Paraguay wird für die Aufnahme afghanischer Flüchtlinge sondiert

Asunción: Internationale Gremien sondieren, ob Paraguay afghanische Flüchtlinge aufnehmen kann, die nach der Machtergreifung der Taliban und dem Abzug der US-Truppen aus ihrem Land geflohen sind.

Die Regierung ist bereits im Besitz des formellen Antrags, und am 13. September wird die UNO zusammentreten, um einen globalen Plan zu diskutieren.

Berichten zufolge hat die UN Paraguay gebeten, afghanische Flüchtlinge aufzunehmen. Hohe Beamte der Regierung bestätigten, dass der Präsident der Republik, Mario Abdo Benítez, bereits im Besitz des offiziellen Dokuments ist.

Es sei darauf hingewiesen, dass Paraguay am 26. August über die Staatskanzlei zur sofortigen Beendigung aller Formen von Gewalt und zur Achtung der Menschenrechte der schwächsten Bevölkerungsgruppen, insbesondere der Frauen und Kinder, aufgerufen hat.

Im Senat unseres Landes wurde ebenfalls eine Erklärung zur Ablehnung der Gewalt in Afghanistan angenommen, die von den Senatoren Lilian Samaniego (ANR), Patrick Kemper (Hagamos), Arnaldo Franco (ANR), Blas Llano (PLRA), Georgia Arrua (PPQ) und Antonio Barrios (ANR) unterzeichnet wurde.

Llano sagte sogar, dass der Senat die Geschehnisse in diesem Land nicht ignorieren könne und forderte, dass die genehmigte Erklärung an die Vereinten Nationen in Paraguay geschickt wird.

Weltgipfel am kommenden Montag

Der Antrag steht im Einklang mit der Ankündigung von UN-Generalsekretär Antonio Guterres, der am 13. September in Genf eine hochrangige Konferenz über die Hilfe für Afghanistan einberufen hat.

Auch Papst Franziskus rief die Länder dazu auf, die Afghanen, die in “diesen Zeiten des Aufruhrs” Zuflucht suchen, aufzunehmen und hofft, dass diese Bevölkerung in Würde, Frieden und Brüderlichkeit leben kann. “In dieser Zeit des Aufruhrs, in der die Afghanen Zuflucht suchen, bete ich für die Schwächsten unter ihnen. Ich bete, dass viele Länder die Menschen, die ein neues Leben suchen, aufnehmen und beschützen”, wurde der Heilige Vater zitiert.

Unterdessen meldete die deutsche Nachrichtenagentur DW, dass Chile, Mexiko und Costa Rica die ersten Länder der Region sind, die Visa für afghanische Staatsbürger anbieten. Frauen haben bei der Beantragung eines Visums Vorrang.

Auf regionaler Ebene hat Brasilien bereits angekündigt, dass es Afghanen, die vor den Taliban geflohen sind und in das lateinamerikanische Land einreisen möchten, von seinen Botschaften in Pakistan, Iran, Russland, der Türkei, Katar und den Vereinigten Arabischen Emiraten aus humanitäre Visa ausstellen wird, also den Ländern, aus denen die meisten Afghanen auswandern.

Wochenblatt / Abc Color / Twitter

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26 Kommentare zu “Paraguay wird für die Aufnahme afghanischer Flüchtlinge sondiert

  1. Ich denke mal diese Menschen passen kulturell und intellektuell besser nach Paraguay als nach Deutschland, Schweiz oder Austerreich.
    Nur wird der Paraguayer dann auch mal erkennen, dass hier von Staat fast Null Sozialleistungen vorhanden sind (es gibt Fonds für die allerärmsten, in der Regel gibt es keinen Cent, eventuell hilft die Familie, sonst halt Büchsen sammeln oder Pech gehabt), aber diese Früchtlinge, deren Bestimmungs-/Zielort eigentlich USA wäre, gegeben wird und die eigene Bevölkerung in der Not eben gar nichts bekommt (ziemlich ähnlich wie in DÖCH, okay, da gibt es wenigstens Brotkrumen). Dies kann künftig zu Spannungen führen.

