Nationaler Forstplan

Gemäß dem Vizeminister für Bergbau und Energie bezieht Paraguay 44,5% seiner Energie aus Biomasse, in diesem Fall Holz. Der wertvolle Rohstoff wird vor allem zum Kochen, Grillen, Heizen im privaten und noch mehr im industriellen Bereich eingesetzt. Das soll sich in Zukunft ändern, die Regierung setzt dazu auf einen nationalen Forstplan.

Durch ein Dekret verfügte Präsident Cartes die Verwendung von ausschließlich zertifiziertem Holz durch Industriebetriebe innerhalb von fünf Jahren, damit hofft man die letzten bestehenden tropischen Holzarten zu erhalten. Gleichzeitig legt die Regierung ein Kreditprogramm zur Anpflanzung schnell wachsender Holzarten, besonders Eukalyptus, auf. Das Programm wurde am Donnerstag im Beisein des Ministers für öffentliche Bauten und Kommunikation vorgestellt.

Die erste Auflage der Förderungsmaßnahme stellt 40 Millionen USD bereit. Interessierte können Projekte zur Anpflanzung von Energieholz bei der staatlichen Banco Nacional de Fomento (BNF) einreichen und im Akzeptanzfall einen Kredit mit einem vergleichsweise günstigen Zinssatz von 7,95% erhalten.

Für die Zertifizierung des Holzes ist das MOPC in Zusammenarbeit mit dem staatlichen Forstinstitut (Infona) und dem Handelsministerium (MIC) zuständig, ein Regelwerk hierzu muss zunächst geschaffen werden. Mit dem aktuellen Programm hofft man 22.000 Hektar aufzuforsten, unter der Annahme, dass die Bepflanzung eines Hektar 1.800 USD kostet. Innerhalb von fünf Jahren will man insgesamt 160.000 Hektar mit Energieholz bewirtschaften, sodass weitere Förderprogramme wahrscheinlich sind.

Quelle: Última Hora

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5 Kommentare zu “Nationaler Forstplan

  1. Wieder mal ein Joke made in Paraguay: Üblicherweise liegt die Rendite für Brennholz unter 8% p.a. Der Anbauende arbeitet also nur für die Bank

  2. Wir haben zwei große Wasserkraftwerke und dann werden 44,5 % der Energie aus Biomasse gewonnen?????
    Da hat sich der Vizeminister wohl auf seinem Taschenrechner vertippt!

    1. Es gibt sehr viele Menschen, die hier nach wie vor mit Holzfeuer kochen oder ihren Topf auf den Blechkocher mit Holzkohle stellen. Die Holzkohle ist zwar letztendlich teurer als Gas oder Strom, doch ist es besser kalkulierbar, einmal Kochen = 1 Beutelchen Holzkohle = 1000 PYG. Wenn man kein Geld hat, um 40000 oder 50000 für eine Gasflasche auszugeben, muss man halt täglich 3×1000 für Holzkohle zahlen oder man sucht sich sein Brennholz zusammen. Es gehen oft alte und jüngere Frauen mit großen Holzbündeln auf dem Kopf die Wege entlang. Da kommen schon allerhand Prozente zusammen – ob es nun wirklich so viel sind, ????

    2. Leider nein !! Geheizt und gekocht wird immer noch mit Holz , bzw. Holzkohle !!
      Dieser Wert ist zwar die letzten Jahre gesunken , aber er lag vor 10 Jahren
      noch bei ueber 60 Prozent .

  3. Alles schon Rosa gefärbt! Eukalyptus und sein Hybriden ja haben viele Vorteile ja aber auch viele Nachteile, die keiner Hören möchte.
    -monokultur,
    -kein Artenreichtum,
    -brandschutz hier geht schnell die Post ab.
    -äste die Abgeworfen werden, stimmt auch absägen geht steigert den Wert (Furnierholz)
    -senkt den Grundwasserspiegel ab, braucht viel Wasser.
    -laugt den Boden aus,Kunstdünger Einsatz,folge mit Phosphat -Uran verseuchtes Grundwasser,Uran ist
    im Dünger enthalten.Folgen Krebs,Nervenschaden bei Säuglingen usw.
    Ob die Rendite stimmt muss man sich Fragen, bei Brennholz in jeden Fall nicht.
    Umweltschutz oder Geld!
    Mischwald ist Besser aber etwas weniger schnelle Rendite!

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