Phlegmatismus verhindert Projekte für knapp eine Milliarde USD

Asunción: Der Phlegmatismus von Beamten aus der Stadtverwaltung in Asunción führt dazu, dass Projekte für 920 Millionen US-Dollar nicht beginnen können, weil die erforderlichen Genehmigungen dafür fehlen.

Laut dem Minister Ramón Jiménez Gaona vom Ministerium für öffentliche Bauten und Kommunikation (MOPC) lägen Bauvorhaben, wie Brücken oder Viadukte am Botanischen Garten, die die Schnellstraße Ñu Guasú und die Costanera Norte verbinden sollen, auf Eis.

Der Bau könnte viel Erleichterung für alle Verkehrsteilnehmer bringen. Jedoch wartet man seit mehr als einem Jahr auf die erforderliche Genehmigung durch die Stadtverwaltung in Asunción.

Anlässlich der übermäßigen Verzögerung sagte Jiménez Gaona, dass es “gut wäre, die Kommune Asunción zu konsultieren. Wir können nicht eineinhalb Jahre auf die Erlaubnis warten, um ein Werk, deren Fertigstellung 12 Monate dauert, zu bauen. Das wird 40.000 Menschen in der Region mehr Erleichterung beim täglichen Verkehrsstau bringen“.

Er betonte, dass die kommunale Wasseraufbereitungsanlage Bella Vista, der zweite Abschnitt von dem Metrobus, die Arbeiten im Guasú Park und die Regierungsbüros im Hafen von Asunción ebenfalls auf die städtische Genehmigungen warten würden.

Er erklärte weiter, dass das MOPC für Arbeiten in 254 Gemeinden im ganzen Land verantwortlich sei, die die Lebensqualität der Menschen verbessern. „Asunción braucht diese Werke dringend. Die Finanzierung ist gesichert und die Bauunternehmen stehen bereit. Wir müssen diese Arbeiten endlich beginnen“, sagte Gaona.

Wochenblatt / MOPC.

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12 Kommentare zu “Phlegmatismus verhindert Projekte für knapp eine Milliarde USD

    1. Man kann hier nicht nur immer blöde Kommentare abgeben.
      Wenn Sie es mal richtig lesen würden und Ihre Vorurteile einigermaßen im Zaum hätten, würden Sie hier nicht so einen geistigen Dünn***** von sich geben.
      MfG
      Hermann

      1. ja Hermann1 oder null, ich habe den Artikel ganz gelesen. Ich weiß auch, daß das Geld zur Verfügung stehen soll. Wenn Du nicht so einen Dünnschiss, von Dir geben würdest bei jedem Artikel und über andere dauernd her ziehen würdest und voran gegangene Artikel, wohin Gelder fließen, richtig gelesen und vorallem verstanden hättest , dann hättest Du Dein Mundwerk, bzw Deine Tastatur, nicht in gang gesetzt, ohne Dein Hirn, oder vor Deinem Hirn. Bekommst Du auch etwas von dem Geld, oder warum bist Du so schlimm drauf?

      2. caziquelambare

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        Sie haben völlig recht, lassen Sie sich von Herrn Eggi nicht provozieren. Seine Art mit anderen Menschen zu kommunizieren ist Stammtischniveau mit sehr viel Bier — ohne zivilisierten Anstand, den man von uns Europäern eigentlich erwartet

    2. Volker Kannicht Lieselotte Schlafen

      Reply

      Ja, Eggi, dein Kommentar ist falsch. Richtig müsste es heißen: „Lasst endlich das Geld (in andere Kanäle) fließen, warum dauert es so lange?“ Wobei, würde mich nicht wundern, wenn die Gelder schon versickert sind und man deshalb gar nicht erst anfangen will. So gesehen könntest du doch recht haben.