    1. Erst mal paraguayisches Flüchtlingsgesetz lesen, damit erledigen sich die meisten Ihrer Unkenrufe: Ley Nº 1938 / GENERAL SOBRE REFUGIADOS
      DÖCH ist nicht Paraguay, die Defintion, wer alles Flüchtlingsstatus erlangen kann, ist hier überraschend breit und liberal. Was die Sozialleistungen angeht, gibt der Stat Flüchtlings-und Reisevisa und mit dem Flüchtlingsstatus sofort eine Arbeitserlaubnis sowie den Zugang zu allen öffentlichen Einrichtungen incl. der hohen Selbstverantwortung, die hier generell Voraussetzung ist. Ich denke, dieses System ist einigermaßen gerecht und vielleicht effizienter als das deutsche und dürfte auch weniger Spannungen erzeugen, da eben nicht um Sozialleistungen konkurriert wird.

    1. Dieser Kommentar ignoriert völlig die politische Lage in Afghanistan, das seit Jahrzehnten keine Normalität mehr gekannt hat, und nun ein radikal islamistisches Regime wieder an der Macht hat, das keine Abweichler duldet und großzügig seine Gegner ausschaltet. Man könnte meinen, Sie reden hier von Wirtschaftsflüchtlingen! Haben Sie überhaupt verstanden, warum viele Afghanen flüchten? Dass es nicht um Sozialleistungen geht, sondern darum, nicht täglich um Leib und Leben fürchten zu müssen, die Kinder zur Schule schicken zu können, arbeiten gehen zu können, für uns normale bürgerliche Freiheiten zu genießen!

      1. Weshalb sind seit Jahren die Afghanen geflohen aus ihrem Land? Gab es nicht eine Regierung, die massiv von der NATO und vor allem den USA unterstützt worden ist.
        Warum haben die Afghanen nicht selbst ihr Schicksal in die Hand genommen und haben gegen die Taliban gekämpft? Stattdessen haben sie die Waffen weggeworfen oder sind mit den Waffen in der Hand zu den Taliban übergelaufen.
        Wären alle seit 2015 weggerannten Afghanen bewaffnet gegen die Taliban gezogen, dann hätten sie ein freies demokratisches, muslimisches Land aufbauen können.
        Aber wegrennen und dort leben wollen, wo es die besten Sozialleistungen gibt, zeugt von keiner guten Haltung. Die Vietnamesen haben ihr Land gegen die Amis verteidigt, die Kubaner 1961 in der Schweinebucht auch, die Russen haben gegen Hitler gekämpft und ihn rausgejagt aus ihrem Land usw. Und die lieben ach so traumatisierten afghanischen jungen Männer – gehen dahin, wo es sich gut leben läßt. Diese Mentalität ist abscheulich.

      2. @Susanne, schön, dass Du wieder da bist – war ja ne ganz schön lange Auszeit diesmal. Jetzt steht dem Anheben des Niveaus in diesem Forum ja nichts mehr im Wege.
        Ja die Lage in Afghanistan ist ein “wenig” verzwickt. Wer trägt wohl mindestens eine Mitverantwortung dafür ?
        Nachdem die Weltgemeinschaft einen Scherbenhaufen und wohl auch jede Menge Waffen und Kriegsgerät hinterlassen hat, fragt man sich, ob jetzt die benötigte Munition weiter geliefert wird. Was wollen die Taliban mit Waffen ohne Munition ?
        Menschen die ihr Laib und Leben in Sicherheit bringen wollen, reisen sicher nicht durch die halbe Welt, sondern nehmen mit der nächst beste Möglichkeit vorlieb.
        Selbst wenn einige Flüchtlinge in Paraguay landen sollten, werden sie nicht sehr lange da bleiben. Auf jeden Fall werden sie den Weg nach Deutschland (eventuell auch Schweden) finden – ich denke, weil sie da sicherer sind ? Wieviele sichere Länder liegen eigentlich zwischen Afghanistan und Deutschland ?
        Was wäre gewesen, wenn Deutschland all das Geld für diesen offenbar nutzlosen Einsatz in Afghanistan für andere nützliche Zwecke ausgegeben hätte … Hätte, hätte – Fahrradkette…

