Nazi anrüchiger Ausdruck führt zum Eklat

Asunción: Ein Lehrer und Generalsekretär der Föderation für Bildung in Paraguay (FEP) vergriff sich im Wortlaut. Eine Aussage mit Nazi anrüchigem Hauch bringt Silvio Piris, Kandidat der Colorado Añetete Bewegung in Itapuá, in Bedrängnis.

Piris griff den Politiker Hugo Rubin scharf an und betitelte ihn abwertend als “Jude“. Der Ausrutscher passierte, als die Abgeordnetenkammer am vergangenen Mittwoch die vom Bildungssektor geforderte Lohnerhöhung nicht akzeptierte. Piris verlor die Kontrolle und machte einen schlimmen Fehler, den jeder begehen kann, der ein öffentliches Amt in Paraguay anstrebt: Sagen sie etwas politisch Falsches und attackieren sie eine Person wegen ihrer Rasse, Religion oder der Mitgliedschaft in einem Fußballverein.

„Was ich hier öffentlich zum Ausdruck bringen möchte ist das feige Verhalten von Hugo Rubin. Der Jude enthielt sich heute bei der Abstimmung kläglich der Stimme und will Senator sein. Wer wird heute für die Juden stimmen, die hierher kamen und in unserem Land reich wurden. Jedoch für die Bildung wird nichts getan“, sagte Piris in einem Radiointerview.

Die öffentliche Reaktion war heftig. Piris dachte, er kann diese mit einer leichten und oberflächlichen Entschuldigung beheben. „Das war falsch, aber das kann jedem Menschen passieren, der in einer angespannten Situation ist“, sagte er.

Mehrere Gewerkschaftsverbände waren über die Äußerungen von Piris verärgert, weil sich die Aussagen abwertend auf die Juden bezogen. Noch viel mehr Verbände kritisierten die Haltung des Politiker, die die Lehrer vertreten, da Piris einer der Anführer von ihnen ist.

Professor Reinaldo Figueredo, Mitglied von der Kommission für Richtlinien der Erzieher (UNE), sagte, Piris sei wohl die Schwere seiner Worte nicht bewusst. „Ich weiß nicht, ob Piris versteht, was ein Jude eigentlich ist. Er ist Teil einer religiöse-ethnische Gruppe und hat nichts mit dem abwertenden Thema zu tun“, sagte er.

Figueredo bestand darauf, dass “der Ausdruck nicht sehr glücklich war“. Er bedauerte aber auch, dass Rubin nicht für die Erhöhung bei dem Lehreretat eingetreten sei, aber “das hat nichts mit dem Judentum zu tun“.

„Piris verwendete das Wort Jude als Schimpfwort und Nazi anrüchig, als ob Rubin ein Tier ist und nicht an Gott oder gute Dinge glaubt. Er ist fast wie ein Dämon. So klangen die Anschuldigungen. Piris wird das Wort Jude in diesem Sinn benutzt haben aber er entspricht nicht der Wirklichkeit“, sagte Figueredo.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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8 Kommentare zu “Nazi anrüchiger Ausdruck führt zum Eklat

  1. Jude war nie ein Schimpfwort.Er ist Teil einer religiöse-ethnische Gruppe und hat nichts mit dem abwertenden Thema zu tun“. Richtig!!! Das ist keine Hetze! Dann wäre ja Mennonit, Katholik und und ganz böse Wörter.
    Was macht man nicht alles um als Opfer im Gespräch!

    1. Korrektur! “Jude” war während der Naziherrschaft sehr wohl ein allgemein übliches Schimpfwort. Darunter verstand man so etwas wie “Halsabschneider, Wucherer, Geizkragen, Volksschädling u.a.” Dies gilt in bestimmten Kreisen auch heute noch als salonfähig und üblich. Immer wieder stoße ich in Paraguay auf Menschen die sich in diesem Sinne äußern und hinterher alles nicht so gemeint haben wollen.

      1. Simplicus oder Manni das mir etwas zu Doof.
        Ob rechts oder Links ich sehe nur denn Menschen und das was ertreibt
        In der Bibel, im AT/NT vor das Wort vor,Jude ist kein Schimpfwort. Das ist ein Glaube eine Religion.Ein Verhaltenskodex der sehr tief ins das Leben die Volkes prägt!Selbst Jesus war ein Rabinerr und Jude!
        Die Nazikeule kannst du dir in den A—h stecken.„Halsabschneider, Wucherer, Geizkragen, Volksschädling u.a.“ das sind Eigenschaften die man ihn unterstellt. Geschichtlich gesehen durften Juden nicht alle Tätigkeiten ausüben, es war ihnen einiges Verboten.Daher kommen diese und andere Vorurteile.
        Jüdische Bürger kannte ich schon im Kinderwagen als klein Kind.Ich bin kein Jude!Neben bei bemerkt es gibt nicht nur reiche Juden,ich kenne auch einige die es schwer haben im Leben.
        Sr.Piris wollte nur Sr. Rubin provozieren in Richtung,Geiz. Auch nicht nur Juden sind Geizig auch unter deutschen sind Geizkragen weit verbreitet.In Paraguay sind auch einige!
        Wenn Sr. Rubin wirklich einen A—h in Hose hatte,würde in Sr.Rubin etwas Betrieb machen,ohne die Presse zu bemühen.So unangreifbar ist Sr.Piris auch nicht, den kann man auch zeigen wo der Hammer hängt.

