Büffelfleisch gilt als sehr gesund, doch die Zucht in Paraguay ist noch verschwindend gering

Asunción: Bruno Garelli, Mitglied der Paraguayischen Vereinigung der Büffelzüchter, äußerte sich zur Entwicklung der Büffelzucht im Land. Obwohl dieses Tier weltweit 17 % des Viehbestands ausmacht und in Ländern wie Indien eine Schlüsselrolle für den Export von rotem Fleisch spielt, erreicht es in Paraguay kaum 1 % des gesamten Bestands.

Er erklärte, dass es in Paraguay etwa 20.000 Tiere gibt, was weit unter den Zahlen in Nachbarländern wie Brasilien (ca. 2 Millionen Tiere) und Argentinien (300.000 Tiere) liegt. Garelli hob die ernährungsphysiologischen und produktiven Vorteile des Büffels hervor – eine Ressource, die die lokale Viehwirtschaft verändern könnte.

Der Spezialist erläuterte, dass der Büffel vor mehr als 40 Jahren nach Paraguay kam, der Fortschritt jedoch minimal war. „Wir verzeichnen ein jährliches Wachstum zwischen 10 und 15 %“, stellte er fest, im Gegensatz zur regionalen Dynamik. Die in Südamerika gezüchtete Art ist der Asiatische Wasserbüffel, dessen Vorliebe für Wasserstellen es ihm ermöglicht, die Temperatur zu regulieren, Parasiten zu reduzieren und Stress abzubauen, was ihn ideal für die Überschwemmungsgebiete und das warme Klima des Landes macht.

In Bezug auf das Fleisch versicherte Garelli, dass der Geschmack praktisch identisch mit dem von Rindfleisch sei. „Viele Produzenten können es nicht unterscheiden“, behauptete er. Die Merkmale des Fleisches im Überblick:

  • Magerer: Es besitzt kein intramuskuläres Fett.

  • Hoher Eisengehalt: Dadurch erscheint das Fleisch röter.

  • Gesünder: Es enthält weniger Cholesterin sowie mehr Vitamine und Mineralstoffe.

  • Weiße Fettschicht: Da es kein Carotin enthält, ist das Fett weiß.

Trotz dieser Qualitäten stagniert die nationale Produktion aufgrund mangelnder Größe, Unkenntnis der Verbraucher und schwacher Vermarktung. Dennoch sehen Experten großes Potenzial in Gourmetmärkten und im Export, wobei die natürlichen Bedingungen Paraguays optimal genutzt werden könnten.

Die Botschaft von Garelli ist deutlich: Der Büffel ist nicht nur eine Alternative, sondern eine echte Chance, die paraguayische Viehwirtschaft zu diversifizieren und zu verbessern.

Wochenblatt / El Nacional

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