Nun ist das Außenamt dran

Asunción: Um in alle Bereiche des Lebens vorzudringen und die Kühen zu melken, die Milch geben ist den Politikern kein Mittel zu heilig. Jetzt soll das Gesetz für Konsul und Diplomaten geändert werden, um noch mehr Platz zu schaffen.

Wie schon in den vergangenen Jahren gut zu erkennen war, ist ein kleiner Anteil von politischen Wegbegleitern mit einem Posten als Konsul in einer paraguayischen Außenstelle im benachbarten Ausland bedacht worden. Die Umsetzung war meist desaströs. Da den politischen Vertretern dies noch viel zu wenig ist, wollen sie Gleichberechtigung mit den Berufsdiplomaten und wollen mit einem Gesetzesvorschlag die Hälfte aller diplomatischen Posten im Ausland an sich reißen.

Wenn es nach Arnaldo Franco und Antonio Barrios (ANR-HC), María Eugenia Bajac (PLRA-Llano (HC)), Georgia Arrúa (PQ) und Carlos Gómez Zelada (PLRA-unabhängig) geht, sollen 50% aller diplomatischen Posten durch Politiker ihrer Wahl besetzt werden, also Personen, die weder die schulische noch die diplomatische Laufbahn durchlaufen haben, einfach nur auf Geheiß eines Politikers in der Regierung.

Ruth Vera Durañona, eine der Berufsdiplomatinnen im paraguayischen Außenamt sagt das was viele sich nicht trauen: “Wir werden zu einem Parteibüro verkommen. Der schwerste Teil im diplomatischen Dienst ist die Betreuung von Landsleuten, die nicht selten sehr viel durchmachen müssen. Der Staat kann nicht auch noch so etwas erlauben. Die Politiker können sowas doch nicht machen, es müssen die besten ausgewählt werden. Mit dem Gesetzesprojekt werden bestenfalls private Ziele mit noch mehr Immunität verfolgt. Es gibt eine große Gruppe Diplomaten die dagegen ist Politiker aufzunehmen“.

Wochenblatt / Abc Color

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5 Kommentare zu “Nun ist das Außenamt dran

  1. Interessant, wusste gar nicht, dass es Berufsdiplomaten in Paraguay gibt, also Leute, die wohl eine Ausbildung dazu gemacht haben und wohl nicht direkt aus der Partei kommen. Das sind sicher auch Amigos der Colorados (sonst hätten sie die Stellen niemals bekommen), aber die wollen sie dann doch nicht in ihren eigenen Reihen haben.

    Was die Dame zum Schluss zitiert trifft den Nagel auf den Kopf. Wenn man schon im Ausland den Staat repräsentiert, dann sollte man schon gewissen Manieren, Tugenden und Seriösität mitbringen.
    Wobei…. gerade diese Dinge repräsentieren 90 % der Paraguayer eben nicht….

    1. Nun enttäuschen sie mich aber. Was denken sie was Botschaft-Mitarbeiter, Attaché und deren Konsularabteilung so sind? Paraguay hat über 70 Botschaften, Konsulate, Generalkonsulate, Missionen, Ständige Missionen und Ständige Vertretungen in anderen Ländern wie der EU. Politiker nun da einsetzen, wär für viele schon recht „lustig“ allein das Sprachproblem wird dies in den meisten Fällen verhindern. Aber solche 0-llen auf zwei Beinen richten enormen Schaden an.

    2. Wenn man das Land würdig im Ausland vertreten will, sollte auch das Grabschen und das Urinieren am Straßenrand dazugehören. Oder soll etwa ein falsches Bild übermittelt werden?

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