Paraguayisches Rindfleisch bringt Uruguayer in Unruhe

Montevideo: Während zu Jahresbeginn in der uruguayische Hauptstadt weniger Rindfleisch verkauft wird, findet man zunehmend paraguayische Abschnitte in den Supermärkten.

Dank einer Übereinkunft zwischen Uruguay und Paraguay findet man nun Abschnitte wie Colita Cuadril (Rumpsteak) in uruguayischen Supermärkten und Fleischereien. Die Preise dafür liegen nur geringfügig unter dem was für uruguayisches Rindfleisch verlangt wird.

Die Konsumenten verstört diese Taktik, sie fragen sich warum paraguayisches Rindfleisch trotz Transport billiger angeboten werden kann als das uruguayische Pendant. Doch die Erklärung ist einfach: Lohnkosten, Energie und Sozialabgaben sind günstiger.

Als Uruguayer ist es nun schwierig sich zu entscheiden ob man das geringfügig billigere Fleisch aus Paraguay kauft und der nationalen Produktion die Stirn bietet oder ob man stets heimische Kost kauft. “Für Paraguay ist der uruguayische Markt jedoch nicht besonders groß. Bemerkenswert ist jedoch, dass Paraguay mehr Rindfleisch nach Uruguay exportiert als beispielsweise Brasilien“, so der Präsident der uruguayischen Vereinigung der Fleischverkäufer, Hebert Falero.

Wochenblatt / El Observador

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12 Kommentare zu “Paraguayisches Rindfleisch bringt Uruguayer in Unruhe

  1. Verstehe ich nicht. Warum wollen die Uruguayer unbedingt Rindfleisch aus Paraguay? Was ist daran so besonders? Ich bin kein großartiger Fleischesser und kenne mich wohl deßhalb damit nicht so gut aus. Ist das paraguayische Rindfleisch besonders zart und saftig oder hat es mehr Geschmack? Am Preis kann es ja wohl nicht liegen.

    1. Hallo Mani, Colita Cuadril ist schon sehr gutes Fleisch. Für uns aus Westeuropa eingereisten zu einem Spottpreis zu haben. Nur müssen wir halt eben auch dieses Fleisch kaufen und zubereiten, wollen wir nicht gekochtes Leder essen und paraguaysches Fleisch damit vergleichen.
      Colita Cuadril ist nicht das Fleisch welches der Durchschnitts-Paraguayer konsumiert. Demasiado Caro. Was man an allen Ecken kaufen kann (Empanadas, Milanesas, Asaditos etc.) ist dieses totgekochte Fleisch welches in Europa der Gemüsesuppe beigegeben wird. Dazu gehört sämtliches Fleisch was man im Super unter 30.000 Guaranies das Kilo kaufen kann.
      Dazu gehört auch das Fleisch, welches angeboten wird, wenn Gringo unbedingt der sonntäglichen Bier und gekochtem Leder-Gelages bei Kindergartenmusik auf 120 db eingeladen ist.
      Und natürlich bei allen deutschen Pensionen in Paraguay nach deutscher Qualität, naja, der Preis im Verhältnis zum Paragauyer zumindest.
      Doch auch dieses Fleisch ist immer noch um ein Vielfaches billiger als in Europa.
      Colita Cuadril für die meisten Paraguayer unerschwinglich, da sie für ein Kilo einen Tag arbeiten müssten (oder zumindest so tun müssten). Außer diejenigen, wohin die Millionen US-Dollar Korruption geflossen sind.

      1. An sich hast vollkommen Recht,Stimmt voll und ganz wenn nach meiner Ansicht alle wussten was in Empanadas, Milanesas, Asaditos usw. zusammen gebaut ist, würde ihnen das Essen weniger munden.
        Es wird ja nur deshalb tot gekocht damit die stillen Örtchen nicht verstopft sind.
        Das was in Uruguay angeboten wird ist sehr Hochwertiges Fleisch mit anständigen Preis was selbst in Deutschland viele sich, zweimal überlegen bevor sie es kaufen.
        Es gibt kein Leder,man bekommt jedes Fleisch,zart,weich,gar und nicht aus-genuckelt.
        Alles ist nur eine Frage der Vorbereitung,Abhängen,Beize, Einlegen.Das liegt alles nur am Koch!
        Leder-Gelage das ist ein ganz böses Wort!
        Selbst ein 10. und mehr Jahre alten Hammel oder Rind bekommst Du immer noch hin, entweder in die
        Wurst oder zu Hackfleisch(Frikadellen, Buletten, Bouletten, Fleischpflanzerl, Fleischleiberl oder Fleischküchle)
        Das passt selbst für die eine oder andere zahnlose Minna!