    1. Ich denke Ihr Kommentar hat schon etwas. In jedem Land kommen zuerst einmal die Einheimischen/Familia (engste Kreise) und erst dann die Besatzer/Ausländer.
      Ich weiß noch, ist schon Jahre her, da wollte im Ausgang ein Arbeitskollege von mir einer Frau helfen, die von ihrem Begleiter belästigt wurde (ich war nicht dabei, er hat es mir erzählt). Am Ende sei es so gewesen, dass er von der Frau und ihrem Begleiter eins auf die Rübe bekommen hat.

  2. Wenn ich mir eine Sache nicht vorstellen kann, dann das. So sehr in meinen Kreisen alle Leute willkommen sind, die meisten streichen dieses “alle” direkt wieder, wenn es um Muslime geht. Was das angeht, ist Paraguay eben ein wirklich stark christlich geprägtes Land. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Muslime hier nicht benachteiligt werden, wenn es nicht sogar zu Reibereien kommt. Ich kann mir einfach kein Szenario vorstellen, wo das gut ausgeht, aber wir werden ja sehen…

  3. Im Chaco hat´s noch viel Platz! Die Afghanen sind das einfache, trockene und karge Leben gewohnt. Außerdem zäh. Genau die Richtigen um den Chaco in “blühende Landschaften” zu verwandeln. Gerüchten zufolge soll Merkel schon eine Estancia im Chaco besitzen. Würde doch alles passen, “Mutti” Merkel könnte sich für den Rest ihres Lebens um ihre Liebsten kümmern, dazu noch Habeck, Bearbock und Roth und das Paradies ist fertig.

    1. Das sind Moslems und keine Juden. Die Juden haben aus einer Wüstenei eine blühende Wirtschaftsmacht geschaffen und das ohne Öl. Die Afghanen hingegen haben aus Afghanistan keine blühende Landschaf gemacht und sie werden auch aus dem Chaco keine machen. Das Einzige, was die da zum blühen bringen können ist Schlafmohn.
      Die Moslems erobern Paraguay. Im Osten in CDE sind es die libanesischen, kriminellen Familienclans, mit dem kokain-, Waffen- und Mädchenhandel, im Chaco also vielleicht bald die kriminellen und islamisch-fundamentalistischen, afghanischen Terroristen, mit einem blühenden Heroinhandel und verbreiten dann eine Bombenstimmung.
      Rosige Aussichten für Paraguay.

      1. Träumt da jemand den uralten rechtsextremen Traum von der Umvolkung der christlichen Welt? Und hat zuviel Sarrazin gelesen von den angeblich minderbegabten Muslimen. Dazu noch ein kräftiger Schuss Islamophobie und Vorurteile vom Feinsten – fertig ist das giftige Süppchen. Vor Leuten wie Ihnen sollten sich die Leute fürchten. Und nicht nur die Muslime.

        1. Syrien, türkei, ägypten, libanon etc. Was haben die alle gemeinsam? Siecwaren christliche hochburgen und dann binnen weniger jahrzehnte moslemisch.
          Wäre ich hier moderator, dann hätte ich ihr post nicht nur wegen fehlender historischer kenntnisse nicht publiziert sondern such wegen fehlender mathematischer. Hier ist wirklich der grund für das löschen klar.

    2. Hehe. Nach ein paar Jahren säßen die Afghanen bei kühlem Teerere auf der Veranda und schauen zu wie Merkel, Habeck, Bearbock und Roth sich im Acker betätigen. Ne, nicht dazu gezwungen, sondern von diesen selbst Angeboten aus Mitgefühl und Solidarität ihrer Gäste.

