Paraguay: Frische Luft, frische Milch und viel Arbeit

Choré: Das Leben auf dem Land ist meist ruhiger aber auch entbehrungsreicher. Zeit die Natur zu genießen bleibt den meisten nur am Wochenende, da unter der Woche hart gearbeitet werden muss, um zu überleben.

Rund 235 km von der Hauptstadt entfernt lebt man im Departement San Pedro etwas alleingelassen. Dezentralisiert ist man dennoch schnell auf der Ruta III unterwegs und auch die Zufahrtsstraßen in die einzelnen Gemeinden sind in gutem Zustand. Speziell in dem Bereich gibt es keine Bedrohung durch die selbsternannte Paraguayische Volksarmee (EPP).

Um jedoch das täglich Brot zu verdienen bleibt den Menschen nicht viel. Grundvoraussetzung für jegliche landwirtschaftliche Tätigkeit ist ein Stück Land. Sollte man im Besitz davon sein sind Mais und Soja die einzigen Hoffnungsträger, wobei Mais kostengünstiger anzupflanzen ist.

Aber auch die Milchwirtschaft ist ein bedeutender Faktor in der Zone. Obwohl der Milchpreis in Paraguay recht hoch liegt bekommen Bauern der Zone nur wenig bezahlt. Eine örtliche Kooperative kauft bei den Bauern der Zone die Frischmilch für 1.650 Guaranies pro Liter auf.

Will man die Produktion der Milchkühe erhöhen braucht es spezielles Futter. Da dieses jedoch 2.000 Guaranies pro Kilogramm kostet, lohnt sich dies nicht für den Campesino. Die örtliche Kooperative hingegen macht Joghurt aus der Milch und verkauft einen Teil an eine Käserei aus Curuguaty.

Nichtsdestotrotz ist in dieser Zone ein Selbstverpflegungshaushalt durchaus machbar, wenn auch mit einigen Abstrichen. Was den Menschen der Zone bleibt, ist das Wissen nicht dem Stress großer Städte ausgesetzt zu sein, inmitten von ländlicher Ruhe.

Wochenblatt / Fotos: Wochenblatt

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