Schwarzgeld von über drei Milliarden Guaranies im Abasto Markt im Umlauf

Asunción: Der große Gemüse- und Obstmarkt Abasto gerät immer weiter in die Schlagzeilen. Nach dem Brand lodern neue “Feuer“ auf. Unmengen an Schwarzgeld fließen wohl in die Taschen von korrupten Beamten.

Monatlich sind es mehr als drei Milliarden Guaranies, die in dunklen Kanälen verschwinden. Ein Teil geht in die Tasche von städtischen Beamten, die Räumlichkeiten und Gänge untervermieten. Das ist zwar ausdrücklich verboten. Jeder der Händler kennt und nutzt aber das korrupte System.

Normalerweise sind 1.650 Genehmigungen für Gewerbetreibende im Abasto Markt ausgestellt. Das bringt der Stadtverwaltung Asunción Einnahmen in Höhe von 12 Milliarden Guaranies pro Jahr. In der Praxis existieren aber 3.500 Händler. Das führt zu einem monatlichen Schwarzgeld in Höhe von drei Milliarden Guaranies. Jährlich gehen der Kommune so 36 Milliarden Gs. durch die Lappen. Hinzu kommen Kleinhändler, die nur ab und zu ihre Produkte anbieten. Sie zahlen 25.000 Gs. an die städtischen Kontrolleure und haben so ihre Ruhe.

Iván Arévalos war Direktor von dem Abasto Markt als Arnaldo Samaniego (ANR) noch Bürgermeister von Asunción war. Er bestätigte das Schwarzgeld Prozedere. Die Beamten seien Teil der Korruption.

2016 kam es zu Umbauten im Markt. Dabei entstanden neue Räumlichkeiten. Für die Kommune sind es aber trotzdem nur lächerliche Einkommen. Profitieren tun andere, die Verwalter und Aufpasser. Laut Quellen aus der Branche werden bis zu 100 Millionen Guaranies bezahlt um einen Platz zu ergattern, je nachdem in welchen Bereich die Standplätze liegen.

Wochenblatt / ABC Color

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3 Kommentare zu “Schwarzgeld von über drei Milliarden Guaranies im Abasto Markt im Umlauf

  1. Kontrolleure schauen weg, Kontrollen also nicht existent. Warum sollte man also auch einen Stand mieten und Steuern abführen? Nein, so blöd ist man nun auch wieder nicht.
    „Warum sollte man auch Steuern bezahlen?“, haben mir schon manche Paraguayer gesagt. „Ist doch alles tranqui und die Steuergelder kommen eh nicht zurück ans Volk.“

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