Paraguayisches Norminstitut findet schädliches Diesel in Petropar Tanks

Villa Elisa: Nach der Entnahme von Kraftstoffproben aus Tanks im Gelände der staatlichen Raffinerie Petropar in Villa Elisa lösten die Ergebnisse eine Welle an Entrüstung aus, die vom Petropar Chef nur als politische Meinungsmache abgetan wird. Tatsächlich jedoch ist der Schwefelgehalt des Diesels der Klasse 1 (Premium) weit außerhalb des Normwertes und kann somit zu Gesundheits- und Motorschäden führen.

Am 23. Januar nahmen die Techniker des INTN, begleitet von ihrem Vorsitzenden Luis Morínigo, Proben von Diesel Typ 1 (Especial), Typ 3 (Común) und von der Firmen-eigenen Tankstelle.

Gestern erklärte Morínigo, dass die Analyse ergeben hätte das Typ 1 mit seinem Schwefelgehalt weit über dem Grenzwert von 500 ppm liegt. Gemessen wurden 696 ppm.

Laut Morínigo werden in Paraguay drei verschiedene Klassen Diesel angeboten. Typ 1 mit einem Schwefelgrenzwert von 500 ppm, Typ 2 mit einem Schwefelgrenzwert von 1.500 ppm und Typ 3 mit einem Schwefelgrenzwert von 2.500 ppm. Der letztgenannte wird am meisten verkauft, da er am billigsten ist. Jedoch ist er auch stark kontaminierend.

Der Diesel Typ 1 ist für Fahrzeuge, die elektronische Einspritzanlagen haben, wie zum Beispiel Common Rail Motoren.

Sergio Escobar, Präsident der Petropar missbilligte den Prüfbericht und sagte, dass sein Labor herausgefunden hätte, dass es der Diesel Typ 1 nur 326 ppm Schwefel enthält.

Für den heutigen Morgen um 10.00 Uhr wird eine Pressekonferenz einberufen, bei der Escobar Morínigo zu einer zweiten Testreihe einladen wird. Mit der Aussage, dass Politik hinter dem Ergebnis stünde, würde laut Morínigo Escobar die Leute bei ihrer Meinungsbildung noch mehr durcheinanderbringen. „Wir sollen nur als Trottel dastehen wenn wir beim nächsten Test aus einem sauberen Tank neuen Sprit entnehmen der dann den Normen entspricht“, urteilte er.

(Wochenblatt / Última Hora)

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