      2. Hallo Wolfgang, ich denke man muss in so warmen Ländern wie Paraguay Fleisch auch deshalb sehr gut garen wegen Bakterien, die sich bei der Wärme schnell vermehren und überhaupt der Hygiene im Allgemeinen.

        Ich stand schon vor einer Theke aus Holz um Fleisch zu kaufen, appetitlich sah sie aus, mit fielen Fliegen dran, doch hatte ich dann plötzlich doch keinen Appetit mehr auf Fleisch.
        Jedoch würden 66 Grad Celsius genügen um die meisten Bakterien abzutöten.
        Ich bin wie Mani auch kein großer Fleischesser. Das „billige“ ist wie Gummi. Deshalb lieber wenig, dafür mal ein besseres und nur zu Hause zubereitet. Fleisch gart man im Butter und nicht im Öl, aber Butter für die meisten demasiado caro.

        1. Da bist Du falsch, früher wurde nicht jüngste Tier geschlachtet,sondern die alten Ochsen und Rinder wenn sie nicht Zogen oder Kalben. Ich habe viele Schafe geschlachtet die waren 8 und mehr Jahre, die haben sie laufen lassen bis sie keine Lämmer mehr bekommen. Da wussten sie nicht mehr wohin mit Ihnen. Die gaben immer noch eine sehr gute Salami ab.
          Greif Dir mal ein altes deutsches Kochbuch mindestens vor 1960,Am besten vor 1910.
          Abhängen,Beize, Wildbrettbeize und so weiter.Du wirst sehen das klappt.Ganz alte Sachen Omaś und Opaś der Tierwelt,haben sie früher auch weich bekommen, rund her rum anbraten mit Wasser abgießen gibt es alten Soße .Selbst die alten Schafdamen wurden Butter weich.
          Wir haben einen Fehler, wir haben die Rippen gegrillt auf die Schelle,das ging daneben.Die waren mehr als Gummi.Die Schäferhunde haben sich gefreut!
          Selbst das Fette Suppenfleisch bekommst bekommst du im Römertopf hin.Letzte habe Stunde den Deckel ab,das es bräunt.Das sieht aus wie vom Grill.Fett kann man abgießen.
          Der Römertopf ist ein Gerät was leider zu Unrecht in Vergessenheit geraten.

          Das Billig wird zu Gummi gemacht, das muss aber nicht sein.Die alten Sachen geraten in Vergessenheit.In heutigen Küche muss es fix,früher lies man sich Zeit.
          Außer Fertigsachen wie Maggi, Gewürze/Mischungen kennen doch viele gar nichts.
          Am besten alles fertig kaufen ohne Denken.
          Fängt schon beim einfachen Schinken beim Fleischer an Nasspökeln ist einfach zu langsam mit Spritzen geht Schneller,Trockenpökeln dauert zu lange.

  2. Aus Fleisch Leder kochen kann halt jeder, Fleisch zart zubereiten eben nicht. Alle fluchen hier immer ueber das paraguayesche Leder dabei kann man doch aus jedem Stueck Fleisch was sehr Gutes kochen, es liegt nur zu 10% am Fleisch und zu 90% an lagerung und zubereitung.

  3. Was exportiert wird und auch abgebildet ist, ist Fleisch aus dem Chaco. Dieses ist allem ueberlegen was man am Markt kaufen kann, sowohl vom Aroma, Zartheit etc. Das wurde vor Kurzem auch von europaeischen Einkaeufern festgestellt. Ich habe vor einiger Zeit den Test gemacht mit argentinischem Bife ancho, habe dieses auch erst vacumiert und gelagert und dann gegen Bife ancho aus dem Chaco probiert: um Welten besser ads Chacofleisch. Ich kaufe schon seit langer Zeit kein anderes Rinsfleisch mehr.

  4. Da kann ich joerg h. nur zustimmen- das beste R.fleisch was ich in Südamerika auf den Teller bekam. Soll
    wohl mit dem (durch den Salzgehalt im Boden) Futtergras zusammenhängen.

  5. Zu den Chefköchen möchte ich noch bemerken:
    Gegart wird in Flüssigkeit.
    Angebraten in Öl mit hohem Rauchpunkt ,damit sich die Poren schließen.
    Butter wird dazu nicht heiß genug.
    Man kann aber dem Öl etwas Butter hinzufügen.
    Zum schmoren wird das Fleisch danach mit Flüssigkeit abgelöscht.
    So machen es die gelernten Köche.
    Es empfiehlt sich das Fleisch vorher in eine Marinade einzulegen.
    Dann guten Appetit.

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