Paraguay, nicht geeignet um alt zu werden?

Asunción: Ob Rentnerparadies oder nicht, ob subjektive oder objektive Betrachtungsweise, zeigt eine Statistik von HelpAge International auf, dass ältere Menschen in Paraguay nicht unbedingt gut aufgehoben sind. Von 91 Plätzen belegt Paraguay nur den 72. Platz während Guatemala (75) und Honduras (82) die lateinamerikanischen Schlusslichter sind.

Auf Weltniveau geht es den Älteren in Schweden am besten während der schlechteste Platz für Personen ab 60+ Afghanistan ist.

Chile ist in Lateinamerika mal wieder Spitzenreiten mit Platz 19 während Uruguay auf der 23, Argentinien auf der 26 und Costa Rica auf dem 28. Platz ebenso eine gute Figur machen.

Laut einer letzten Umfrage gibt es in Paraguay 551.000 Personen im Alter von 60 oder mehr wovon 131.000 eine Rente empfangen. Für den Rest werden keine Einnahmen registriert was Rückschlüsse auf die Finanzierung durch Kinder und Enkel zulässt.

Die größte Furcht der Generation ist jedoch die Gesundheitsversorgung. Etwa 70.000 Ältere bekommen eine Lebensmittelpension in Höhe von fast 400.000 Guaranies pro Monat. Der Sektor erhofft mehr Pensionäre um die Not der Menschen zu lindern.

(Wochenblatt / La Nación / elheraldo.hn)

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30 Kommentare zu “Paraguay, nicht geeignet um alt zu werden?

  1. Statistik von HelpAge International beruecksichtigt nicht, dass in Paraguay der Familienzusammenhalt im grossen und ganzen noch intakt ist. Kaum werden alte Leute in ein Altersheim abgeschoben oder als „Friedshofgemuese“ betielt, sondern geachtet behandelt und bleiben in der Familie bis zum Tod.
    So ist es meist mit den internationalen Statistik die von Verhaeltnissen im eigenen Land auf die ganze Welt schliessen und glauben sie sind das Mass fuer alle Dinge.
    “ Gegen Dummheit ist kein Kraut gewachsen „

    1. Einige Deutsche schicken ihre „alten“ Eltern ins Altenheim (San Lorenzo) ,weil es billiger ist als in Deutschland.Kenn selber so ein fall. Nur um an die Kohle aus DE zu kommen. Und die Pflege dort ist unter aller S..
      Hör mir bloß auf den M…. auch noch gut zu reden.

    2. Der letzte Satz trifft auch auf den vorigen Kommentar zu. Mangels Alternativen werden die alten Leute in die Familie aufgenommen, wie übrigens überall in der 3. Welt und bis noch vor einigen Jahrzehnten in Europa.

  2. Ja, auf Platz 2 findet man Norwegen und auf Platz 3 das von den in Paraguay lebenden Deutschen oft so verachtete Deutschland. Dies wurde hier gepflissentlich unterschlagen!
    Quelle: AgeWatch

  3. Warum werden alte Leute nicht ins Altersheim abgeschoben, da es kaum Altersheime gibt. Die es gibt sind bis zum Bersten voll. Der Familienzusammenhalt ist auch nicht mehr das was er früher war. Nutzlose Alte will man oft los werden. Solange der oder die Alte noch zu was taugt, kann man ihn/sie gut gebrauchen. Schließlich arbeiten sie für Kost und Quartier. Wenn er oder sie zum Pflegefall wird, dann muss oft ein Hühnerstall ähnliches Quartier genügen bis die Erlösung kommt. Wie alles in Paraguay auch dies eine Frage des Geldes.

    Es kommt auch immer wieder vor, dass man alte und kranke Menschen ganz einfach vor Spitälern ablegt, sich ihrer entledigt. In Paraguay ohne Geld alt zu werden ist nicht gerade das Gelbe vom Ei. Vor ein paar Tagen hat ein Enkel, der bei seiner Großmutter in einem Vorort von Asunción lebt, der alten Frau kurzerhand die Gehilfe weggeschlagen, da sie gegen Mitternacht um etwas Ruhe bat. Die Frau stürzte schwer, musste ins Krankenhaus gebracht werden. Der Enkel hat sich nicht einmal bis mittags des nächsten Tages bei seiner Oma im Krankenhaus gemeldet. Wie er sagte, war er froh die Alte endlich los zu sein, wenn auch nur für ein paar Tage. Ein Einzelfall? Nein, Alltag.

