Paraguay: Fleißigstes Land Südamerikas

Asunción: Es gab immer Zweifel an der Produktivität und der Ausdauer der paraguayischen Arbeitskräfte. Jetzt jedoch schneidet Paraguay selbst im Weltvergleich mit einer Spitzenposition erheblich besser ab als der Rest. Wie das?

Laut einer Studie der Internationalen Arbeitsorganisation (IAO) ist Paraguay das Land, was am meisten Arbeitsstunden pro Woche registriert. Mit 46 – 48 Stunden wöchentlich liegt Paraguay noch vor Argentinien, Bolivien, Kolumbien, Peru und Uruguay an der Spitze. In Brasilien und Chile arbeitet man beispielsweise 41 bzw. 45 Stunden pro Woche, in Ecuador sogar nur noch 40 Stunden.

Laut der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OCDE) ist Frankreich das Land in Europa, in welchem nur 30 Stunden pro Woche gearbeitet wird, was im direkten Vergleich zu Paraguay wenig erscheint, wenngleich auch die Leistung eine andere ist.

Der Unterschied ist unter anderem ein Ergebnis von der fehlenden Einführung der Gleitarbeitszeit in Paraguay, sodass man sein Soll erfüllen muss, um nicht mit Abschlag entlohnt werden kann.

Wochenblatt / Info Negocios

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10 Kommentare zu “Paraguay: Fleißigstes Land Südamerikas

  1. Die Arbeitszeit kann ja vielleicht stimmen. Interessanter wäre aber doch die Produktivität zu untersuchen.
    Ich nehme mal an, dann wäre es ein realisches Bild von Paraguay.

    1. Wenn man das Stehlen, das Bescheißen, die Überfälle, das Müllverbrennen und unterm Mangobaum sitzen dazu zählt, dann stimmt auch die Produktivität. Weil, was ein Paraguayer in einem Monat schafft, machen andere ( Brasilien, Argentinien usw. ) in einer Woche. deshalb müssen die Arbeiter eben nicht länger arbeiten. Warum gehen so viele Pyler nach Argentinien um zu arbeiten und sind ein Monat später wieder zurück? Weil da gearbeitet wird. Nur die wenigsten halten dem Druck stand.

    1. Die Studie stimmt doch komplett.
      WEnn ich zwei Arbeiter kommen lasse und die eiinen Baum fällen und zersägen sollen, dauert das zwei Tage (sie werden für das Fällen des Baumes inkl. Zersägen bezahlt, nicht nach Stunden). Mache ich das allein, bis ich mittags fertig, aber nicht körperlich fertig.

      Demnächst kommt eine Studie, wer am längsten Tererepause machen kann. Zieht man die von der Arbeitszeit nämlich ab, reicht es nur zu einem Mittelplatz 🙂

  2. Hahaha, die Schlagzeile ist wirklich lustig.
    Das Problem ist nur, ist ein Kind krank und muss ins Publico, muss Mutti oder Vati während einer bis zwei Wochen Tag und Nacht im Krankenhaus verbringen, denn das Kind muss ja trotzdem was Essen und mal Pipi, dafür sind die Krankenschwestern nicht da.
    Ein weiteres Problem, Schrottauto muss in die Werkstatt. Da muss Papa einen Tag da sitzen und warten. Ein simpler Wechsel der Bremsbeläge kann drei Stunden dauern, ein Keilriemen zwei. Da arbeitet Papa nix.
    Weiter Beispiele erspare ich uns. Betreffend Präsenzzeit, die ist wirklich hoch hierzulande, aber wie Eggi dies einmal in einem Kommentar richtig ausgesagt hat: „Man kann ihnen (nicht alle, aber vielen) die Schuhe beim Laufen neu besohlen“.

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