Neuer Bußgeldkatalog für Busunternehmer

Angesichts der aufeinanderfolgenden Berichte in den Medien und massiven Beschwerden von Fahrgästen bei den öffentlichen Verkehrsmitteln hat das Verkehrsministerium 38 weitere Punkte in den bestehenden Bußgeldkatalog aufgenommen, die Sanktionen beginnen bei 35 bis 173 Tageslöhnen (zwischen 2.455.425 Gs bis 12.136.815 Gs).

Betroffen sind dabei Unternehmen, die Busse im Großraum Asunción betreiben. Passagiere, die sich beschweren wollen können dies unter der Rufnummer (021) 440-885 vornehmen.

„In Fällen, bei denen die Fahrgäste unmittelbar betroffen sind, wie zum Beispiel falsche Ticketpreise, aggressives Verhalten des Personals oder das Fahren mit offenen Türen, sollten sie dieses Vergehen mit dem Handy dokumentieren, damit wir Beweise haben“, sagte der stellvertretende Verkehrsminister Augustin Encina. Er wies weiter darauf hin, dass die neuen Maßnahmen teilweise veraltete Regelungen ersetzen.

Kleinere Vergehen, wie wenn der Busfahrer die Fahrgäste schlecht behandelt oder laute Musik hört und Straßenverkäufer im Bus Waren verkaufen, werden mit 35 Tagessätzen geahndet. Bei schweren Verstößen sind 70 Tagessätze möglich, darunter fallen kaputte oder gebrochene Sitze sowie das Nichteinhalten des Zeitplanes oder der vorgeschriebenen Route. Beim Betrieb ohne Genehmigung durch das Transportministerium oder dem Versuch einer Bestechung von Kontrollpersonal fallen die Höchststrafen an.

„Mit diesem Maßnahmenkatalog wollen wir mehr Ordnung in das wilde Treiben beim öffentlichen Nahverkehr bringen, aber auch die Passagiere sollen ihr eigenes Verhalten überdenken, nicht immer sind die Busfahrer die allein Schuldigen“, erklärte Encina.

Quelle: Ultima Hora

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3 Kommentare zu “Neuer Bußgeldkatalog für Busunternehmer

  1. Das Telefonieren der Fahrer und dabei laute Musik hören stört immens, die Fahrer sind dadurch abgelenkt.

    Eine Erfrischung wie Pina- oder Orangen Dulce ist ganz angenehm bei heißen Temperaturen.

    Offene Türen stören tüchtig und stellen Gefahren dar.

  2. Wenn ich mal im Bus mitfahre, dann kaufe ich immer etwas von den Haendlern( Limo, Obst, Zeitung) und Musik stoert mich schon gar nicht. Man will wohl hier langsam eine BRDDDR 2.0 schaffen.

    1. Die Haendler und Musiker stoerren wirklich nicht. Ich kaufe da Seife und Kaugummi, Coca Cola und Orangensaft, Mani etc., das ist doch praktisch wen man aus der Stadt kommt und eine weite Fahrt vor sich hat.
      Ausserdem muss man da zuerst Arbeitsplaetze schaffen bevor man soetwas verbieten will.

      Was stoerrt sind die offenen Tueren wo man ueber dem Fahrschacht bei rasender Fahrt auf den Knopf druecken muss, dass ist gefarehrlich, gerade wen man klein ist. Oder scharfe, abgebrochene Metallteile, da habe ich mich schon verletzt dran.

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