Paraguay protestiert wegen der ungerechtfertigten Beschlagnahmung eines Schiffes

Asunción: Das paraguayische Außenministerium hat sich bei der Allgemeinen Hafenverwaltung der Republik Argentinien über die Beschlagnahmung eines unter paraguayischer Flagge fahrenden Schiffes beschwert.

Das paraguayische Außenministerium (MRE) übermittelte seinem argentinischen Amtskollegen seine Forderung nach einer raschen Lösung der Kontroverse, die durch die von der Allgemeinen Hafenverwaltung der Argentinischen Republik geförderte Maßnahme ausgelöst wurde, mit der in einer gerichtlichen Instanz die Beschlagnahmung und das Verbot eines unter paraguayischer Flagge fahrenden Schiffes angeordnet wurde, und zwar mit der Begründung, eine Maut auf einem Abschnitt der Wasserstraße Paraguay-Paraná zu erheben, wie berichtet.

Das argentinische Außenministerium forderte die zuständigen Behörden auf, die notwendigen Maßnahmen zu ergreifen, um die freie Durchfahrt von Schiffen unter paraguayischer Flagge im Sinne des Abkommens von Santa Cruz de la Sierra über den Flussverkehr auf der Wasserstraße Paraguay-Paraná und in Anbetracht der engen Kooperationsbeziehungen zwischen Paraguay und Argentinien zu gewährleisten.

Wie Argentinien den paraguayischen Außenhandel zum Erliegen bringen will

Er erinnerte daran, dass die Delegationen Brasiliens, Boliviens, Paraguays und Uruguays nach achtmonatigen Konsultationen zwischen den Unterzeichnerstaaten und auf der Grundlage der von Argentinien bei der letzten Sitzung der Abkommenskommission vorgelegten technischen Informationen zu dem Schluss kamen, dass die Regeln des Abkommens auf der paraguayisch-paraguayischen Wasserstraße nicht angewandt werden müssten, da die Auslegung, Anwendung und Nichteinhaltung der Regeln des Abkommens umstritten seien, Paraguay und Uruguay sind zu dem Schluss gekommen, dass es keine Beweise für die tatsächliche Durchführung der erforderlichen Maßnahmen oder Dienstleistungen für eine sichere Schifffahrt auf dem fraglichen Abschnitt gibt, die die Erhebung einer Gebühr gemäß dem in Artikel 9 des Abkommens von Santa Cruz de la Sierra festgelegten Anwendungsbereich rechtfertigen würden, heißt es in der offiziellen Mitteilung.

Wer keine Maut zahlt, muss wohl bald vor Anker gehen

Darin wird hervorgehoben, dass Argentinien, bevor es auf die echten Bedenken Paraguays, eines Binnenlandes, und der anderen Unterzeichnerstaaten des Abkommens sowie auf die wiederholten Forderungen nach Aussetzung der Maßnahme bis zur Behandlung der Wasserstraße Paraguay-Parana im zwischenstaatlichen Bereich einging, Maßnahmen ergriffen und angewendet hat, die eine umfassendere Betrachtung der Wasserstraße Paraguay-Parana ermöglichen würden, Argentinien hat Maßnahmen ergriffen und angewandt, die keineswegs eine Verständigung beschleunigen, sondern eher den bestehenden Streit und die Auswirkungen auf die Nutzer der Wasserstraße verschärfen, was erhebliche Auswirkungen auf die Wirtschaft und den Außenhandel der Unterzeichnerstaaten des betreffenden Abkommens hat.

Wochenblatt / Abc Color

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3 Kommentare zu “Paraguay protestiert wegen der ungerechtfertigten Beschlagnahmung eines Schiffes

    1. Lukas 24,34 Der Herr ist wahrhaftig auferstanden, und er ist dem Simon erschienen!

      Vergleich der Transportkosten.
      Ein Containershiff der größten Klasse kann 19000 20 Fuß Container laden. [CSCL GLOBE, a container ship – the largest of it’s kind when built in 2014].
      Ein Zug kann im Schnitt 500 20 Fuß Container laden. [Burlington Norther Santa Fe railroad container train].
      Ein LKW kann 1nen 20 Fuß Container laden.
      Ein Schiff kann im Durchschnitt 40mal so viel laden wie ein Zug und damit etwa 40mal so billig transportieren.
      Ein Schiff kann etwa 19000mal so viel laden wie ein LKW und damit etwa 19000mal billiger transportieren.
      Daumen mal Pi.
      Wenn die Argentinier sonst den Fluß schiffbar halten und alle Baggerarbeiten übernehmen um die Schiffbarkeit zu gewährleisten, so sollte Paraguay einfach anstandslos zahlen.
      Es kann sein daß Brasilien dem Paraguayfluß immer mehr Wasser abgräbt und damit der Rio de la Plata Fluß einen immer niedrigeren Pegel hat der nun die Argentinier dazu zwingt ständig Baggerarbeiten im Flußbett zu machen damit der überhaupt befahrbar ist.
      Die Autohändler können ja auch in Japan die Toyotas und Nissans kaufen und damit von Kyoto bis Asuncion fahren und ihnen das Auto als Neuwagen verkaufen. Na wie wär’s damit? Ihr Neuwagen hätte damit “ab Werk” wohl schon etwa 30.000 Km drauf – der Preis bleibt beim Neuwagenpreis. Ihr neuer eMercedes langt hier dann mit 50.000 Km an auf dem Tacho – da ist es auch schon Zeit die Batterie zu tauschen. Da zahlen sie den Argentiniern doch lieber was extra für die Baggerarbeiten.
      Klar, die BRICS zielen darauf ab andere Staaten empfindlich zu stören. Normalerweise sammelt sich der Aufmupf der Welt in der BRICS Gemeinschaft – meist Schwarze Hinterwäldler die noch Lichtjahre entfernt von der Erfindung des PC’s sind.

  1. Argentinen, ein durch Unfähigkeit hoch verschuldeter Staat der nicht einmal fähig oder willens ist seine Schulden auch nur annähernd zu begleichen ist nun auch auf dem Weg zu einem Banditenstaat wie einst im Mittelalter? Aber den Antrag stellen Mitlied der BRICS werden zu wollen, neben anderen Banditenstaaten wie Venezula. Eine “feine Gesellschaft” wird das werden, angeführt von anderen Banditenstaaten wie China und Russland sowie zahlreichen Brutalo-Diktaturen aus Afrika.

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