Nichts als Schall und Rauch

Caacupé: Die katholische Kirche hat gestern ihre Vorbereitungen für das größte kirchliche Fest des Landes mit der traditionellen Novene begonnen: Neun Tage voller Gebete, Eucharistiefeiern und Wallfahrten. Jedoch sind die Predigten meisten nichts als Schall und Rauch.

Die Novene der Jungfrau von Caacupé begann mit heftiger Kritik an der Regierung von Santiago Peña wegen der Verletzung der nationalen Verfassung, der Neuverhandlung von Anhang C von Itaipú sowie der zunehmenden sozialen Gewalt.

Denis Antúnez, Vikar der Diözese Alto Chaco, hielt die Predigt am ersten Tag der Novene der Jungfrau von Caacupé 2023.

„Muss der Verstoß gegen die Verfassung erzwungen werden? Wir müssen die Institutionen im Rat der Justiz respektieren“, erklärte er und bezog sich dabei auf die Ernennung von Alicia Pucheta als neue Vertreterin der Exekutive im Justiz-Rat.

Der Geistliche fragte sich auch, ob die Peña-Regierung Strategien für eine gute Neuverhandlung von Anhang C des Vertrages vom binationalen Wasserkraftwerk Itaipú ins Auge gefasst habe, die mit Brasilien durchgeführt werden müssen.

„Wir haben jahrelang darauf gewartet, dass das aktuelle Abkommen am 13. August ausläuft, es ist passiert und unternimmt die Regierung irgendwelche Strategien für eine gute Neuverhandlung ins Visier?“, fragte Antúnez.

Auch die Gewalttaten, die kein Ende nehmen, die Morde, Femizide und groß angelegte Überfälle, die die Bürger in Angst versetzen, ließ er nicht außer Acht.

Jedoch dürfte die Anprangerung dieser Missstände nichts als Schall und Rauch sein, denn die Regierung wird sich wohl kaum von solchen Predigten beeindrucken lassen.

Wochenblatt / Beitragsbild Archiv

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3 Kommentare zu “Nichts als Schall und Rauch

  1. Alles nur Geschwätz, um den Gläubigen zu suggerieren, die Kirche stände auf der Seite der Bürger.
    Das tat sie nie, tut sie heute nicht und wird es auch in Zukunft nicht tun.
    Die Kirche stand und steht IMMER auf der Seite der Mächtigen, denn es geht ihr nur um Geld und Macht.
    Der Mensch ist den Pfaffen sowas von egal!
    .
    Es sagt der Politiker zum Pfaffen: Halt du sie dumm, ich mach sie arm.

  2. Wasser predigen und Wein trinken. Seit den Kreuzzügen, Missionieren ganzer Länder, institutionellem Missbrauch und Gewalt hat diese Institution alle Glaubwürdigkeit verloren und sollte lieber vor der eigenen Tür kehren.
    Der wahre Weg zu Gott führt nach innen – dafür braucht es keine Kirche.

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