Paraguay: Nur noch achtgrößter Rindfleischexporteur

Asunción: Paraguay rutschte von Platz 6 auf Platz 8 nachdem das ehemals starke Argentinien sich wieder auf seine alten Werte besinnen.

„Nachdem Argentinien seinen Rindfleischexport durch den Wertverfall des Peso und die Rückbesinnung auf die Ware um 75% steigern konnte und auch Uruguay weiterhin stark ist, rutscht Paraguay mit weniger Volumen als 2017als Rindfleischexporteur nicht nur im Mercosur Vergleich auf Platz 4 sondern weltweit auf Platz 8, so José Carlos Martin, Präsident des nationalen Tierhygieneinstitutes (Senacsa).

Um sich nicht zufrieden zu geben mit dem rückläufigem Ergebnis muss Paraguay etwas unternehmen, was nicht das selbe sein sollte, wie bisher. Unter anderem wird empfohlen ein Institut für Rindfleisch ins Leben zu rufen, wo man Rindfleisch aus Paraguay zertifiziert. Um dies näher zu besprechen treffen sich Vertreter der Ländlichen Vereinigung Paraguays (ARP), der Paraguayischen Fleischkammer und dem Landwirtschaftsministerium. Eine APP, eine Allianz aus der Privatwirtschaft und dem Staat wird dabei versiert.

Wochenblatt / Última Hora

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15 Kommentare zu “Paraguay: Nur noch achtgrößter Rindfleischexporteur

  1. Das Zertifikat wird den Käufer wenig interessieren. Ausschlaggebend ist das Preis- Leistungsverhältnis. Und wenn Argentinien da besser ist, dann bleibt eben nur sich dem Preis anzupassen oder einen tatsächlichen und nicht nur auf dem Papier ausgewiesenen Qualitätsvorteil zu erreichen. Die Qualität prüft der Käufer und wird nicht vom Verkäufer erträumt.

  2. Um sich nicht zufrieden zu geben mit dem rückläufigem Ergebnis muss Paraguay etwas unternehmen

    na klar, weil mehr ja immer mehr bedeuted! mehr Weideflächen, mehr Tierleid für effizientere Produktion, mehr Umsatz für die räuberischen Mennos usw….

  3. Man schaue sich hier die Auslandsschulden Paraguays an: https://tradingeconomics.com/paraguay/external-debt.
    Zwar mit rund 26% des BIP heute noch recht niedrig verglichen zu den Suedlaendern der EU aber wenn heute die BCP schon den Leitzins senken muss um die Konjunktur zu unterstuetzen um aktual 4.5% in etwa und Italien Auslandsschulden von 130% des BIP hat und sofort bankrott gehen wuerde wenn der Zinsatz der EZB nicht bei 0% liegen wuerde oder sogar niedriger – dann gibt das doch schon langsam zu denken.
    Besonders wenn man die stehts steilere Kurve ansieht. D.i. sollte Paraguay irgendwann bei 130% Verschuldung haben relativ zum BIP dann muss der Zinssatz auch in Paraguay bei 0% liegen oder die Kreditnehmer bekommen sogar noch Zinse gezahlt von der Bank um einen Kredit aufzunehmen (anstatt dass sie Zinsen zahlen).
    Die stehts steigende Kurve bedeutet dass der Staat sich immer mehr verschuldet hat anstatt dass er mehr Steuern von den Unternehmen kassierte. Die Unternehmen haben sich die Steuern gespart, was dann direkt in Auslandsschulden ging. Dass die ganze Fleischindustrie „credit and debt driven“ ist, kann man klar an den steigenden Auslandsschulden sehen. Die Entwicklung in Paraguay ist definitiv „schuldengetrieben“. Das beweist wieder dass wenn jemand reich geworden ist, jemand anders eben in der selben Menge arm geworden ist (in diesem Fall der Staat durch die Aufnahme von mehr Schulden). Was der eine in der Tasche hat, das hat er dem anderen aus der Tasche gezogen – oft noch mit einem kleinen „Vaterunser“ dazu. Hoehere Auslandsschulden bedeutet immer dass der Steuersatz zu niedrig ist – die Unternehmen haben weit zu wenig Steuern gezahlt was der Staat dann in Kredite, also Schulden, hat anderswo aufnehmen muessen. So lief es auch in Griechenland und in allen Suedlaendern der EU – nur Paraguay ist NOCH nicht so weit in die zerstoererische Richtung.
    Kein Problem – wenn erst die legale Wirtschaft nicht mehr rentable ist so sattelt man im Chaco eben um ins Marihuana- und Kokaingeschaeft. Dazu benoetigt man aber dringend die Ruta Bioceanica und die neue Bruecke ueber der Paraguayfluss zum Chaco. So langsam wird der Chaco vorbereitet sehr schnell ueberzusatteln auf die Drogenwirtschaft so schnell der letzte Baum gerodet ist – welches das „Aus“ fuer die expansive Viehwirtschaft bedeutet. So lief es von 1840 bis 1900 auch in den USA – wo die Viehbarone auf was rentableres umsatteln mussten (in Texas gabs dann die Oelindustrie mit dem Aufkommen der Autos).