    Man kann den Fortschritt und moralischen Wert einer Gesellschaft daran messen, wie sie mit ihren Tieren umgeht. Das stammt nicht von mir, sondern von Ghandi.

    1. wie immer ein guter kommentar(der ueber die rechtsanwaelte war auch sehr stark)
      die sachlage ist in paraguay ganz anders als in DACH.
      auf dem land und in kleinstaedten gibt es gar keine
      altersheime.im grossraum asuncion gibt es „altersresidenzen“, die aber privat sind und daher fuer
      die normalbuerger unbezahlbar.das einzige staatliche
      altersheim das ich kenne, ist das „cuartel de la victoria“ fuer veteranen des chaco-krieges.auch glaube ich,dass es wenige kirchliche institutionen gibt. bei
      den mennoniten gibt es doch altersheime?
      wo sollen also die alten wohnen als bei einem familienmitglied aber auch manchmal alleine?
      kann sich jemand noch erinnern an den privaten rentenfond
      den die BANCO ALEMAN (besser BANCO URUGUAYO !!!!)mit viel werbung propagierte? beim zusammenbruch dieser
      bank(mitte 2002)war auch das eingezahlte geld fuer diesen rentenfond futsch.

  4. nun, wenn man mal direkt in die Durchschnittsfamilie reingeht stellt man fest, dass momentan ein Wandel zum Egoismus der Jugend stattfindet. Die veramerikanisierten Jungen wollen nichts mehr Zuhause abgeben, kümmern sich weniger um die Eltern, ich denke, das ist lange nicht mehr so harmonisch wie „früher“. Zumindest stellt sich dies so in meinem Umfeld heraus, man möge mir widersprechen?

  5. Auch hier in Paraguay sind die Vorboten zu einer Ellenbogengesellschaft bei der Jugend schon zu erkennen. Auf dem Lande ist der Familienzusammenhalt noch größer als in den Städten, aber ein Wandel ist auch hier zu erkennen.

  6. vielleicht sollte man einmal nach den Ursachen fragen, wenn man z.B. die Tatsache der „Auflösung der Familien“ zu recht beklagt. Ist das Zufall oder Konzept?

    10. Die Moral im Volk zu schwächen; ferner die Arbeiterklasse durch Massenarbeitslosigkeit zu demoralisieren und sie dadurch in die Drogen- oder Alkoholsucht zu treiben. Die Jugend soll mittels Drogen und aggressiver Musikstile dazu ermutigt werden, gegen den Status Quo zu rebellieren, was auch zur Schwächung/Auflösung der Familieneinheit führt.

    http://derhonigmannsagt.wordpress.com/2012/03/04/die-ziele-der-illuminati-2/

  7. Nach dem ich im Jahre 2000 drei nette Monate in Paraguay / San Pedro del Ycuamandy yu verbringen durfte, wollte ich eigentlich mein Leben als Rentner dort verbringen.
    Nun werde ich langsam unsicher ob das noch eine gute Idee ist.

    1. Ist es nicht.

      Erklärung:
      Die Vorteile sind leicht erklärt.

      1) Sie bekommen für ihre Rente relativ mehr Lebensqualität.

      2) Sie bekommen einfach und billig eine junge Frau. Entweder als Lebensgefährtin oder in Stundenabrechnung, unterliegt ihrer Vorliebe.

      3) Das Wetter ist im Alter angenehmer

      Nachteile sind leider zahlreich:
      1) Sie sind auf ihre Zahlungen aus dem Ausland angewiesen. Kommt es da zu Problemen sind sie vollkommen im Arsch. Wie sehr, kann sich ein West-deutscher nur schwer vorstellen.

      2) Sie sind mit steigendem Alter ihrer Lebensgefährtin mehr und mehr ausgeliefert. Auf Liebe brauchen sie eher nicht zu hoffen, es ist eine Geschäftsbeziehung.
      Nicht selten werden Deutsche mit Paraguayischer Lebensgefährtin Opfer eines (meist ungeklärt bleibenden) Gewaltverbrechens.
      Warum? Es mag viele Gründe geben. Jedoch ist ein Haus im Wert von 100.000 Euro, ein Auto 20.000 Euro, Schmuck/Bankguthaben/Sparbücher alles eine RIESENSUMME Geld, die sich eine Paraguaische Familie sonst niemals erarbeiten könnte. Da muß man sich skrupel und Moral erst einmal leisten können.

