Nächster Parlamentarier im Visier

Asunción: Nachdem sich kein Richter aus Coronel Oviedo dazu veranlasst sieht Senator Silvio Ovelar wegen Stimmenkauf anzuklagen aus Furcht vor dessen Bruder, der Vizepräsident des Magisterrats ist und ihn seines Amtes entheben könnte, rückt Abgeordneter José María Ibañez ungewollt ins Rampenlicht.

Staatsanwalt Carlos Arregui nahm gegen ihn die Untersuchung auf, weil Ibañez drei Wächter seines Wochenendhauses nahe Areguá als Berater im Abgeordnetenhaus führt. Der Volksvertreter erklärte zu seiner Verteidigung, dass dieses Personal nur auf seinem Hof wohnt und tagtäglich nach Asunción auf Arbeit kommt. Favio Gómez Chamorro, Éver Isaac Falcón Valenzuela und Viviana Patricia Falcón Valenzuela leben in seiner Quinta und arbeiten da. Wie sie selbst bestätigten waren sie noch niemals im Abgeordnetenhaus und bekommen nur einen Lohn von jeweils 1.200.000 Guaranies, während der Staat höchstwahrscheinlich an Ibañez 2.500.000 Guaranies auszahlt.

Arregui gab an, „derzeit die Daten zu überprüfen, da anscheinend Straftaten vorliegen. Wenn sich dies bestätigt kann es auch zu weiteren Schritten kommen“.

(Wochenblatt / Abc)

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8 Kommentare zu “Nächster Parlamentarier im Visier

  1. Es wird bei weitem nicht der Letzte sein, der sein Amt wegen Betrugs aufgeben wird, die Karre der Gerechtigkeit, an der bisher Niemand glaubte, kommt ins rollen.

    1. ich gehe mal davon aus, die Karre der“ Gerechtigkeit“ ist nicht ins rollen gekommen, es sind Parlamentarier, die den anderen quer im Magen liegen. Bauernopfer müssen gebracht werden, damit der “ Mob “ sich beruhigt. Denen wird allesamt nicht viel passieren. Geben eventuell Ihr Amt ab, kassieren ne dicke Abfindung und werden beim Nächsten als Berater oder ähnliches wieder eingestellt

  2. Hoffentlich ist noch lange kein Ende mit solchen Diputados, alles säubern, aber am Ende bleibt dann das ganze Parlament leer! Hoffentlich findet man dann in Parguay brauchbaren Ersatz, ansonsten gilt der Kennedy Satz “ Frag nicht dannach was das Land fürs Volk machen kann, sondern was das Volk für das Land machen kann“

  3. Ist doch schön, wenn man seine Angestellten nicht nur nicht bezahlen muss, sondern auch noch an jedem etwas verdient. So werden Arbeitsplätze geschaffen. Also habt euch doch nicht so. Sie haben es doch nur gut gemeint.

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