  2. Verschont mich mit solchen Themen !! Ob Jude oder Außerirdischer ist mir als bekennender Rechter völlig egal,Menschen die mit Anstand und Ehrgefühl mir gegenüber treten denen bin ich genauso verbunden wie jeden Anderen auch. Zum Thema Religion ist mein Standpunkt hier ja wohl bekannt. Werde immer den Menschen bewerten in seiner Art und so zu ihn sein wie ein Mensch es verdient ,Höflichkeit ,Respekt,Anstand,dabei ist es mir egal was er glaubt den das ist seine Sache alleine. Wo ich gegen bin ist Zwang der durch Politik oder Religion ausgeübt wird um irgend etwas zu erreichen oder durch zusetzen und wenn da Menschen meinen das sie mir diesen Zwang aufbürden wollen oder müssen haben sie in mir einen Gegner . Aber diese Zwangskeule 3.Reich Holocaust und KZ ist etwas was Heute benutzt wird um gerade das zu tuen was Zwang beinhaltet nämlich niemals die Siedlungspolitik den Rassismus den Palästinensern gegenüber bei Israel in Frage zu stellen. Das man Menschen Gedenken soll denen Leid und Verfolgung bis zum Tod widerfahren ist das ist eine Menschen Pflicht weil das zu Anstand und Ehre gehört aber wenn so was politisch ausgenutzt wird ist das sehr schlecht und beschmutzt das Andenken der Toten. Also lasst immer diese Sprüche von Nazis und wendet Euch lieber den Spiegel zu und seht darin was ihr seit und lebt dem entsprechend.Jeder sieht etwas Anderes in Begriffen wie Jude,Deutscher ,Araber,Neger Usw,usw,ich als Rechter (auch gerne Nazi genannt) sehe in erster Linie den Menschen und wenn jemand den Begriff der Rassen Zugehörigkeit so auslegt um einen anderen damit herab zu würdigen so ist er nur ein Kleingeist . Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.

  3. Wenn der Herr doch Jude ist und als Jude bezeichnet wird, wo liegt denn das Problem? Kann er (das Opfer) denn nicht dazu stehen und fühlt sich dadurch beleidigt?
    Wir leben nun mal nicht mehr in der Nazizeit. Man tausche das Wort Jude gegen irgend ein anderes Wort (außer Beleidigungen) aus, kein Problem.
    Vergleichen wir mal die zwei Sätze:
    1) Der Aleman ist ein Geizkragen”.
    2) Der Jude ist ein Geizkragen”.
    1) Wenn man sagt: “Der Aleman (oder alle anderen Wörter kleiner größer Jude/Schimpfwort) ist ein Geizkragen”, dann erfolgt kein Aufschrei und keiner der vom nicht ausgewählten Volk Gottes interessiert diesen Satz.
    2) Wenn man hingegen sagt: “Der Jude ist ein Geizkragen”, dann erfolgt ein riesiger Aufschrei vom beleidigt aufgesetztem Gesicht.
    Wenn man so durch die Weltschicht läuft muss man sich natürlich auch nicht wundern, dass der Freundschaftskreis mager ist und bleibt.
    Wenn die jüdische Gemeinschaft so pingelig ist, dann müsste man deduktiv annehmen, dass die Titulierung “Jude” ein Schimpfwort sei.
    Na gut, dann nennen wir doch die Dinge einfach nicht mehr was sie sind, sonst könnte ein Ding noch beleidigt sein. Sagen wir im Laden von nun an wir möchten einen Stuhl kaufen, wenn wir ein Tisch kaufen möchten. Sagen wir, wir essen Wildschwein, wenn wir Brot essen, sonst könnte das Brot noch beleidigt sein.
    Doch was ist, wenn jetzt das Wildschwein beleidigt ist? Muss man das Wildschwein zuerst fragen, ob man das Brot als Wildschwein bezeichnen darf, wenn wir Brot essen? Oder ist es besser zu sagen: “wir essen einen Aleman”, wenn wir Brot essen? Was ist wenn der Aleman nun beleidigt ist?
    Ja, dann fangen Aleman, Wildschweine und Brote an sich mit Birnen (oder muss man mit Himbeeren sagen) zu bekämpfen und alle setzen das beleidigte Gesicht auf.
    Also die Logik der Religionsfritzen ist ja nicht nur manchmal etwas bedenklich. Weitsichtigkeit scheint einfach nicht ihre Stärke zu sein. Bis zum Puch der Pücher scheint sie gerade zu reichen.

  4. Das ist mal wieder eine Propagandabreitseite welche sich gewaschen hat… Zitat: “Eine Aussage mit Nazi anrüchigem Hauch bringt Silvio Piris, Kandidat der Colorado Añetete Bewegung in Itapuá, in Bedrängnis.”… “Nazi-anrüchig” ist ein Todschläger und dieser wird auch in Paraguay etabliert werden wenn die paraguayische Elite einknickt. Silvio Piris hat sich womöglich als Bauernopfer hingegeben, weil so blöd kann man nicht sein in seiner Position…oder er ist wirklich mutig, was ihm auch das Leben kosten kann und kein Schwein versteht es…
    Nach kurzem gurgeln hab ich dann herausgefunden daß dieser Reinaldo Figueredo Außenminister von Venezuela war, dann offiziell als Internationalist geführt wird, eine Ermittlung wegen Veruntreuung gegen ihn lief (muß ich noch auswerten) und er ein Fan der Zahl 6millionen ist.
    @Zardoz, es geht hier nicht um die Deutschen, die sind abgefrühstückt, vorerst. Hier geht es um Macht im Jammertal.

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