Paraguay: Neue US-amerikanische Botschaft in Asunción angekündigt

Asunción: Seit mehr als einem Jahr gab es eine Ausschreibung, bei der 1.500 – 2.000 Seecontainer aus den USA nach Paraguay importiert werden sollten. Nun wurde offiziell bestätigt, dass eine neue Botschaft errichtet wird.

Am gestrigen Abend wurde diese Nachricht nun öffentlich publik gemacht. Bei der Ankündigung war Präsident Abdo Benítez von Botschafter Lee McClenny eingeladen worden. Wichtige Eckpunkte sind die Investitionssumme, die etwa 250 Millionen US-Dollar betragen wird, sowie die Anzahl der paraguayischen Maurer, welche mit 250 festgelegt wurde. Insgesamt sollen 500 Personen am Bau beschäftigt werden.

Der Bau, der auf dem schon bestehenden 24 Hektar Grundstück stattfinden wird, ist Ausdruck der guten bilateralen Beziehungen zwischen Paraguay und den Vereinigten Staaten von Amerika. Binnen 36 Monaten soll ein Gebäude entstehen, welches nicht nur höchste Standards in Sicherheit sondern auch in Funktionalität und Energieeffizienz vorweist. Das Außendesign wird sich einerseits an den klimatischen Gegebenheiten und anderseits auch an der paraguayischen Kultur orientieren.

Der neue Gebäudekomplex umfasst ein Außenamtsbereich, ein Marines Sicherheitsquartier sowie Service und Parkgebäude wie auch ein Haus der öffentlichen Dienstleistungen.

Präsident Abdo Benítez wurde ein Metalladler durch Botschafter Lee McClenny überreicht, den US-Präsident Donald Trump an ihn entsendete.

Wochenblatt / Abc Color / Hoy / Facebook

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8 Kommentare zu “Paraguay: Neue US-amerikanische Botschaft in Asunción angekündigt

  1. Oh weia! Da werden sich aber wieder die USA-Freunde „freuen“ und Feuer und Wasser spucken. Vermutlich wäre ihnen lieber, Putin würde endlich in Paraguay mehr investieren und Präsenz zeigen. Aber eines dürfte doch klar sein, es kommt alles auf das Gleiche heraus. Bei den USA wissen wir weitgehend wie wir dran sind bei den Russen wissen wir was uns erwarten würde. Weder die USA, noch die Russen sind reine Menschenfreunde und handeln selbstlos. Jeder belauert den anderen und stößt dort hinein, wo Schwachpunkte auftauchen. Es ist wie bei einem Schachspiel. Es geht immer nur um die besseren Positionen, um Macht und Einfluß. Und sind es nicht die USA oder die Russen, dann kommen eben die Chinesen, die bereits in Lauerstellung liegen (siehe Afrika) Und wenn es ganz dumm läuft, dann die Muslime. Kein Land der Erde kann heute mehr autonom existieren. So müssen eben die Kleineren taktisch klug handeln und sich entscheiden, zu welchem Machteinfluß sie gehören „wollen“ Eine echte, freie Entscheidung kann das natürlich nicht sein, aber zwischen den Fronten allein zu sein geht auch nicht. Das sind nun mal die Realitäten in dieser Welt.

  2. Wie schön wäre es, wenn diese imperialistischen Kriegstreiben ganz aus Südamerika rauss wären, die Welt wär ne bessere, besonders ohne Dollar!
    Manni, bitte sparen sie sich die Versuche, mir die USA näher zu bringen!

    1. Ist Ihnen eine Währung geläufig, welche die Rolle des US-Dollars auf Anhieb übernehmen könnte bzw. der Träger dieser alternativen Währung auch bereit ist die Risiken dieser Rolle zu übernehmen?

  3. Schon vor einigen Monaten habe ich gesehen, dass viele LKWs da reinfahren. Jeder wurde natürlich akribisch geprüft, könnte ja jeder ein Terrorist sein. Folge war dann, dass sich auf der Avda Kubitschek eine LKW-Schlange bildete. Danke US-Botschaft!

    Ein Arbeitskollege meinte von mir, die würden da eine Art Bunkersystem bauen. Und wenn man sich die Kosten von 250 Millionen US-Dollar ansieht, kann ich mir das sogar gut vorstellen.

    Jedenfalls, was bringt es so eine Fassade mit Bezug zur „paraguayischen Kultur“ herzustellen, wenn der Normalsterbliche diese sowieso nicht zu Gesicht bekommt? Oder bekommen alldiejenigen, die ein Visum beantragen wollen, ab sofort eine Gratis-Tour durch die Botschaft? Niemals, jeder könnte schlieslich ein Terrorist sein.

    Ich hoffe ja nur, dass den paraguayischen Maurern an der Einlasskontrolle nicht ihr „Gras zum Trinken“ weggenommen wird, weil der Ami glaubt, dass sei „Gras zum Rauchen“. Ohne ihr Gras zum Trinken arbeiten die Maurer nämlich nicht – das können die Amis ja nicht wissen, wenn die in ihrer Botschaft hinter 3 m dicken Mauern ihre aus den USA importierte Coca Cola trinken.

  4. Gerade heute noch meinte der ehemalige stellv. US-Staatssekretär Dr. Paul Craig Roberts zu Lateinamerika, dass sich die USA immer mit rechtsradikalen Regimes anfreunden. Ausdrücklich erwähnte er dabei auch Paraguay. Man bedenke: in Panama haben die USA Nuklearwaffen gelagert, um damit ganz Lateinamerika in Schach zu halten. Woher ich das weiß? Ähäm… Aber nicht vom FSB. Garantiert. Zumal der FSB der russische Inlandsheimdienst ist. Und nicht der Auslandsgeheimdienst, so wie das in den Kommentaren gelegentlich fälschlich dargestellt wird.

  5. In 1.500 – 2.000 Seecontainer können sogar noch Aluhüte mitgebracht und an die paranoide, willkürlich überwachte unbescholtene Bürgerschaft verteilt werden. Ja, was waren noch Zeiten vor Eduard Snowden.

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