Papst bittet Abdo und andere Präsidenten um eine “Geste der Gnade“ gegenüber Gefangenen

Rom: Papst Franziskus schrieb einen Brief an alle Staatsoberhäupter, um sie zu ermutigen, eine “Geste der Gnade“ walten zu lassen und im Rahmen dessen Gefangenen die Freiheit zu geben.

„Anlässlich des nächsten Weihnachtsfestes schickt Papst Franziskus einen Brief an alle Staatsoberhäupter, um sie einzuladen, eine Geste der Gnade gegenüber unseren Brüdern sowie Schwestern zu vollziehen, denen die Freiheit entzogen ist und die als geeignet erachtet werden, von dieser Maßnahme zu profitieren“, heißt es in einer kurzen Erklärung aus dem Vatikan.

Die Bitte des Papstes zielt darauf ab, “diese Zeit, die von Spannungen, Ungerechtigkeiten und Konflikten geprägt ist, für die Gnade zu öffnen, die vom Herrn kommt”.

Dies ist nicht das erste Mal, dass der argentinische Papst eine ähnliche Aktion von der Welt fordert.

Im November 2016 forderte Franziskus im Rahmen des außerordentlichen Heiligen Jahres der Barmherzigkeit mit der gleichen Formel “einen Gnadenakt gegenüber den als geeignet erachteten Gefangenen“.

Er verlangte auch die Verbesserung der Lebensbedingungen in Strafanstalten auf der ganzen Welt, die er auf seinen häufigen apostolischen Reisen ohne Zögern besucht und betonte die Bedeutung einer Justiz, die “nicht ausschließlich strafend, sondern offen für Hoffnung sowie die Wiedereingliederung der Gefangenen in der Gesellschaft ist“.

Nach diesem Appell kündigten einige Regierungen auf der ganzen Welt Amnestien dieser Art an, wie Kuba, dessen Staatsrat am 15. November desselben Jahres 787 Gefangenen begnadigte, als Antwort auf die Bitte des Papstes, der ein Jahr zuvor die Insel besucht hatte.

Tatsächlich hat Havanna bei jedem Papstbesuch Amnestien angekündigt: 2015 erhielten 3.522 Gefangene diese Gnade als “humanitäre Geste“ angesichts des Besuchs von Franziskus; weitere 200 im Jahr 1998 aufgrund des Besuchs von Johannes Paul II. und weitere 2.900 im Jahr 2012 Monate vor dem Besuch von Benedikt XVI.

Am 18. November 2016 verkündete auch Paraguay unter dem damaligen Präsidenten Horacio Cartes die Begnadigung von 16 Gefangenen, überwiegend Frauen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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1 Kommentar zu “Papst bittet Abdo und andere Präsidenten um eine “Geste der Gnade“ gegenüber Gefangenen

  1. Kommt aber auch darauf an, was diese Verbrecher für Verbrechen begangen haben. Solidarische Gesten sind schon ok. Warum Mörder und sonstig Kriminelle wie zB. paragauyansiche Politiker:*Innen – im europäischen Sinne natürlich, hierzulande gilt ja Drogenhandel, Schmuggel, Geldwäsche, Waffenhandel nicht als Delikt – vorzeitig freigelassen werden sollen, dass muss mir der Pubs, Herr Bergoglio schon noch ein wenig näher erklären. So ein(e)(es) paragauyanische Politiker:*In hat es im 14-Tage Hausarrest jetzt auch wieder nicht so streng. Wenigstens den 1/6, der/die/das aufgrund Drogenhandel, Schmuggel, Geldwäsche, Waffenhandel ihre 14-Tage Hausarrest absitzen müssen. Bei den anderen 5/6 lässt hiesig Vollprofi-Vollpfostenjustiz einiges an Gesten walten. Wobei bei “Vollprofi-Vollpfostenjustiz” jetzt nicht unbedingt gemeint ist, dass hiesig Vollprofi-Vollpfostenjustiz Vollprofi-Vollpfoste seien, denn da bin ich mir sicher, die verdienen mit weniger arbeiten ein Vielfaches als ich. Naja, da sie dies inoffiziell verdienen, ihrem Land einzig schaden, Hauptsache ihrem Family-Clan geht es gut, darf man sie getrost als Vollprofi-Vollpfosten bezeichnen.

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