Petropar INTN und die Frage ob der Diesel nun schädlich ist

Villa Elisa: Wenn zwei unterschiedliche Institutionen der gleichen Regierung sich bekämpfen verliert immer nur das Ansehen der Regierungspartei. Diesem Leitspruch war sich Federico Franco sicherlich im Klaren als er dem Vorsitzenden der staatlichen Raffinerie Petropar, Sergio Escobar auferlegte, das Schlamassel mit dem Norminstitut INTN wegen schädlichem Diesel aus der Welt zu schaffen.

Letzte Woche waren erst beide Institutionen bei der Schwefelgehalt-Messung des Dieselkraftstoffs Podium auf unterschiedliche Resultate gekommen. Das eine unterhalb der Höchstgrenze und das andere darüber.

Da „darüber“ nicht das erste Mal für Petropar und seinen Vorsitzenden wäre ist alles vorstellbar. Verloren hat jedoch die Glaubwürdigkeit. Eine solche Streitigkeit zu lösen konnte nur damit enden, dass der dieses keinen hohen Schwefelgehalt besitzt, damit die Kunden ruhig bleiben und der Verkauf nicht ins Stocken gerät.

Diese Verhandlungen wurden von Luis Vasquez aus dem Ministerium für Industrie und Handel, jedoch kommissioniert bei der Petropar, überwacht. Der Mittelsmann war bei der zweiten überprüften Probe der, der fünf Stunden die Presse vor verschlossener Tür hielt bis freudig verkündet wurde, dass alles in Ordnung sei.

Der besagte Podium Diesel von Petropar ist für neuere Motoren mit elektronischer Einspritzung geeignet und benötigt deswegen eine Höchstgrenze von 500 ppm. Das INTN stellte letzte Woche 696 ppm fest während die Petropar nur auf 326 ppm kam.

(Wochenblatt / Abc)

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2 Kommentare zu “Petropar INTN und die Frage ob der Diesel nun schädlich ist

  1. Wieviel Skandale gab es schon bei Petropar.
    Abgemolkene Tanks, Dreckiges Benzin, Gaertner mit einem Monatsgehalt von ueber 6 Millionen Gs. usw. usw.
    Jetzt soll man glauben, das der Schwefelgehalt im Limit liegt.
    Maerchenstunde ist angesagt.
    Wann fangen die staatlichen Institutionen endlich einmal an, korrekt zu arbeiten.
    Es gibt viele Betriebe, die privatisiert werden koennten, dann koennte man wieder Vertrauen in die Zuverlaessigkeit haben.

  2. Wenn sich Politik um Technik kümmert, werden die Bürger für dumm verkauft!
    Ob der Premium-Diesel in Paraguay 326 ppm oder 696 ppm Schwefel hat ist doch vollkommen belanglos. Der festgelegte Grenzwert von 500 ppm ist willkürlich definiert worden. Weltweit liegen die Grenzwerte zwischen 10 ppm und 5000 ppm. Paraguay lässt 2500 ppm zu (comun) und Premium 500 ppm.

    http://208.72.1.66/UserFiles/File/Misc/LATU009_German.pdf

    Übrigens wird vom Schwefel kein Motor geschädigt. Im Gegenteil. Der Schwefel hat vorzügliche Schmiereigenschaften und bei den „schwefelfreien“ Sorten sind Aditive (deren Schädlichkeit noch umstritten ist) notwendig, damit es keine Probleme gibt. Die Schwefelreduzierung wird nur wegen der Schadstoffe im Abgas vorangetrieben.

    Übrigens fahren die Schiffe mit 35000 ppm Schwefel über die Ozeane.

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