      3) Allgemeine Kriminalität. Sie sind als reicher Ausländer Ziel von sowohl „netten“ Landsleuten, als auch Paraguayern. Sie sind nunmal etwa 10x reicher, als ihre Nachbarn, falls sie ~2000 Euro Rente beziehen.

      4) Krankenhauswesen und Krankenpflege sind in Paraguay zwar konkurrenzlos günstig, jedoch haben die hiesigen Spitzenmediziner einen Wissensstand, der dem Deutschen Krankenpfleger entspricht. Mindestens 20 Jahre rückständig, kaum gute (neue) technische Geräte.
      Bei schweren Sachen wie Schlaganfall, Infarkt oder Krebs geht es sowieso nur mehr zurück nach D.
      Was passiert dann wohl mit ihrem schönen Haus/Auto in der Zwischenzeit? Richtig! Da freut sich jemand anderer drüber und sie sehen auch bei Genesung sicher nichts mehr davon wieder.

      Sind sie jetzt geschockt? Falls ja, wäre ich nicht überrascht. Leider waren das nur die „harmloseren“ Fakten, es gibt zahlreiche „Einzelfälle“ wo noch ganz andere Sachen vorgefallen sind…

      Paraguay ist etwas für harte Jungs mit etwas Kleingeld, die kein Problem damit haben Gesetze als „groben Anhalt“ zu verstehen. Jeder andere kommt hier unter die Räder, es ist nur eine Frage der Zeit.

      1. Dazu mal folgendes :

        Die Vorteile :
        Zu 1. Ja
        Zu 2. Ob ich das noch will in meinem Alter?
        Zu3. Ja

        Nachteile

        Zu 1. Wenn Deutschland pleite ist und ich keine Rente mehr bekomme ist es egal wo ich mich befinde. Ich bin nicht West-Deutsch, Ost-Deutsch, Süd-Deutsch, nicht einmal Nord-Deutsch, sondern Hanseat!

        Zu 2. Danke, aber so reich bin ich nicht. Mein Häuschen in San Pedro war natürlich viel besser als jene der Nachbarn. So hatte ich, teilweise, Wände aus Stein und einen Boden aus Zement, selbst im hölzernen Anbau.

        Zu 3. So viel Rente bekomme ich nicht. Damit könnte ich sogar in Deutschland leben. Aber ich möchte im Alter keine Sozialhilfe mehr.

        Zu 4. Wenn ich zum Sterben zurück nach Deutschland müsste, würde mich mein Haus nicht mehr kümmern.

        jetzt geschockt?

        Ich bin nicht wirklich geschockt, immerhin lese ich das Wochenblatt.

        Haben Sie schon einmal versucht nett zu Ihren Mitmenschen zu sein?
        Meine Nachbarn in San Pedro waren einfach nur lieb.

        1. „Haben Sie schon einmal versucht nett zu Ihren Mitmenschen zu sein?“

          Komme hier problemlos klar, das ist nicht das Problem.
          Jedoch war ich hier 5x öfter auf Begräbnissen und habe 10x menschliche Tragödien erlebt, als in einem vergleichbaren Zeitraum in Europa.

          Vielen geht es gut hier. Zumindest einige Jahre.
          Viele andere jedoch haben mir schon unter Tränen erzählt, wie sehr sie sich wünschten wieder zurück in D sein zu können, wenn sie nur irgendwie das Geld dafür zusammenbekommen würden.

          @Sönke
          „. Wenn Deutschland pleite ist und ich keine Rente mehr bekomme ist es egal wo ich mich befinde.“

          Hier wage ich zu widersprechen. So pleite wird D niemals sein, daß es nix gibt. Jedoch kann es sein, daß zB ein Teil der Rente als Lebensmittelmarken-modern (also eine Plastikkarte, mit der du bei Aldi einkaufen kannst) ausgezahlt wird. Auch könnte es sein, daß bei Problemen mit dem Euro nichts mehr in Ausland überwiesen werden kann. So passiert dieses Jahr in Zypern. Kapitalverkehrskontrolle heißt das.

