Nächster Betrug aufgedeckt

Asunción: Die Firma Dysa Healthcare, bei der das Gesundheitsministerium die Beatmungsgeräte für 100.000 US-Dollar das Stück kaufte, gehört einem gewissen Herrn Hellmers, dessen Frau die Schwester von Julio Mazzoleni’s Kabinettschef ist.

Hinzu kommt, dass die Anwälte der Firma, die Werbung für ihre überteuerten Produkte machten, Juan Ernesto Villamayor, Ex-Innenminister und aktueller Kabinettschef von Mario Abdo Benítez und Sergio Coscia, Generalprokurador der Republik, waren.

Die Abgeordnete Rocío Vallejos, die den Fall zur Anzeige brachte, da zwischen dem Normalpreis und dem Anschaffungspreis 60.000 US-Dollar pro Stück lagen, erklärte, dass sie vollkommen gegen die das Gesetz der staatlichen Einkäufe verstieß und als Reparation wurde ein Scheck der Presse präsentiert, obwohl zwei verschiedene Firmen darin verwickelt waren.

Am vergangenen 1. April wurde eine Ausschreibung für 31 Beatmungsgeräte gestartet, die ganze 15 Stunden lief (davon 5 Stunden Arbeitszeit) und mit der Vergabe in Höhe von 8,11 Milliarden Guaranies endete. Das staatliche Kontrollamt fand diverse Verstöße beim Kauf. Das was am meisten auffiel, war jedoch der Preis, der 243% höher war als beim letzten Verkauf im Dezember 2019. Die Beatmungsgeräte waren laut dem Gesundheitsministerium äußerst wichtig. Am 19. April konnte Dysa Healthcare die Beatmungsgeräte liefern, dennoch waren am 28. April gerade einmal drei angeschlossen und funktionstüchtig. Nach dringend benötigt sieht das nicht aus.

Wochenblatt / Hoy

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Europakongress

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6 Kommentare zu “Nächster Betrug aufgedeckt

    1. Wenn es nicht so traurig wäre könnte man darüber lachen. Und auch diesem Ehrenmann wird nichts passieren. Ist doch normal in diesem Land…und in besagtem anderen Land kauft sich ein gewisser Politiker mal kurz in Krisenzeiten eine Villa für schlappe 4.5 Millionen Euro. Scheint doch überall das gleiche zu sein auf Kosten des blöden Volkes bereichern sich die Gesundheitsminister.

  1. Historisch betrachtet war es vielen Menschen nicht möglich irgend etwas gegen die unterdrückende Obrigkeit zu unternehmen. Sei es Aufgrund Polizeirepression oder andren Faktoren wie schulische Bildung der Kinder wie diejenige eines Herings. Jeder Paraguayer und -in weiß, dass die Gelder versickert sind. Wie in all den Jahren zuvor. Die Machtstrukturen erhalten das System. Die Oberstaatsanwältin dieses Landes ist fest in der Hand der Colorado-Partei.
    Die Korruptionsmafia der hiesig Politik dachte wohl, dass es mit dem Lockdown gewesen sei und es zu sehr wenigen Komplikationen mit Uhhh-Viru-V2.0 kommen wird. Die Rechnung ist halt nicht aufgegangen. Egal, hier zählt ein Menschenleben nicht so viel. Bei 40° C. so schnell wie möglich unter die Erde und gut is. Darum sorgt man mit dem Kindermachen pro Laufmeter auch ordentlich vor. Das Einzige, was die Eingeborenen tun können. Die Korruptionsmafia auch, denn die Gier nach Plata visualisiert aus dem Tele ist unersättlich, mit ehrlicher Arbeit im Land der unbegrenzten Bescheuertheiten jedoch nur für sehr wenige tüchtige Ausländer der 1. Generation möglich. Eben ein Land vergleichbar mit Republick Kongo, Äquatorialguinea und Paragauy.

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