Paraguay als das neue China betrachtet

Asunción: Die 22. Internationale Tagung LIDE fand in Paraguay statt. Dabei luden Behörden aus dem Land Wirtschaftsverbände aus Brasilien ein. Es geht um die Installation von neuen Industriezweigen.

Das Meeting wurde als “die größte Firmenveranstaltung außerhalb des Landes“ angesehen, weil es Unternehmensführer aus herausragenden Konzernen zusammenbrachte. Die Buisiness Leaders Group (LIDE) förderte die Veranstaltung. Sie fand im Bourbon Hotel statt.

Nationale Behördenvertreter aus Paraguay wandten sich an interessierte Unternehmer und forderten sie auf, Paraguay als das neue China in Betracht zu ziehen.

„Unser Land hat niedrige Energiekosten, attraktive Steuersätze und ein interessantes Humankapital. Brasilien produziert oft in China weiter. In unserem Land ist es leichter, die Produktionsanlagen zu überwachen“, erklärte Finanzministerin Lea Giménez. „Wir wissen, dass sie ihre Fabriken in China haben. Warum also diese nicht in Paraguay installieren?“, fuhr sie fort.

Giménez hob die makroökonomische Stabilität Paraguays, trotz der regionalen Situation, in den letzten Jahren hervor. Das Land “ist in der besten wirtschaftlichen Situation seiner Geschichte“.

Marcela Bacigalupo, die Tourismusministerin, lud Investoren aus Brasilien dazu ein, auf den Flusstourismus zu setzen und den Schwerpunkt auf das Dreiländereck zu legen.

Brasilien ist das zweitgrößte Land mit der größten ausländischen Direktinvestition in Paraguay. Gleichzeitig ist das Nachbarland der Hauptmarkt für Exportprodukte von Paraguay.

Der ehemalige brasilianische Landwirtschaftsminister Roberto Rodriguez hob Paraguay und Brasilien als die Region hervor, die große Mengen an Nahrungsmittel für die Welt produziere und deren Nachfrage steige. „Wir brauchen ein Projekt, das in die Region integriert wird“, sagte er.

LIDE ist eine in Brasilien gegründete Gesellschaft in der 1.700 Mitgliederorganisationen mit Geschäftsleuten aus der Welt integriert sind. 35 Verbände aus Paraguay sind LIDE beigetreten.

Wochenblatt / Ultima Hora

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21 Kommentare zu “Paraguay als das neue China betrachtet

  1. Warum lässt Brasilien wohl in China produzieren, obwohl es leichter wäre die Produktionsanlagen zu überwachen, wenn diese in Paraguay stünden? Warum installieren brasilianische Unternehmungen diese also nicht in Paraguay?
    Das hängt wahrscheinlich damit zusammen, dass der paraguaysche Produktionsstandort sehr fraglich ist. Das fängt bei der Rechtssicherheit bei Grundeigentumsrechten an, geht über Ist und Soll beim Bau-Endergebnis und hört dort auf, wo man zwar billige, aber trotzdem im Verhältnis zum Resultat zu teure Löhne bezahlt.
    Die Tourismusministerin hätte die Investoren am besten zu der seit Jahrzehnten in der Landschaft herumstehenden Millionen-US-Dollar Überbauung neben der Expo in Mariano Roque Alonso eingeladen, wenn man diese nicht schon mittels Millionen-US-Dollar endlich am Abreißen wäre und für Millionen-US-Dollar einen neuen Bau aufstellen würde. Vielleicht klappt es ja diesmal gegen Ende des Projekts noch Zement und Lust zur Fertigstellung vorrätig zu haben.

  2. Zwischen China und Paraguay liegen Welten! In China gibt es hoch motivierte, bildungshungrige,disziplinierte und fleißige Menschen. Und in Paraguay?

    1. Chinas Stromnetz ist ein Flickenteppich, die Transmission ist unterentwickelt und nicht integriert, dadurch kommt es oft zu Stromunterbrüchen und Ineffizienzen in der Stromproduktion, Spitzennachfragen können nicht immer gedeckt werden und das massenweise Verfeuern von Kohle kontaminiert nicht nur die chinesische Luft. Wie üblich: Man nehme Mannis Aussage, drehe sie um und siehe da, dann stimmt sie.

