Paraguay erkennt neue bolivianische Regierung an

Asunción: So wie die Regierungen von Großbritannien oder auch den USA erkannte Mario Abdo die Interimspräsidentin Jeanine Áñez als Staatsoberhaupt an. Baldigst soll es in Bolivien zu Neuwahlen kommen.

Die Parlamentariern Áñez, die temporär die Leitung des Landes an sich an, nachdem es im Kongress keine wirkliche Mehrheit gab und auch sonst keiner Ambitionen zeigte, warnte Ex-Präsident Evo Morales, dass im Falle er kehre nach Bolivien zurück, auf ihn die Justiz des Landes wartet und gegen ihn vorgehen wird.

Die paraguayische Regierung hingegen erkannte die neue Außenministerin Boliviens, Karen Longaric Rodríguez, durch Terumi Matsuo de Claverol, paraguayische Botschafterin in Bolivien, bei einem Treffen (Beitragsbild) an. Am kommenden Montag wird sie sich auch mit Interimspräsidenten Jeanine Áñez treffen, wenn alle akkreditierten Diplomaten das neue Staatsoberhaupt Boliviens begrüßen werden.

Wochenblatt / Außenministerium

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8 Kommentare zu “Paraguay erkennt neue bolivianische Regierung an

  1. Ja genau, schleimt die imperiale USA auch noch voll, ich mochte es so, dass Morales die USA rausgehalten hat, kein COla, keine USA Touristen, keine manipulation, alles vorbei. Sockenpuppe erfolgreich installiert!

    1. Ja was denn? Sind Sie neuerdings dafür, daß Kommunisten weiterhin ihre „Segnungen“ über das Volk bringen können? Aber vielleicht helfen diesem Banditen Morales auch seine indianischen Götter, denn er hatte sich zu Beginn seiner ersten Amtszeit von einem Schamanen „segnen“ lassen.

      1. „Der Kommunist“ Morales hatte die Armut in der Bevölkerung von über 60 % auf wenig über 30 % halbiert. Die OAS hatte behauptet, die letzten Wahlen waren manipuliert. Die OAS wird zu 60 % von den USA finanziert. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.
        Bis heute sind lt. US-amerikanischer, britischer und deutscher (www.telepolis.de) als auch schweizer Webseiten keinerlei Beweise vorgelegt worden, dass die letzten Wahlen manipuliert waren. Wenn allerdings die Verfassung des Landes bestimmt, dass nur eine Wiederwahl möglich ist, hatte Morales keinerlei Anspruch auf eine 4. Amtszeit. Die Interims-Präsidentin hatte erst gestern behauptet, dass das indigene Volk des Teufels sei und aus den Städten rausgehalten werden müßte. Auf einer anderen englischsprachigen Website wird behauptet, der Armee-Chef Boliviens sei ein Jude, der auf den Abgang Morales gedrängt hätte, weil Morales sich dem internationalen Finanz-Judentum nicht weiter unterwerfen wollte. Also: ich gebe hier nur wieder, was andere behaupten. Weiter: ein faschistischer, evangelikaler Multimillionär aus Santa Cruz hätte, zusammen mit evangelikalen Pfarren, seinen Beitrag zum Putsch geleistet. Weitere Infos zu Bolivien auf der englischsprachigen Website von Prof. Michel Chossudovsky, Kanada: http://www.globalresearch.ca

  2. Welche Kommunisten? Dogmatisches Denken schützt leider nicht vor der Realität?
    Morales war anfangs volksnah, hat sich dann aber flott von den Mineros kaufen lassen. dass er nun nach Mexico abgedampft ist, lässt auch drauf schliessen, dass er nicht mehr so abgeneigt war, mit Koks Geschäfte zu machen, obwohl dies in Bolivien schwer verpönt ist! Er pochte ja drauf ein reinrassiger Kokabauer zu sein, also nur die Blätter zum Kauen?
    Wenn also volksnah gleichzusetzen ist mit kommunistisch, dann,hehe hätte ich gerne den Kommunismus?

  3. „I dream of a #Bolivia free of Indigenous satanic rites, the city is not for ‚Indians,‘ they better go to the highlands or El Chaco,“ Senator @JeanineAnez said on her Twitter account about her country where more than 65% of the population is Indigenous. #GolpeDeEstadoBolivia

    grob übersetzt: Senatorin und Interims-Prüsidentin Jeanine Anez schrieb auf Twitter: Ich träume von einem Bolivien ohne indigene satanische Riten, sie sollten besser ins Hochland oder in den El Chaco gehen. Die Stadt ist nichts für die Indianer.
    (In einem land, in dem 65 % der Bevölkerung Indigene sind)

  4. Wie immer geht es natürlich nicht um gefälschte Wahlen.
    Wären dadurch die „Richtigen“ an die Macht gekommen, hätten sich die USA nicht darum geschert.
    Es geht um die riesigen Lithiumvorkommen Boliviens.
    Deutschland sollte da einen Vertrag bekommen, der ihm 70 Jahre lang den priviligierten Zugriff auf diese Reserven gesichert hätte.
    Daß DAS den USA natürlich nicht passte, kann man sich an einem Finger abzählen.
    Morales hat die Armut im Land gesenkt und dafür gesorgt, daß auch die Indigenen an den Einkommen aus den Gas- und anderen Bodenschätzenverkäufen partizipierten.
    Was die „Eliten“ davon hielten, deren Anteil dadurch geschmälert wurde, könnt ihr an dem Tweet der Interimspräsidentin sehen ( Post von Jan van Smuts )
    Da war ein Reginechange unausweichlich.
    In dieser Beziehung arbeiten die USA und die ansässigen „Eliten“ gerne Hand in Hand.
    Mal sehen, wer jetzt den Vertrag über die Ausbeutung der Lithiumvorkommen erhält, nachdem der Vertrag mit Deutschland geplatz worden ist.

  5. Hierzu ein weiter, hoch interessanter Artikel, geschrieben von Peter König, Wirtschaftswissenschafler, Schweiz, mit jahrzehntelanger Erfahrung im imperialen US-Instrument Weltbank.

    https://www.globalresearch.ca/bolivia-color-revolution-new-surge-latin-american-independence/5695175

    Ronald Reagan nannte die Sowjetunion Empire of the Evil – Imperium des Bösen. Was ist mit den USA? In den 239 Jahren ihres Bestehens befanden sie sich 223 Jahre im Krieg. Natürlich nur im Interesse der Freiheit, der Demokratie, der Menschenrechte und nicht zuletzt des Christentums. Dreimal laut gelacht!

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