          Als Leitlinie möchte ich Ihnen nocht mitgeben: Wenn es in DACH nicht reicht zum Leben, dann sind sie in PY 100%ig fehl am Platz. Nur wer in DACH schon gut lebt, kann sich Chancen ausrechnen durch einen Umzug nach PY seine Lebensqualität nachhaltig zu steigern. Die Kosten hier sind nicht zu unterschätzen. Vieles ist teurer. Krankenkosten zahlen sie selber. Ein Polster für Rechtsstreitigkeiten sehr zu empfehlen etc etc.
          Unter 100 000 Euro cash und einer guten Rente (MINDESTENS 1000 EURO/MONAT!) sollte gar keiner auch nur daran denken hierher zu kommen. Diese Leute bereuen es eigentlich immer – manche schon nach 5 Jahren, andere erst nach 15 Jahren, das Ergebnis bleibt aber immer das gleiche.

          1. Viele andere jedoch haben mir schon unter Tränen erzählt, wie sehr sie sich wünschten wieder zurück in D sein zu können, wenn sie nur irgendwie das Geld dafür zusammenbekommen würden.

            Wo ein Wille ist, findet sich einen Weg. Die deutsche Botschaft wird den Rueckflug vorfinanzieren, den man dann in Deutschland abstottern kann. So war es frueher wenn heute nicht mehr, dann kann man annehmen dass man auch dort nicht mehr erwuenscht ist.

          2. @Ramon

            Die Botschaft zahlt mittellosen schon den Heimflug. Aber nur dann. Wenn zB ein Titel auf Haus und Grundstück besteht, dann nicht.
            Diese Leute (plural, keine mehr als einen) versuchen zum Teil seit 3-4 Jahren ihre Immobilie zu verkaufen. Auch unter Marktwert, nicht für „Deutsche-Preise“, trotzdem findet sich nicht leicht ein Käufer.

            Habe schon erlebt, daß in solchen Fällen eine Immo im Wert von ~120m GS für die Barzahlung von Euro 2000 den Besitzer gewechselt hat. Verzweiflung des einen, ist Profit des anderen.

  8. Wir hatten teilweise in Europa Jahrzehnte den Sozialismus ohne Drogen wo die Menschen auch nicht glücklich waren und der letztendlich auch zum scheitern verurteilt war.
    Eine Regierungsform die alle Menschen zufrieden und glücklich machen könnte, wird es auf dieser Erde nicht geben.

  9. Blabla-Studie. Wie alle Studien und Statistiken völlig nutzlos, aber man muss ja zeigen, wie schwer man gearbeitet hat. Oder kann mir jemand erklären, warum Afghanistan und nicht Irak auf dem letzten Platz auftaucht?

  10. Hallo 9 mm ,ich lebe hier mehr als 13 Jahre in Paraguay . Davon bin ich mit meiner Frau schon mehr als 10 Jahre verheiratet. Nie , und das moechte ich hier betonen, bin ich von meiner Frau bestohlen oder bedrogen worden. In meiner Familie leben in unseren Umkreis alle , davon 4 Lehrer sowie ein Chef. Alle aber ausnahmslos alle gehen hier eine Geregelte Arbeit nach.Es gib keinen der nicht arbeitet, Also ueberlege dir was du sagst, den du kannst nicht alle hier als Verbrecher abstempeln. Ich frage mich , warum du hier lebst. Aber du als harter Kern wirst es schon machen hier.

  11. Was für ein Quatsch !!

    Für die miesen 3 1/2 Jahre mehr in D. möchte ich dort nicht tot über einen Zaun hängen.

    Fakten gibt es hier.

    http://www.lexas.de/suedamerika/paraguay/index.aspx

    Paraguay:
    Lebenserwartung insgesamt 75,77 Jahre
    Männer 73,19 Jahre
    Frauen 78,49 Jahre
    Altersstruktur
    0-14 Jahre 27,6%
    15-64 Jahre 66,1%
    65 Jahre und mehr 6,3%

    Deutschland_
    Lebenserwartung
    insgesamt 79,26 Jahre
    Männer 76,26 Jahre
    Frauen 82,42 Jahre
    Altersstruktur
    0-14 Jahre 13,2%
    15-64 Jahre 66,1%
    65 Jahre und mehr 20,7%

  12. Es gibt Menschen, die können überall glücklich sein und solche, die es nirgendwo sein werden. Das hängt davon ab, ob man zufrieden sein kann, ob man freundlich ist und nicht nur die Schuld bei dem Anderen sieht. Und nicht davon, wieviel Geld man hat oder ob man alles rundherum versichert hat noch sonst welchen komischen Ideen. Nur wenn man selbst etwas tut, kann man mit sich zufrieden sein, nicht, wenn man darauf wartet, dass irgendein Staat alle Vorausetzungen schafft, damit es einem gut geht.

