Paraguay der größte Nutznießer des Abkommens mit der EU

Asunción: Paraguay wird der größte Nutznießer sein, das am meisten vom Freihandelsabkommen des Mercosurs mit der Europäischen Union (EU) profitiert. Dies werde innerhalb von zehn Jahren nach der Umsetzung dieses Pakts der Fall sein, sagte der Direktor für Wirtschaftspolitik von dem paraguayischen Außenministerium, Raúl Cano.

„Ab dem Inkrafttreten des Abkommens werden hundert Prozent der Exporte Paraguays in einem Zehnjahresplan zollfrei abgesetzt“, bekräftigte Cano.

Er fügte hinzu, dass Paraguay für die zehn Jahre, die für die anderen Staaten des Blocks, Argentiniens, Brasiliens und Uruguays vereinbart wurden, “fünf zusätzliche Jahre“ haben wird, “damit sich ihre produktiven Sektoren an die neuen Standards anpassen können“.

„Wir haben eine Vereinbarung mit Europa über 32 Länder mit einem durchschnittlichen Pro-Kopf Einkommen des Bruttoinlandprodukts (BIP) von 34.000 US-Dollar“, erklärte Cano. Diese Berechnung bezieht die von Island, Liechtenstein, Norwegen und der Schweiz gebildeten EFTA-Länder mit ein.

Die Ministerin für Industrie und Handel, Liz Cramer (Beitragsbild), erklärte, dass die EU selbst bei der Anpassung der paraguayischen Industrie mit Kooperationsprogrammen für kleine und mittlere Unternehmen in den Bereichen Ausbildung, Marketing und Markthilfe behilflich sein werde.

„Wir haben heute (den Mercosur) die Möglichkeit zu verkaufen, aber nun die Möglichkeit, Kapital anzuziehen, das an unserem Markt interessiert ist“, sagte Cramer, während sie betonte, dass Paraguays weniger entwickelte Wirtschaft zu einer “Plattform“ für europäische Investitionen werde.

Cramer betonte auch, dass das Abkommen, das im vergangenen Juni nach 20-jährigen Verhandlungen zwischen den beiden Blöcken geschlossen wurde, “unser Bedürfnis nach Komplementarität verstärkt“, indem wir mit unseren Partnern wettbewerbsfähiger sein werden.

In Bezug auf Letzteres räumte sie aber ein ein, dass Paraguay aufgrund der Komplexität bei der Eröffnung eines Unternehmens in Paraguay in Bezug auf die Bürokratie, der Kosten und der Dauer der Gerichtsverfahren ein schlechtes Ergebnis erziele.

Cramer betonte auch, dass Paraguay “eine sehr schlechte Wettbewerbsfähigkeit aufweist“, was das Insolvenzrecht betreffe, denn solche Verfahren zögen sich sehr in die Länge.

„Der Durchschnitt liegt bei sechs Jahren, aber wir hatten Insolvenzen von 13, 14, 18 Jahren und dort gewinnen nur die Anwälte“, erklärte sie, dass ein Gesetz von 1969 in dieser Angelegenheit regelt und die Vorschriften reformiert werden müssten.

Wochenblatt / Hoy

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4 Kommentare zu “Paraguay der größte Nutznießer des Abkommens mit der EU

  1. Zuerst muss jedes der 28 Mitgliedslaender dem Abkommen mit dem Mercosur zustimmen! Wenn nur EIN Land dem Abkommen nicht zustimmt gibt es kein Abkommen! Bei den 28 Laender ist Grossbritanien noch enthalten!
    Soviel ich weiss hat Oesterreich das Abkommen bereits abgelehnt?
    Die 4 Efta Staaten haben das Abkommen bereis ratifiziert!

  2. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Kapital „zieht nur an“ wenn der Mindestlohn niedrig bleibt. Das Besipiel von China spricht deutliche Sprache. Alle Vertraege helfen nichts wenn das Land nicht ein Billiglohnland ist. Heute hat Paraguay praktisch dieselben Loehne wie China nur die Produktivitaet der Arbeitskraefte duerfte nicht halbsogross sein wie die der Chinesen. Henry Ford hat das ja in Brasilien mit seiner Kautschukstadt „Fordlandia“ 1949 bewiesen. Der Latino ist halt bei weitem zu aufmuepfig, anspruchsvoll und rebellisch verglichen mit dem Asiaten. Tut man dem Lateiner nen Gefallen und zahlt ihm einen Lehrgang, so kommt er nachher zu dir als Arbeitgeber und verlangt nach mehr Lohn, nach viel mehr Lohn wo dessen Produktivitaet aber keineswegs gesteigert wurde sondern die Verminderung des Arbeitspensums sieht der Lateiner als natuerliche Folge seines Studiums (hoeherer Lohn bei weniger Arbeit).
    Ich denk Fordlandia lief bis etwa 1950 wo Ford das ganze aufgab da die brasilianische Regierung immer oefter Arbeiteraufstaende gewaltsam niederschlagen musste. Der Latino wollte keine Krankenhaeuser, Schulen, alles gratis von Ford, sondern er wollte kuerzere Arbeitszeiten bei dem hohen Lohn den Ford zahlte und dann zur arbeit schlendern wann er wollte – eben die typische Indianermentalitaet die Firmen aus dem Chaco und Kanada zur genuege kennen und daher Indianer aus industriellen Betrieben wegen Schlendrian ausschlossen.
    Fordlandia: Wie Henry Ford am Gummianbau scheiterte | Quarks https://www.youtube.com/watch?v=v5KMhf_U-JE

    1. Gemäss Statistik, die nicht von mir stammt, liegt der Durchschnitts-IQ der Chinesen bei über 105 und derjenige der Paragauyer bei 82, wobei ich noch selten einen getroffen habe hier, der diesen auch erreicht. Da sind die gleichen Löhne China – Paragauy natürlich schon gerechtfertigt.

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