Nach vier Jahren Planung immer noch kein Trinkwasser

San Lázaro: Wenn etwas lange währt wird es endlich gut, möchte man meinen. Jedoch warten 237 Familien in zwei ländlichen Gemeinden schon seit vier Jahren darauf, dass sie endlich sauberes Trinkwasser bekommen.

Tres Cerros und Cerro Morado heißen die Dörfer, in denen die Bewohner auf eine Wasserversorgung warten und immer noch verschmutztes Wasser aus dem Rio Paraguay trinken müssen. „2013 begann das Projekt, mit Unterstützung der Nationalen Zementindustrie, SENASA und Itaipú. Die Arbeiten sind immer noch nicht abgeschlossen und wurden sogar eingestellt“, erklärte Ceferino Silva, Präsidentin von der örtlichen Wasserkommission.

Unverständlich ist, warum 17 Kilometer Wasserrohre verlegt werden sollen, die nach Vallemí führen. „Keiner begreift das, wenn der Fluss doch nur 300 Meter entfernt liegt“, betonte Silva.

Miguel González, Leiter vom Gemeinderat, erklärte, vor zwei Monaten seien die Baumaschinen von Itaipú und SENASA auf einem Grundstück abgestellt worden und dort würden sie immer noch stehen. „2012 wurde schon ein Trinkwasserversorgungssystem in der Nähe eingeweiht, das nie funktionierte. Wir haben bis jetzt auch noch kein Wasser“, sagte González.

Der Wassertank ist zumindest schon installiert, mehr aber passierte nicht. „Das verseuchte Wasser aus dem Fluss wirkt sich auf die Gesundheit der Bevölkerung aus“, sagte Dr. Marcial Bedoya vom Gesundheitszentrum in Tres Cerros.

Der Bürgermeister von San Lázaro, Jorge Villalba, äußerte sich ebenfalls besorgt über wenige Informationen bei dem Projekt. „Die Bevölkerung in der Zone verdient ein besseres Angebot für ihre Gesundheit“, sagte er.

Wochenblatt / Ultima Hora

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4 Kommentare zu “Nach vier Jahren Planung immer noch kein Trinkwasser

  1. „2012 wurde schon ein Trinkwasserversorgungssystem in der Nähe eingeweiht, das nie funktionierte. Wir haben bis jetzt auch noch kein Wasser“ und das wird wohl auch die nächsten Generationen so sein. Warum? Na, weil die gleichen, fähigen Leute sich weiterhin mit großem Fleiß bemühen. Nach bestem Wissen und Können. Naja, immerhin wurde schon vier Jahre lang geplant, ist doch auch etwas, das ist etwa die Zeit die auch ich zum Planen brauche um zu entscheiden, ob ich nun Kaffee oder Tee zubereiten möchte. Leider – im Gegensatz zu den Involvierten – erhalte ich während dieser Zeit keinen Zahltag aus Steuereinnahmen. Naja, ich bin ja auch kein Kaffee oder Tee-Kochender, der Kaffee oder Tee kocht, weil ich zwar Rüeblipflücker von Beruf bin, aber dank meinem Hermano, Tio oder Padrino nun gutes Geld bekomme, um Kaffee oder Teekochen zu planen. Also in diesen vier Jahren Überlegungszeit, ob ich nun Tee oder Kaffee machen soll, kaufe ich mir doch lieber eine Cola.

  2. Wenn das kein Beweis dafür ist, wie „vorsorglich, verantwortungsvoll und pflichtbewußt“ die Poltik am Wirken ist. Die Essap ist zwar zunächst in der Pflicht, doch darüber stehen die Politiker. Was tun die eigentlich außer großartige Reden zu halten?

  3. Ich habe kuerzlich im Fernsehen ein paar Redner gehoert, wie sie dem Cartes versicherten, wie stolz sie auf Paraguay sind. Seit wann kann denn ein denkender Mensch auf solche Ignoranten und Versager stolz sein? Und nun bitte kein Wort darauf antworten die Herrschaften Paraguayversteher…..die haben ja alle Ihre Tanks voll Wasser.

    1. Ich muss doch antworten, Du hast vergessen, das diese Leute in einer bewachten, abgeschotteten Umgebung sitzen, wo das alles nicht ankommt was real in Paraguay passiert.

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