Neubau einer Fakultät vor dem Verfall

Ayolas: Ein Neubau der Fakultät für Ingenieurswissenschaften von der Nationalen Universität in Asunción (FIUNA) wird in Ayolas einfach aufgegeben. Er kostete mehr als 2,8 Milliarden Guaranies. Es gibt wohl politische Diskrepanzen.

Ende 2016 stellte die Gouverneursregierung aus Misiones den Bau fertig. Die Liegenschaft befindet sich auf einem abgetretenen Grundstück vom binationalen Wasserkraftwerk Yacyretá.

Eltern der Studenten zeigen sich besorgt über die Bedingungen, unter denen die neue Einrichtung liegt. Noch nicht einmal eröffnet, beginnt sich die Liegenschaft immer mehr zu verschlechtern.

Der Dekan von der FIUNA, Ingenieur Pedro Agustin Ferreira Estigarribia, weigert sich die Fakultät endlich zu öffnen, weil angeblich noch notwendige Elemente fehlen würden. Außerdem stehen keine Geräte und Ausbildungsmaterialien für die Dozenten zur Verfügung. Deshalb werden die Studenten aus dem Fachbereich weiterhin in einem Gebäude im Stadtviertel Villa Permanente, ebenfalls in Ayolas, unterrichtet, obwohl hier konstante Sanierungen anfallen.

Gabriel Alfonzo, Vater eines Studenten, sagte, die Schwierigkeit bestehe darin, dass sich der Dekan geärgert habe, weil der ehemalige Gouverneur Derlis Maidana während den Vorwahlen im Dezember 2017 den Neubau als eine Errungenschaft seiner Regierung erwähnt habe.

Das Rektorat der technischen Fakultät schickte Maidana eine Notiz und bat ihn darum, die Universitätsausbildung nicht zu politisieren.

„Um das Gebäude zu unterhalten steht Geld zur Verfügung. Es gibt aber wohl ein Disput zwischen der Gouverneursregierung und der FIUNA. Ich denke, das wird bis zu den allgemeinen Wahlen am 22. April so bleiben“, sagte Alfonzo.

Pedro Agustin Ferreira Estigarribia war für eine Stellungnahme in der Angelegenheit nicht erreichbar.

Wochenblatt / ABC Color

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2 Kommentare zu “Neubau einer Fakultät vor dem Verfall

  1. Genau so läuft das in diesem Land, es wird ein Phantasiebauprojekt aufgelegt, von dem man vorher schon weiss, es wird eh nix Vernünftiges gebaut. Dann werden die angeblichen Baukosten „errechnet“, die Gelder an die Politikertaschen verteilt und das eigentliche Projekt notdürftig und stümperhaft erstellt. Irgendwann fällt es dann zusammen, oder bei Strassen wird es oft auch garnicht gebaut. Daher aufpassen bei allen grossen Bauprojekten hier steckt nur der Korruptionssumpf dahinter und will kassieren. Das Schlimme daran ist, dass eigentlich echt genug Geld da wäre, alle partizipieren zu lasen, aber es sind eben nur Wenige die fett und unverschämt absahnen!

  2. Diese interinstitutionellen Mätzchen sind ganz typisch in Paraguay. Man gönnt den anderen nichts und will sich selber profilieren.
    Was ich mich frage ist wieso die Universitaet Asuncion in Ayolas eine Zweigstelle baut? In Encarnacion findet sich die Universidad Nacional de Itapua – auch eine staatliche Uni. Warum stellen die nicht Raeumlichkeiten zur Verfuegung?

    Antwort: Interinstitutionelle Mätzchen. Ich war mal auf einem Fachkongress in Asuncion und wunderte mich ueber die hohe Zahl von Studenten aus Encarnacion, aber niemand aus Asuncion da. Spaeter erfuhr ich, dass das von einem Prof. aus Encarnacion organisiert wurde, der wohl nicht die besten Verbindungen zur UNA hat. Boykott auf Kindergarten-Niveau.

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