    1. Mit Ausnahme Ihrer Drogenprognose stimme ich Ihnen größtenteils zu. Ähnliche Gedanken sind mir bereits beim Artikel zur angekündigten Zinssenkung durch den Kopf gegangen, war mir aber zu viel Arbeit das niederzuschreiben. 0 Zinsen zeigen kaum Wirksamkeit, wie man in der EU beobachten kann. Diese Niedrigzinsen führen zuerst zu einer Immobilienblase. Deren Platzen in den USA führten zur weltweiten Finanzkrise. Ewiges Wachstum ist eine irreale Wunsch- und Wahnvorstellung.
      Aber deren lautstarke Befürworter hegen wohl die Hoffnung den Untergang nicht mehr zu erleben.

  4. Einige hier verstehen den Artikel falsch.
    Die Produktion von Rindfleisch in Paraguay ist nicht rückläufig.
    Das Abrutschen auf Rang acht ist ausschließlich auf die Mehrproduktion anderer Länder zurückzuführen.
    Also, was soll die ganze Aufregung?

    1. Relativ zu anderen Laendern wie Argentinien und Brasilien ist das Fleisch aus Paraguay teurer. Nun der FrigoChorti hat schon ein paarmal die „Peanuts“ gesenkt fuer den Viehzuechter um jedesmal 100 Guaranies pro Kg. Das ist soviel wie wenn man Horacio Cartes einen Bonbon stehlen wuerde – er merkt es nicht mal.
      Verkaufst du 1 Rind von 400 Kg so bekommst du bei 400 Gs/Kg weniger welches in etwa 160000 Gs sind. Unter 1 Million weniger Geld merkt kein Viehzuechter unter den Mennoniten.
      Die Expansion der exportierten Viehmenge wird dann stoppen wenn erst die groessten Naturparks im Chaco gerodet sind. Weiter ausrecken lassen sich die nationalen Grenzen nicht. Im Chaco sollen noch offiziell 11 Millionen Hektar Busch stehen (welches sehr optimistisch ist) und in Ostparaguay 2 Millionen Hektar Wald. Bezeichnenderweise beziehen im Chaco alle Schreinereien und Holzgeschaefte ihr Holz aus Ostparaguay (Concepcion & Co.) wo das 0% Rodungsgesetz schon seid Ewigkeiten gilt. Dementsprechend werden die Umweltgesetze auch im Chaco eingehalten – und zwar ueberhaupt nicht.
      Was mir weiter auffiel ist dass Paraguay anscheinend immer mehr importiert als exportiert. Daher moegen auch die Staatsschulden herruehren: https://tradingeconomics.com/paraguay/balance-of-trade. Langfristig kann man nicht ueber seine Verhaeltnisse leben. Scheint als ob Paraguay staendig (fast immer) mehr importiert als exportiert. Griechenland laesst gruessen!

    2. Diese argentinische Mehrproduktion ist durch Freigabe der Fleischpreise bedingt, die unter der Kirchner-Regierung staatlich zu tief festgesetzt waren und damit die Produktion massiv drosselten. Paraguay kann nie die Fleischproduktion von Argentinien überholen, höchstens wenn Sozialisten ihre Wirtschaft ruinieren wie gehabt.

    3. Die Produktion ist nicht rückläufig, was Sie richtig erkannt haben, jedoch der Export „weniger Volumen als 2017“.
      Das Preis- Leistungsverhältnis der Konkurrenten ist also besser und Paraguay bleibt auf seinem Exportgut Rindfleisch sitzen. Mit einem Zertifikat, das von einem erst ins Leben zu rufende Institut für Rindfleisch vergeben werden soll, ist das real nicht zu verändern. Das gibt nur wieder für nichts nützliche Verwaltungsjobs. Also Preis runter auf das Niveau der Mitbewerber oder tatsächlich, wie auch immer, das „Überfliegerfleisch“ produzieren.
      Preissenkung bedeutet jedoch für die Produktionskette niedrigere Gewinne und auch pro Rind niedrigere Exporterlöse und niedrigeres Wirtschaftswachstum. Zum geringen Teil kann man einen Ausgleich durch Senkung der Kapitalkosten herbeiführen, deshalb auch die Zinssenkung durch die BCP. Den effektiveren Ausgleich erreicht durch Mehrproduktion. Mehrproduktion bedeutet aber Ausweitung der Weideflächen mit all ihren negativen Folgen. Auf das auch damit verbundene vermehrte Tierleid will ich gar nicht eingehen, weil es den meisten sowieso am …….. vorbeigeht.

