„Nenecho“ und Nakayama debattierten das erste Mal

Asunción: Beide Bürgermeisterkandidaten der Hauptstadt, Óscar „Nenecho“ Rodríguez und Eduardo Nakayama hatten gestern einen verbalen Schlagabtausch und konnten dabei ihre Ideen zur Zukunft Asuncións zu Besten geben. Es gab viel zu debattieren.

Die Bürgermeisterkandidaten der Stadt Asunción, Eduardo Nakayama und Óscar „Nenecho“ Rodríguez, debattierten am gestrigen Montag unter anderem über den Verkehr in der Hauptstadt, öffentliche Verkehrsmittel, Autobeschützer und Schlaglöcher.

Während der vom Institut für Umweltrecht und Ökonomie (IDEA) organisierten Debatte äußerten die Kandidaten Eduardo Nakayama und Óscar „Nenecho“ Rodríguez ihre Vorschläge zur Verwaltung der Stadt Asunción, falls sie bei den nächsten Wahlen im Oktober gewinnen würden. Die Kandidaten Johana Ortega und Luis Narvaja, die kleineren Parteien angehören wurden nicht eingeladen.

In Bezug auf den öffentlichen Verkehr und den öffentlichen Nahverkehr sagte „Nenecho“, dass dieser vom Vizeministerium für Verkehr geregelt wird und dass es ein Stadtbusprojekt gibt, das mit dem Ministerium für öffentliche Bauten angegangen werden muss, für das bereits eine Vereinbarung unterzeichnet wurde. Er sprach auch davon ausnahmslos alle Ampelkreuzungen zu verbessern.

Nakayama seinerseits sagte, dass man an elektrische Straßenbahnen im Rahmen der Konzessionsmodalität denkt, mit dem Ziel, den Transit zu erleichtern, und dass, wenn es vor 100 Jahren mit den Tranvías möglich war, es jetzt erst möglich ist.

„Nenecho“ kritisierte das Projekt als Traumschloss und dass die Situation nicht mit der von vor 100 Jahren zu vergleichen sei, als es nicht die gleiche Arbeitsfähigkeit von Menschen gab, die in die Hauptstadt kamen, um zu arbeiten, worauf Nakayama antwortete, dass Rio de Janeiro gerade eine neue Straßenbahn eingeweiht habe.

Anzahl der Funktionäre im Rathaus

Der liberale Nakayama, der ein Bündnis mit anderen Parteien vertritt, sagte, er wolle die Zahl der Beamten reduzieren, um diejenigen zu erreichen, die keine Funktion erfüllen. Auf Basis des geltenden Arbeitsrechts sollen unnötige Angestellte gehen, und erst neue eingestellt werden, wenn andere in Rente gehen. Zudem sprach er von einer Dezentralisierung vieler Verfahren, die im Rathaus durchgeführt werden.

Der Colorado Rodríguez behauptete, dass er während seiner Amtszeit nach dem (von Cartes erzwungenen) Rücktritt von Mario Ferreiro mehr als 500 Mitarbeiter reduziert habe und dass unter ihm die Anzahl der Funktionäre nur 0,1 Prozent gestiegen sei, während es bei anderen durchschnittlich 7 Prozent waren. Außerdem seien 60 Prozent der Angestellten im operativen Teil tätig, sei es in Bereichen wie Stadtreinigung oder Straßenerhaltung.

Nenecho erwähnte, dass in seiner Verwaltung die Schulden zwischen 11 und 12 Prozent reduziert wurden, nachdem man neue Zahlungssysteme und Kassen eingerichtet hätte.

Nakayama seinerseits wies darauf hin, dass ein Weggehen von Steuerzahlern in andere Gemeinden zu vermeiden ist, wodurch die Verwaltung billiger und effizienter werden muss. Er kritisierte auch die Tatsache, dass in der Gemeinde 12.000 Baupläne gestoppt werden, was wiederum einen Steuerverlust für die Gemeinde bedeutet.

