Paraguay: Indigene befürchten ungewollten Kontakt mit Ayoreos

Nationalpark Defensores del Chaco: Die Vereinigung der indigenen Volksgruppe Ayoreos von Paraguay (UNAP) unterstrich ihre Befürchtung, dass die Suche nach dem Steirer die Isolation zu ihren Mitmenschen durchbricht.

Die Ayoreos, die nicht isoliert leben und in dieser Gruppe vereint sind, baten die Verantwortlichen bei der Suche nach Wilhelm Wabnegg den Wille nach Isolation der unkontaktierten Ureinwohner zu respektieren.

„Ich beantragen bei den Verantwortlichen der öffentlichen Institutionen den Wille der isoliert lebenden Völker zu respektieren und nicht einen Kontakt herzustellen, der nicht gewollt ist“, hieß es in dem heute veröffentlichten Schreiben.

Das Kommuniqué wurde vom Präsident der Vereinigung UNAP, Igomejei Dosapei, unterzeichnet und bezieht sich allein auf die seit einer Woche anhaltende Suchaktion im Bereich des Cerro León, wobei Hubschrauber und Flugzeuge eingesetzt wurden.

Bisher wurde nur sein Mercedes Benz Lastkraftwagen gefunden, er jedoch nicht. Die Ayoreos bitten darum, dass alle involvierten Institutionen die Situation bestens beobachten und dem Volk den größtmöglichen Schutz gewährleisten. Des Weiteren kritisierten sie vehement die Aussage von Kommissar Ismael Estigarriba, dass vermutlich Ayoreos den Österreicher gefangen halten würden.

Das Gegenteil soll der Fall sein. Die Ayoreos haben Angst vor Kontakt mit fremden Personen, die sie mit Krankheiten infizieren könnten.

Wochenblatt / Última Hora / UNAP

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