Öffentliche Gelder verbrannt

Das Landwirtschaftsministerium (MAG) stellt öffentliche Gelder für bestimmte Projekte zur Verfügung. In der Regel werden die Überweisungen schon vorab getätigt. Dies zeigt sich nun wieder einmal als schwerwiegender Fehler.

2012 förderte das MAG den Bau einer Stärkefabrik in Caazapá. Dafür wurden 350 Millionen Guaranies zur Verfügung gestellt. Das Projekt ist Teil eines Nationalen Farm Programm (PRONAF), bei dem kleine Produzenten aus der Umgebung ihre Produkte, in dem Fall Maniok, anliefern hätten können und so ihren Lebensunterhalt verbessern. Im Bereich von Yegros wurde zwar auch die Fabrik zum Teil errichtet, durch das Metallunternehmen Willy.

Romualdo Montiel ist der Vorsitzenden für den Ausschuss der Kleinbauern in der Zone und sagte, das Grundgerüst wäre errichtet worden, dann seien die Arbeiten 2012 einfach eingestellt worden. In der Zwischenzeit wurde nun ein Motor gestohlen und vor einigen Wochen zerstörte ein Unwetter große Teile des Gebäudes. Montiel erklärte, das MAG würde nichts unternehmen, damit die Firma gezwungen werden, den Bau zu vollenden, obwohl schon Gelder geflossen seien.

Nun aber soll anscheinend doch das Unternehmen Willy einlenken, nachdem der Fall an die Öffentlichkeit kam. Über den Grund der Verzögerung gab es keine Erklärung. Felipe Cano, Leiter des Landwirtschaftsministeriums für das Departement Caazapá, sagte, die Förderung von PRONAF sei bereits abgeschlossen und es können keine weiteren rechtlichen Schritte unternommen werden.

Quelle: ABC Color

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3 Kommentare zu “Öffentliche Gelder verbrannt

  1. Das ist ein Problem bei vielen Institute die geben Gelder und gleich alles und es wird nichts kontrolliert .genauso wie bei Strassen Bau darum wird sich das nicht ändern denn das Geld verschwindet unter den Direktoren oder Chefs und keiner macht was .und ich verstehe auch nicht warum das Stückweise kontrolliert wird und abgenommen wird und erst dann wieder Geld fliesst wenn man was sieht und wenn sie nicht anfangen wenn sie kein Geld haben dann ist es sowiso keine Firma die man beauftragen sollte .

  2. Wenn man die Verteilung von Hilfsgeldern – zB von Taiwan – als Beteiligter miterlebt, bleibt einem wirklich der Atem weg. Wobei interessant ist, dass sich etliche Beamte wirklich ein Bein ausreissen, um ehrlich zu arbeiten. Aber eben, Coimear scheint in Südamerika genetisch bedingt zu sein! Die rennen gegen Betonmauern an.

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