  13. Schöne Worte Lena, aber der Satz, ob man Geld hat oder keins, ist reine Träumerei. Zeigen sie mir einen Deutschen in Paraguay der kein Geld hat (es gibt wahrscheinlich keinen) und mit seiner Situation zufrieden und glücklich ist. Spätestens wenn sie das Zipperlein plagt und sie ärztliche Hilfe benötigen und kein Geld haben werden sie sehen wieweit sie kommen. In den meisten Fällen ist sich hier jeder selbst der Nächste. Auf die Solidarität der anderen würde ich mich nicht verlassen. Dann sind sie nämlich verlassen.

  14. „Paraguay ist was für harte Jungs …. usw“
    Das ist ja nun auch nicht so. Ich bin weder hart noch ein „Junge“, auch nehme ich die Gesetze nicht nur „als groben Anhalt. Gesetze nur „als Anhalt“ zu nehmen, bedeutet für mich, dass jemand, der so lebt, vermutlich sein Geld auf nicht rechtmäßigem Weg verdient.
    Ich bin eine Frau in fortgeschrittenem Alter, die in jeder Hinsicht legal ihren Lebensunterhalt bestreitet.
    Zum Einkaufen oder für Bankgeschäfte benötige ich keine Leibwache, im Haus habe ich weder eine scharfe Waffe noch scharfe Hunde. Eine Alarmanlage habe ich ebenfalls nicht.
    All diese Vorsichtsmaßnahmen sind vermutlich deshalb überflüssig, weil ich freundlich mit meinen Nachbarn umgehe, meine Empleada und den Gärtner gut bezahle und weder beim Einkauf noch auf der Bank viel Geld zeige. Selbst die Scheibenputzer behandle ich freundlich, lasse sie gelegntlich auch ALLE meine Scheiben putzen und zahle dann ein klein wenig mehr als üblich. Dafür winken sie mir auch dann freundlich zu, wenn ich Tage später keine weitere Scheibenpflege benötige. Meinen Großeinkauf erledige ich bei verschiedenen Supermärkten nacheinander, so dass niemand Rückschlüsse ziehen kann, wieviel Geld ich ausgebe. Den Parkwächtern zahle ich ebenfalls ein klein wenig mehr und bedenke ihn zum Geburtstag mit einem kleinen Extra. Egal, wie lange ich im Supermarkt bin, wenn ich herauskomme, steht er in unmittelbarer Nähe meines Wagens. Ich fahre ein bescheidenes Auto, trage keinen Schmuck und mache insgesamt nicht den Eindruck, als wäre bei mir viel zu holen. Egal, was ich mir kaufe, ich lasse mir nichts liefern, weder Waschmaschine noch Möbel, weil nur unmittelbare Nachbarn und Freundschaften dieses Privileg besitzen.“Gepflegtes Understatement“ nennt man das 😉
    Ach, zu erwähnen wäre noch, dass ich in der „Ich-Form“ schreibe, weil ich allein lebe und das schon seit ettlichen Jahren.
    Abschließend möchte ich sagen, dass es sich Jeder selbst gut überlegen möchte, ob er auswandert und wohin er auswandert. Bei mir läuft Alles prächtig und ich will auch nie wieder nach Deutschland zurück, aber das hängt auch von der Erwartungshaltung ab, mit der man hier ankommt.

  15. Am 10 Oktober werden es 17 Jahre, die ich jetzt in Paraguay bin. Bin seit 5 Jahren verheiratet, mit einer Dame aus Paraguay. Bei uns gibtes solche Sachen nicht, das ist meins und das ist deins. Es ist unser .

    Ich habe eine grosse Familie. Sie arbeiten alle.. Keiner
    bettelt mich an. Wir haben einen Super UMGANG..

    NACH DEUTSCHLAND ZUrueck ‚? Nicht mal im Sarg.

    Meine Frau ist 12 Jahre Juenger als ich.. Sind aber beide
    in einem Alter, wo nicht das Geld eine Rolle spielt, sondern der Charakter.. Wir wissen beide, was wir an einander haben.

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