      1. Man suche im Internet den Artikel: China zeigt der westlichen Welt, wie Industriepolitik gemacht wird. Der Rest der Welt wird nichts zu lachen haben. Übrigens: dem Artikel zufolge plant China den Bau von 700 Kohlekraftwerken. Die dadurch entstehende zusätzliche Luftverschmutzung wird man dann in Deutschland durch drastische Maßnahmen wieder ausgleichen – zu Lasten der deutschen Wirtschaft, versteht sich. Schließlich zahlt man in Deutschland dank Mutti Merkel’s Weitsicht schon jetzt europaweit die höchsten Strompreise.

  3. Ist das Publikum nicht in schallendes Gelaechter ausgebrochen, als der Vergleich erwaehnt wurde? Oder wird das bewusst verschwiegen. Ich waere aufgestanden und haette gesagt: Frau Gimenez, wir sind in einem Wirtschaftsforum und in keiner Satireveranstaltung

  4. Der Tenor der Kommentatoren ist einheitlich – alle meinen dasselbe. Wahrscheinlich, weil es offensichtlich ist: die hier kriegen praktisch nichts auf die Reihe ausser coimiieren, schummeln, Rauschgift handeln, schmuggeln, klauen. Eben: selten so gelacht.
    Aber: wenn man hier nicht sein Geld verdienen muss, ist Paraguay ein Paradies. Eben auch deshalb, weil die hier nichts auf die Reihe kriegen. Und weil die Leute so angenehm sind.

    1. Es ist weiss Gott nicht alles in Ordnung in Paraguay, aber durch Ihre Pauschalisierung brüskieren Sie insbesondere jene Paraguayer die aller Widrigkeiten zum Trotz ein Leben in Würde und Anstand führen. So wähle ich Ihre Worte: “Sehr unanständig, Ihre Pauschalisierung”. Diese Doppelmoral ist kürzlich schon an anderer Stelle ans Licht gekommen ( => Der Gleichgesinnte darf ohne Tadel die Faschistenkeule schwingen, die Anderen aber belehrt man).

  5. Nehmen wir an, die Industrie kommt. Wie sieht es dann mit Abfall und Klaeranlagen und in der Folge der letzten nicht verschmutzen Gewaesser und Landstriche aus? Ich will gar nicht daran denken. Dann kann man die Koffer packen und nach Hause gehen.

  6. Belustigt faellt mir jetzt noch was auf:

    Finanzministerin Lea Giménez. „Wir wissen, dass sie ihre Fabriken in China haben. Warum also diese nicht in Paraguay installieren?“,

    Mit „sie“ sind ja wohl die anfangs ewaehnten Wirtschaftsverbaende Brasiliens gemeint, oder irre ich mich da? Wenn dem so ist, muss man zuerst fragen, warum die nicht einmal im eigenen land ihre Fabriken haben sondern eben in China. Aber keineswegs, warum sie nicht in Paraguay stehen.

    1. Gut beobachtet. Brasilien hat darüber hinaus sehr strenge Einfuhrbestimmungen um eben die eigene Wirtschaft zu staerken. Von daher macht das echt Null Sinn in China die Produktion zu verlagern.

      Scheint wohl wirklich eine (unfreiwillige) Comedyveranstaltung gewesen zu sein.

  7. Die Fakten von Dieter sind nur halb richtig! Ich meinte in meinem Kommentar selbstverständlich nicht das Stromnetz auf dem flachen Lande Chinas, sondern logischerweise das Stromnetz in Industriegebieten und Stadteinzugsgebieten. Nur dort werden sich normalerweise Produktionsbetriebe niederlassen Sowohl in China wie auch in Paraguay. Und in diesem Vergleich kann man Paraguay getrost vergessen. Also bitte, das nächste mal, wenn Sie wieder einmal einen „bissigen“ Antwort-Kommentar versenden müssen, richtig lesen und den Verstand gebrauchen.

    1. „Die Fakten von Dieter“ finden Sie im Internet unter Continental China Electricity Sector, wenn Sie des Englischen mächtig sind, so können Sie sich gleich selber korrigieren.

  8. Paraguay das neue China, bis das so weit ist da wird wohl Himmel und Erde vergehen.
    Es sei den es werden chinesiche Gesetze eingefuehrt. So das viele korrupte dekadente Elemente ihren
    himlischen Frieden finden und den Weg feur ein Neubeginn frei machen.

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