewohner von Mayor Otaño Zelte zu den Indianern, damit sie Schutz suchen können, bis ihre weitere Situation der Lage geklärt ist.

Nachbarn zufolge wird vermutet, dass es sich bei der verantwortlichen Person für die Räumung um einen Sojabohnenlandwirt handeln soll.

Wochenblatt / NPY

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3 Kommentare zu “Nach 20 Jahren vom Grundstück vertrieben

  1. Jeremia Ritter von Ochs vor dem Berg

    Ja, so wirds gemacht.
    Etwa so wie wenn der Thueringer auf einmal kommt und dem Bayern die Bierzelte abbrennt und sagt: so das is jetzt meins und du darfst dich verkruemeln.
    Man schafft Fakten. Waehrenddessen werden die Urkunden fabriziert und das Tauziehen zieht sich ewig lang vor Gericht bis der Indianer aufgibt. Waehrenddessen wachsen jedes Jahr die Sojabohnen und bringen Geld.
    Das Land duerfte zig Urkunden und Doppelurkunden haben.
    Was kann man tun? Der Weisse kann das Land vom Indianerstamm pachten und bekommt davon Pachtgeld. Nur eben dann haben die Banken keine Kreditsicherung. Aber das Pachtsystem duerfte ein fuer alle Seiten zufriedenstellendes System sein. Theoretisch.
    Praktisch saehe das so aus dass der Indigene wenn Geld alle, sofort angerannt kommt und mehr Geld verlangt. Und das in immer hoeherer Frequenz.
    Deswegen bleibt fast nichts anderes uebrig als das Gemeinschaftseigentum in Privateigentum zu verwandeln – leider wegen dem Proletariat als Risikofaktor fuer das Kapital. Mit einem halbwegs vernuenftigen Proletariat koennte es funktionieren nur leider sind die Armen noch gieriger als die Kapitalisten und die Ruebe ist weit trueber.

  2. Ein Landwirt ist extrem leicht angreifbar und sollte besonders vorsichtig im Umgang mit mittellosen Menschen sein.
    Wer nichts mehr hat dem kann nichts genommen werden und der ist frei und angstfrei. Ein Feuer durch einen Mittellosen gelegt und der Landwirt hat ein Problem. 1 bis 3 Jahre lang Feuer und er braucht kein Land mehr, weil er pleite ist.
    Wer Eigentum hat ist schwaecher und angreifbarer als er denkt, solange alles laeuft..

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