Nicht für das richtige Leben gemacht

Asunción: Politiker, die gegen Nepotismus „ankämpfen“, um dann ihre eigenen Kinder anstellen zu lassen, gibt es sicherlich weltweit, Paraguay macht dabei keine Ausnahme. Und wie sollte es anders sein, es sind Referenten der Colorado Partei und Honor Colorado.

Der Präsident des Kongresses, Silvio “Beto” Ovelar (ANR, HC), sagte vor einigen Tagen, dass der “fliegenden Untertasse die Puste ausgegangen ist” und dass man beabsichtigt, im nächsten Jahr eine öffentliche Ausschreibung für die Erweiterung des Sitzes der Legislative durchzuführen, um weitere Büros zu bauen. Es ist bekannt geworden, dass sein Sohn seit März dieses Jahres Mitarbeiter des Abgeordnetenhauses ist.

Alejandro De Jesús Ovelar Ayala (20), Sohn von Senator Silvio “Beto” Ovelar, ist seit März dieses Jahres Beamter in des Abgeordnetenhauses.

Der 20-jährige Abiturient steht seit dem 22. März dieses Jahres auf der Liste der Beamten des Abgeordnetenhauses mit einem Anfangsgehalt von 3.300.000 Guaranies.

Laut der Abgeordnetenliste arbeitet Ovelar Ayala als Assistent, ist aber der Direktion für Anhörungen unter dem Vorsitz von Raúl Latorre (ANR, HC) zugeordnet.

Im Kongress ist es üblich, als Vertragsbediensteter in den Plenarsaal einzutreten und in kürzester Zeit eine Ernennung und Gehaltserhöhung zu erreichen.

Alejandro ist der Sohn von Lidia Alicia Ayala, der ehemaligen Lebensgefährtin von Ovelar und Beamtin am Obersten Gerichtshof für Wahlrecht (TSJE).

Silvio Ovelar will den Kongress erweitern

Senator Ovelar kündigte am vergangenen Donnerstag an, dass er im Jahr 2024 eine Ausschreibung für die Erweiterung des Gebäudes der Legislative durchführen wird, da es zu viele Beamte gibt. Allein im Senat gibt es 1.358 Angestellte (90 % davon Freunde und Familie der Volksvertreter)

“Die fliegende Untertasse (Spitzname für den Kongress) hat keinen Platz mehr”, sagte der Senator, um die Kosten für den Bau weiterer Büros zu rechtfertigen.

Die Schaffung von Platz für weitere politische Akteure und die Verwandten von Abgeordneten und Senatoren wird den Steuerzahler 5 Milliarden Guaranies kosten.

Die Legislative, ein Arbeitsvermittler

Die Beamten in der Legislative kosten den Steuerzahler immer mehr und mehr. Sie arbeiten sechs Stunden am Tag, Beamte auf Lebenszeit genießen eine VIP-Krankenversicherung, die nicht von ihrem Gehalt abgezogen wird, und exklusive Parkplätze vor dem Kongress.

Pedro Allianas Tochter geht es jetzt auch besser

Montserrat Alliana Encina, die Tochter des Vizepräsidenten der Republik, ist seit Oktober dieses Jahres wie seine Ehefrau Teil des Abgeordnetenhauses. Der Beschluss wurde mit einem Gehalt von 14.700.000 Guaranies unterzeichnet und sie erfüllt die Funktion der Liquidationskoordinatorin, abhängig von der Direktion für Personalwesen. Damit ist sie ihrer Mutter sehr nahe, die man als stellvertretende Abgeordnete für Luis Benitez notierte, da dieser, ohne Vorkenntnisse, zum Yacyretá-Direkttor gewählt wurde.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Nicht für das richtige Leben gemacht

  1. Das sind alles Personen , die unter den Begriff ” unnütze Fresser ” von Klaus Schwab fallen. Die müssen richtig viel Angst vor der NWO haben, sind aber zu dumm, um das zu begreifen.

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  2. Was heißt hier “Paraguay macht dabei keine Ausnahme”? Ist es nicht vielmehr so, daß Paraguay weltweit eher mit an der Spitze steht, bei all den beschriebenen Mißständen im Land? Doch niemand regt sich im Grunde groß darüber auf. Ein paar Zeitungen vielleicht, aber wohl nur um damit die Auflagen zu stärken. Es müßte endlich mal ein anhaltender Ruck durch das Land und seine Bevölkerung gehen, einschließlich der Kirchen und sonstigen gesellschaftlichen Einrichtung. Doch das sind immer nur kleine Strohfeuer, schnell wieder erloschen – und alles geht seinen gewohnten Gang weiter. Wir als “ewige Ausländer” können und dürfen uns da nicht einmischen – aber eine Meinung dürfen wir schon haben, wenigstens unter uns in unseren Kreisen. Alles eine Charakterfrage. Daher wundere ich mich schon sehr, daß es in unseren Kreisen doch tatsälich Personen gibt, die alles für gut heißen was hier geschieht und sei es noch so offenkundig ungerecht, dumm bis pervers. Dafür all jene brutal und zutiefst beleidigend attackieren, die nicht in ihren Lobgesang auf das Dumme und Unrecht einstimmen.

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  3. Krass, Politikersöhne und -töchter müssen Wunderkinder sein, wenn sie ohne Berufsausbildung und ohne Ausschreibung eine Beamtenstelle im Abgeordnetenhaus bekommen. Aber warum nur läppische 3,3 Millionen Verdienst? Solche Talente müssen mal mindestens 20 Millionen Guaranies verdienen. Unter Wert verkaufen geht gar nicht in Paraguay.
    Universitätstitel hat das Bürschchen wahrscheinlich auch schon in der Tasche ohne jemals eine Uni von innen gesehen zu haben. Aber ist schließlich ein Wunderkind.

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