Nenecho sagte, dass in seiner Verwaltung ein Scanner gekauft wurde, um die Pläne zu digitalisieren, doch dass damit noch viel Arbeit zu erledigen ist. Er beschimpfte den Liberalen, der ihn kritisierte als unverantwortlich, weil er Daten veröffentliche, die nicht stimmen würden.

“Wir träumen nicht oder geben auch keine ungenaue Daten aus”, sagte „Nenecho“, nachdem er über die Einführung eines elektronischen Führerscheins in Asunción sprach.

Autowäscher und Scheibenreiniger

Nakayama sagte, dass es sich um ein soziales Problem mit tieferen Wurzeln handelt und dass es großartig wäre, wenn die Armut mit einem Dekret beseitigen könnte, aber die Realität ist nicht so und dass man arbeiten muss, um Menschen, die unter unmenschlichen Bedingungen leben, ihre Würde wiederzugeben bevor man in den Uferzonen und Stadtteilen über neue Häuser nachdenken kann.

Nenecho erklärte, dass es sich um ein soziales Problem handele und dass versucht wurde, eine Einigung mit ihnen zu erzielen, obwohl es eine Tätigkeit ist, die nicht erlaubt ist. Man versuchte bei Unternehmen Stellen zu finden, die sie besetzen könnten, doch es mangelte an der Unterstützung der Regierung. “Wir arbeiten daran, wir haben ein Projekt, wir arbeiten an Steueranreizen für Unternehmen, die Arbeitnehmer aufnehmen”, sagte er.

Beleuchtung und Schlaglöcher

Zum Thema Sicherheit, sagte „Nenecho“ dass Beleuchtung mit Sicherheit einhergeht und sie die Beleuchtung auf einem Platz eingeweiht hatten und am nächsten Tag bereits Lichter und Kabel gestohlen worden waren.

In Bezug auf die Schlaglöcher betonte er, dass sie in einem Jahr 22.700 Mal Schlaglöcher beseitigt hätten, was 30 Prozent mehr sei als vorherige Verwaltungen.

Nakayama sprach von der Unsicherheit und bemerkte, dass auf den Plätzen von der Gemeinde bezahlte Wächter eingesetzt werden, die jedoch ihrer Pflicht nicht nachgehen und den Arbeitsplatz gar nicht erst besuchen.

An den Schlaglöchern behauptete er, dass es ein endloses Problem sei und dass ein Ersatz gemacht werden muss, indem in einigen Bereichen Asphalt durch Zement und Steistraßen durch Kopfsteinpflaster ersetzt werden müssen.

Die Kandidaten gingen sehr respektvoll miteinander um und obwohl die Debatte etwa eine Stunde dauerte, konnten sie die Fragen nicht vollständig beantworten, die 2 Minuten zum Beantworten jeder Frage in vielen Fällen zu kurz ist.

Wochenblatt / IDEA

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1 Kommentar zu “„Nenecho“ und Nakayama debattierten das erste Mal

  1. Hehehe, hierzulande gibt es nicht nur ein Ministerium für Verkehr. Kaum zu glauben bei den Straßenverhältnissen pukto Infrastruktur, Sicherheit, Kontrolle ua. Aber verständlich, so ein Ministerium hat jedes zivilisierte Land. Das “hehehe” am Anfag des Satzes (sowie den ganzen Kommentar) hätte ich uns also sparen können.
    Hehehe v2.0, hierzulande gibt es gar noch ein Vizeministerium für Verkehr. Das “hehehe” am Anfag des Satzes ist diesmal aber gerechtfertigt (sowie der ganze Kommentar).
    Naja, in einem Land mit mucho Calor braucht es eben auch viele Amigos. Die Absolut nichts tun. Außer Studien zu machen. Was sie mal beruflich machen werden, wenn hiesig täglich 7 bis 11 Uhr Schul vielleicht abgeschlossen.

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