Ostfriedhof: “Es ist normal, einen Sarg zu stehlen“

Asunción: Eine Frau zeigte bei der Nationalpolizei die Entweihung des Grabes ihres Mannes an, der erst vor einem Monat starb und auf dem Ostfriedhof in der Stadt Asunción beigesetzt wurde.

Marta Elizabeth Pedrozo de Núñez, 46, zeigte auf der 10. Polizeistation in Asunción die Grabschändung ihres verstorbenen Mannes Hugo Vicente Núñez Echagüe an.

María Selva Ramírez, Cousine von Echagüe, sagte, ihr Verwandter sei vor einem Monat gestorben. Sie sei an diesem Mittwoch zum Grab gegangen und habe festgestellt hätten, dass die Leiche gestohlen worden sei.

„Das ist wegen der Schmerzen und der Trauer ein ernster Vorfall, weil eine Leiche nicht einfach vom Friedhof verschwinden kann“, beklagte sie sich in einem Interview mit dem Radiosender 1020 AM.

Ramirez sagte weiter, dass laut den Friedhofsbeamten “es normal ist, einen Sarg zu stehlen“, aber es sei nicht normal, die Leiche mitzunehmen. Außerdem habe niemand gesehen, was passiert sei.

Der Fall wurde dem Staatsanwalt Paul López gemeldet, der untersuchen wird, was passiert ist.

Wochenblatt / Ultima Hora

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9 Kommentare zu “Ostfriedhof: “Es ist normal, einen Sarg zu stehlen“

  1. DAS sollte man jedem Einwanderungswilligen zum Verstehen des Landes zeigen,dass selbst gebrauchte Särge gestohlen werden, triffts ins Mark!

  2. Modern Recycling

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    Naja, hierzulande wird eben nix Brauchbares weggeworfen oder vergraben, sondern wiederverwertet, findet man keine Brockenstube hierzulande. Hilft den Abfallberg zu reduzieren, muss man nicht extra abfackeln.

  3. Praktische Lösung 1

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    Tote am besten verbrennen lassen über Krematorium und im Gurkenglas aufbewahren bis die Asche über den Rio Paraguay verstreut wird. Spart Geld und man hat weniger Ärger.

    1. Hermine! Pfui, für Empanadas werden nur frische Tote und Ratten benutzt. Einer, der schon einen Monat kalt ist, verkauft man höchstens an Unis als Lehrmaterial.

  4. Modern Recycling

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    Spaß beiseite, für die Hinterbliebenen ist da natürlich schon schmerzlich. Da kann ich die Wut dieser Frau sehr gut nachvollziehen. Hinzukommt, dass hiesig Särge für die einfachen Leute nicht mit einem europäischen letzten Ruhemöbel (c)(r)(tm) by Wolfgang verglichen werden können, sondern aus ein paar gehobelten Brettern ohne Lackierung besteht, billigstes Holz, Innenverkleidung kann man noch sein Kopfkissen beigeben, der Kostenpunkt dürfte bei etwa 50 € liegen. Und sowas wird geklaut (!) bei einer durch die Behörden angeblich liegender Arbeitslosenquote von knapp 7%. Der oder die Diebe wohnen bestimmt in meinem Viertel, hier dürfte die Arbeitslosenquote bei 97,8% liegen (ja, ich, meine Frau und mein Hund = 2,2%).
    Da hat es ein Expräsident des Landes schon etwas besser mit seiner klimatisierten Katakombe auf Staatskosten. Zum Glück gab es damals noch keine Smartphones und Internet, sonst kämen da noch weitere laufende Kosten auf den Steuerzahlers hinzu.
    Einfach unglaublich, die Behörden wissen ganz genau welches Gesindel sich nachts auf den Friedhöfen herumtreibt. Könnte man ja mal Kontrolle machen, aber bringt ja eh nix, müssens wieder laufen lassen, das Gesindel, das sich widerrechtlich auf öffentlichem Grund aufhält, also macht Polizei sich die Mühe schon gar nicht.

    1. Da hast Du Recht, ohne Feuer machen und der gleichen. Das Problem ist nur, das sich die meisten Leute, Nachts, die Polizei eingeschlossen, nicht auf einen Friedhof trauen, da der „schwarze Mann oder der hab den Namen vergessen, sagen wir nur der Geist“, da ist um sie zu holen. Es ist wirklich kein Spaß, aber ich denke, die Leiche war interessanter als der Sarg, für die “ möglichen Professoren „an der Uni.

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