Nachbarschaftsstreit unter Deutschstämmigen

Tomás Romero Pereira: Ein Anwohner aus der Gegend von San Antonio, Itapúa, zeigte seinen Nachbarn an. Er soll Bäume illegal an einer Quelle gefällt haben. Diese sei dadurch zerstört worden und es sei zu weiteren Folgeschäden gekommen.

Nicolás Rudolf ist der Beschwerdeführer und Nachbar einer Estancia, die in etwa 125 Hektar groß ist. Sie gehört Deomar Wiber, der mindestens 25 Bäume der Sorten Zeder und andere gefällt haben soll. Bereits vor vielen Jahren hatte Wiber auch schon viele Bäume umgesägt, um so seine Farm zu erweitern. „Ich weiß das ganz genau, denn damals war ich als Angestellter auf der Estancia tätig. Durch die jetzige Aktion versiegte eine Quelle und ein kleiner Bach im Ort, Penca genannt, trocknete daraufhin aus“, erklärte Rudolf.

Er zeigte das Vergehen auf der Gemeinde an. Cristian Acevedo ist der Sachbearbeiter für solche Delikte vom Umweltsekretariat Seam. Dieser wurde telefonisch kontaktiert und erklärte, “es hat nur eine mündliche Beschwerde gegeben. Eine Inaugenscheinnahme konnte auch noch nicht erfolgen, denn es ist Privateigentum“.

Der Kolonist Wiber räumte ein, sechs Bäume gefällt zu haben, aber sie seien nicht in der Nähe der Quelle gewesen sondern etwa 100 Meter entfernt.

Der regionale Direktor vom Nationalen Forstamt, Siles Rivas, sagte, dass das Fällen von Bäumen in der näheren Umgebung von Quellen verboten sei und in einer Verordnung so Fließgewässer geschützt werden. Die Geldbußen für solche Vergehen betragen zwischen 50 und 5.000 Tagessätze des Mindestlohns. Rivas versprach, sich über den Fall zu informieren.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu “Nachbarschaftsstreit unter Deutschstämmigen

  1. Hier sollte wirklich eine Untersuchung statt finden. Heut zu Tage Bäume zu fällen wegen ein bisschen Profitsollte bestraft werden.

  2. Gott schuetze dich vor Sturm und Wind und vor Deutschen die in Paraguay sind. Deutsche sind nun mal streitsuechtig. Selber erlebt. Also bleibt locker und geht ihnen aus dem Weg. PS: Es gibt auch einige Ausnahmen, aber das sind Leute die schon laenger hier sind.

  3. Lieber Franz Josef, dieser alte und abgeklatschte Spruch mit dem Sturm und Wind wird auch einfach unüberlegt dahergeplappert. Und dann wird er noch von Leuten gebraucht, die selbst Deutsche sind und auch in Paraguay wohnen. Gerade deshalb habe ich diesen saublöden Spruch noch nie benutzt, weil ich noch nie Anlaß hatte, vor mir selbst zu warnen. Ich habe aber bisher die Erfahrung gemacht, daß es in der Regel gerade diejenigen sind, vor denen besonders zu warnen ist, die diesen Spruch stets im Übermaß benützen. Was diese damit bezwecken wollen, ist, daß unerfahrene und unwissende Neuankömmlinge sich nur ihnen anvertrauen, bezüglich ihrer Einwanderungspapiere und und und, denn sie sind die einzigen Ehrlichen, alle anderen sind stets Betrüger, vor denen man dann mit dem zitierten dummen Spruch warnen will. Dabei merken sie in ihrer grenzenlosen Einfalt nicht einmal, daß sie allein schon durch das unüberlegte Herplappern dieses Zweizeilers vor sich selbst warnen. Ich habe 33 Jahre Paraguay erlebt und kann bestätigen, daß gerade die Leute, die diesen Spruch im Überfluß benutzen, diejenigen sind, vor denen tatsächlich zu warnen ist. Unter Einwanderern gibt es solche und solche, aber mehr solche als solche. Und die Katze läßt das Mausen nicht. Deshalb kann man auch nicht verallgemeinern, die deutschen Einwanderer seien streitsüchtig und betrügerisch, und erst, wenn sie mal „schon länger hier sind“, beruhigen sie sich und werden „normal“. Wer schon immer mit einer bestimmten Eigenschaft behaftet ist, behält diese, solange er lebt, ob er nun „eben erst“ in Paraguay eingewandert oder „schon länger hier“ ist.

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