  5. Wenn ich mir den aufschreih hier anschaue muss ich daran denken wie alles und jedes in Europa subventioniert wird.Das ist eine so ungesunde einmischung in die natürlichen ereignise das man das gefühl für die realität verliert.
    Man weiss nicht mehr wie die natur alles regelt in dem nichts oder weniger produziert wird wo keine nachfrage ist,sprich angebot und nachfrage.
    Wenn ich zum beispiel rindern produziere und niemand kauft sie,dan werde ich nicht mehr rinder produzieren oder weniger .Wenn ich baumwolle produziere und niemand kauft sie,werde ich nicht baumwolle produzieren.Nun kommt die regierung und meint baumwolle müsste unbedingt produziert werden und bezahlt dazu vom steuerzahlergeld.
    Wie verückt ist das den. Somit pflanzt der bauer eifrig baumwolle und bevor die baumwolle bis zum verkauf kommt beschliesst die regierung das sie vieleicht doch ein anderes produckt lieber subventioniert, kranke welt… ausgerechnet die Institution die nur damit beschäftigt ist etwas zu wollen um dan von der oposition gebremst zu werden weil irgend wer mal endlich was tun wollte und somit sich im kreis dreht und nur immer etwas tun „wollte“ und unendlich teuer kommt aber nicht zum regieren kommt und das ist dan die so viel gerühmte demokratie.
    Wir aber warten eines neuen Himmels und einer neuen Erde nach seiner Verheißung, in welchen Gerechtigkeit wohnt. 2. Petrus 3.13

    1. hier sollte man eh nur Fleisch essen, das man selbst „erzeugt“ hat. Alles andere ist voller Antibiotika und sonstiger Gifte. Das trifft natürlich auch auf Gemüse und Obst zu.

      1. Die Cebu Sorten wie sie im Chaco etwa zu 95% gehalten werden, beduerfen keinerlei Antibiotika. Die sind so GMO modifiziert dass nicht mal ein Zeck an deren Haut sich festbeisst. Also mit GMO Fleisch sollte man bei den Brahman, Nelore und Co. Rassen nicht befuerchten medizinverseuchtes Fleisch zu essen. Wegen dieser GMO Fleischrasse ist ja die Viehzucht auch so rentabel im Chaco.
        Gerade wegen diesem mehr an Produktivitaet (wegen der GMO Zucht) sollte der Fleischpreis mindestens halb so hoch sein wie er jetzt ist.

  6. Zitat, „Man weiss nicht mehr wie die natur alles regelt“; Zitat ende.
    Der menno Pfaffe ist Darwinist und Nationalsozialist denn die Naziideologie basiert auf dem Darwinismus „wo sich die Natur von selbst regelt“, sprich die Schwachen gehoeren weg (aka ins KZ und vergast) und die Starken koennen sich alles nehmen was sie wollen (aka Bonzenwirtschaft, Plutokratie, Mediacion, etc).
    Zitat „natürlichen ereignise“. Zitat ende.
    Will heissen wenn jemand zwei Frauen vergewaltigt wird das als „Natuerliches Ereignis“ angesehen. Wie in einem Artikel hier beim WB.
    Gerade die Bibel verdammt die „natuerlichen Ereignisse“ denn diese sind „das Fleisch“ das als Katalisator der Suende im Menschen agiert. Gerade die „Natur“ im Menschen soll man ersetzen durch eine „Neue Kreatur“. Der „alte Adam“ (Natuerlicher Mensch) muss weg und durch einen geistlichen ersetzt werden der Wiedergeboren ist.
    Ein unverstaendlich Ding fuer den Mennoniten.
    Auch diese Subventionen der EU begreift der Mennonit nie und nimmer da diese ja gerade auf der Barmherzigkeit und christlicher Naechstenliebe basieren. Die Grundlagen der EU Subventionen stammen durchaus vom Christentum ab – aber ich erwarte von keinem Mennoniten das zu begreifen. Das war ja gerade die Abgrundtiefe Differenz zwischen dem Mennoniten in Russland als Raubtierkapitalist und den Juden dort die zum Kommunismus hielten. Der Kommunismus basiert gerade auf dem neutestamentlichen Christentum wo der Raubtierkapitalist praktisch „das Fleisch“ wieder aufleben liess, den alten Adam, die boese Schlange im Menschen (wo keine Wiedergeburt ist). Deswegen wurden die Mennonitenverwaltungen in Russland unter SS Herrschaft gestellt und mennonitische SS-EinsatzKommandos ermordeten bis 1944 rund 44000 Juden in der Gegend von Chortitza (Russland). Siehe hier: https://themennonite.org/feature/mennonites-holocaust/.
    Subventionen existieren deswegen weil der Franzose eben einem anderen Franzosen nicht einen Peugeot verkaufen kann wenn der Deutsche diesem vorher schon einen Volkswagen verkauft hat. Peugeot ist der Verlierer und muss subventioniert werden als Produktionsausgleich.
    Zu diesem Niveau des Christentums sind die Mennoniten noch nie gekommen, aber die „gottlosen“ Deutschen ja. Die Idee der Gleichheit in Christo spornte Otto von Bismarck an, eine Sozialversicherung zu gruenden. Auch in Kanada z.B. ist die canadian welfare den Mennoniten dort eher „Volksfremd“ – waere es nicht wegen dem kulturell hoeherstehenden Englaender, so gaebe es dort keine Wohlfart fuer Benachteiligte.

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