Paraguayische Regierung knüpft Unasur Einladung an einige Bedingungen

Asunción: Der Kanzler Paraguays, José Félix Fernández Estigarribia, ratifizierte gestern, dass die Regierung Federico Francos die Unasur nicht offiziell zur Wahlbeobachtung einladen wird bis positivere Gesten der Mitgliedsländer festzustellen sind. Dazu gehört auch, dass sie es unterlassen sollten die chilenische Regierung unter Druck zu setzen damit diese für den Gipfel im kommenden Januar in Santiago der lateinamerikanischen und karibischen Staaten (CELAC) sowie der Europäischen Union Paraguay nicht einladen. Chile hat die temporäre Präsidentschaft der Vereinigung.

„Bis jetzt gibt es nur negative Haltungen und Widersprüche in dem Block und wenn diese Szenario sich nicht etwas positiver darstellt wird die Regierung die Unasur Mission zur Wahlbeobachtung im April 2013 nicht einladen“, sagte der Kanzler.

„Sie setzen Chile unter Druck und ‘ne halbe Stunde später sagen sie zu uns: Lasst uns rein. So geht’s aber nicht! Sie üben Druck auf die spanische Regierung aus und danach?“, hinterfragte der Minister.

Für den Kanzler hat Paraguay von den Unasur Mitgliedern bis jetzt nur negative Zeichen entdecken können.

Am letzten Mittwoch kamen lateinamerikanische Repräsentanten nach Paraguay mit dem Wunsch im Gepäck die kommende Wahl zu überwachen. Dem gegenüber äußerte sich der Präsident der Wahljustizbehörde, Alberto Ramírez Zambonini positiv. Dies jedoch spiegelt nicht zu 100% die Haltung der Regierung wieder. „Wir können nicht die Länder empfangen die über uns richteten ohne wenigstens zuvor einige Dinge klarzustellen und verstehen was hier passiert nicht wie es nur einige darstellen“, unterstrich der Kanzler.

Venezuela lud in der vergangenen Woche die paraguayischen Diplomaten dazu ein ihre Botschaft in Caracas sowie das Land binnen 72 Stunden zu verlassen. Dazu summiert sich auch der Kurswechsel des brasilianischen Kanzlers Antonio Patriota, der nach anfänglich freundlichen Tönen es nun als unwahrscheinlich erachtet, dass Paraguay vor der Wahl zurück in die Unasur bzw. Mercosur kommt.

(Wochenblatt / Última Hora)

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