  4. Weder Deutschland noch Paraguay hat in Afghanistan Krieg begonnen und die ganze Infrastruktur immer wieder in Schutt und Asche gelegt. Da waren die Engländer, Russen und Yankees, nicht zuletzt die Afghanen selbst (Bürgerkrieg). Aber ja, nun werden die Solitaritätsmilliarden Euro wieder verteilt und viele Früchtlinge aufgenommen, deren Kultur und Mentalität einfach nicht zu einem Europäer passen. Damit meine ich nicht unbedingt die Religion. Die Früchtlinge haben einfach ein ganz anderes Leben, eine andere Erziehung hinter sich. Passen daher nur schlecht nach Europa. Nach Paragauy oder Naher Osten geht gerade noch, die können sich bestimmt ins Feuerchenmachen und Festen integrieren. Jedoch sollte England, Russland und USA das Meiste davon zugestellt bekommen, sicher nicht DÖCH oder Skandinavien. In DÖCH gäbe es genügend an sozialen Verbesserungen für die eigene Bevölkerung zu investieren. Doch da zeigt man sich äußerst misstrauisch und diskriminierend gegenüber sozial schwachen Menschen.

    1. Huldreich Ritter von Geilfus

      Die Taliban haben den Krieg in Afghanistan begonnen.
      Die Afghanen zuenden vor deinem Haus eine Bombe und bringen einige deiner Familienmitglieder um und die Polizei rueckt nicht an sonst gibt es Krieg. Rueckt die Polizei an und es gibt Krieg dann sagen deine Nachbarn du waerst es der den Krieg angezettelt hat. Dabei waren es von Anfang an die Afghanen die die das ganze angezettelt haben eben durch die Behausung der Taliban und der Anschlaege am 9/11.
      Es stimmt wohl was Eulenspiegel sagt dass die Deutschen immer mehr absinken in der Bildung denn wie daemlich muss man sein den Agressor bei den USA, England oder Russland zu suchen da diese doch nur reagierten auf die direkte islamische Provokation.
      Es geht darum eigentlich den Krieg lieber in Afghanistan zu fuehren anstatt in Deutschland oder den USA. Man bringt daher den Krieg lieber nach Afghanistan, Syrien, etc wobei die Taliban versuchten den Krieg nach den USA zu bringen mit den Terroranschlaegen des WTC.
      Daher auch der Blitzkrieg der Deutschen damit es nie wieder einen 30jaehrigen Krieg gibt der innerhalb von Deutschland ausgetragen wird. Die Frage ist, wo wird der Krieg ausgefochten? Dann doch lieber in islamischen Laendern.
      Anstatt dass die USA warteten dass die Islamisten in die Vereinigten Staaten kamen so kamen sie lieber nach Afghanistan.
      Das hat dem Westen ein paar Jahrzehnte Verschnaufpause verschaffen.
      Wie daemlich nun die Deutschen und loco Europeo nur sein koennen und Islamisten wie Tuerken nach Deutschland zu bringen, das sprengt jeden gesunden Menschenverstand.
      Das Bildungssystem Deutschlands muss in der Tat am Boden sein mit solch niedrigem intellektuellen abstraktem Denkvermoegen.

      1. Und? Hat der Yankee den Krieg gewonnen? Hobns des ned gschafft wos die Russen nicht gschafft haben? Ein wenig teuer, nur einen Krieg fernab der Heimat anzuzetteln, nur damit die Terroristen nicht in die Heimat kommen. Dazu gäbe es auch andere Mittel.
        Im letzten Jahrhundert gab es schon einen geisteskranken Staatsjeffe, der die Welt nahe des Abgrundes führte. An den Attitüden eines George W. Bush jr. erkennt man wie schnell sich die Geschichte wiederholen kann.

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