    3. Diese grossen Bauarbeiten werden von grossen Entwicklungsbanken finanziert – und es ist praktisch unmöglich Geld in andere Kanäle zu versickern, da alles kontrolliert wird. Da müssten mehrere Akteure (Baufirma, Bauüberwachung, Bauoberleitung und Bank-Supervisor „mitspielen“, und wenn einer von der Bank da auffliegt, dann ist die sehr gut bezahlte Karriere beendet – und der Diplomatenstatus auch.
      Im MOPC hat der Minister bei den grossen Bauausfuehrungen nur wenig Einfluss – er ist mehr Repraesentant als Zahlungsmeister. Ich will aber nicht ausschliessen, dass bei kleinen Projekten (ohne Entwicklungsbank) mehr bezahlt wird als wirklch gemacht wird und bei Ausschreibungen „Gefallen“ getan werden, wo eine Entwicklungsbank nicht beteiligt ist, damit Firma X gewinnt.

      Der o.g. Artikel hat die Redaktion freundlicherweise auf meine Empfehlung übersetzen lassen. Ja, ich bin da mitten drin und die Kollegen sagen, das ist alles politische Schikane von Ferreiro. Alle sind sehr genervt. Bei den Meetings wird immer gutes Zureden versucht, Versprechungen werden nicht eingehalten und es wird mittendrin einfach wieder neue „Probleme“ erfunden und weiter verzögert.

      Die Wasseraufbereitungsanlage (eigentlich Klaeranlage) kann nicht angefangen werden, weil das Grundstück, welches aufgefüllt werden muss, keine Katasternummer hat. Also wegen so einer besch***** Nummer, kann man nicht anfangen.
      Und die Arbeiten im Guasu Park, welches Retentionsflaechen des Baches Itay erstellen soll wurden abgebrochen, weil ein paar Leutchen gegen die Abholzung von Bäumen protestiert haben. Ferreiro hat in Lichtgeschwindigkeit die Arbeiten abbrechen lassen. Das die Flaechen aber notwendig sind, da wasserabwaerts Siedlungen in Limpio und Mariano Roque Alonso absaufen bei Hochwasser und ALLE Bäume wiederaufgeforstet werden und auch ein unabhängiger Umweltexperte keine Bedenken angemeldet hat, interessiert diese Sturköpfe in der Municpalidad nicht.

      1. Ok, und wie war das beim Superviadukt? Ich nehme an, dieses gilt als grosses Bauvorhaben und den artikeln nach wurde aber mehr als schlampig gearbeitet.
        Weiters: Eine Katasternummer und ein paar Leutchen verhindern etwas? Das wäre ja ein überwältigender Beweis für Gesetz, Ordnung und Demokratie und so etwas in Paraguay? Ich bin nicht allwissend und auch nicht unfehlbar, aber mein Instinkt würde mir sagen, dass so etwas eher Ausreden sind um vom eigentlichen abzulenken. Speziell bei den paar Leutchen, das müssen aber ganz wichtige gewesen sein.
        Meine subjektive Prognose ist, dass hier noch ein paar mitkassieren wollen und das müssen aber grosse Fische sein, denn nur die können wirklich was bewegen. Ein paar von der municipalidad sind das nicht.

        1. Das Superviadukt ist über Staatsanleihen finanziert worden, da war keine internationale Entwicklungsbank beteiligt. An diesem Bau kam tatsächlich einiges merkwürdiges ans Licht, aber ich kenne die Details nicht.
          Wegen der Katasternummer habe ich heute erfahren, dass man in diesem Punkt wohl jetzt grünes Licht erhalten hat, waere auch echt laecherlich wegen sowas zu blockieren. Wegen dem Guasu-Park habe ich keine naeheren Details. Die Leute, die protestieren sind nicht in der Municpalidad beschaeftigt, das sind selbsternannte Umweltschützer, denen es ironischerweise egal ist, dass im Chaco Hunderte von Hektar abgeholzt werden.
          Ich weiss nicht ob diese Leute auch noch andere Ziele verfolgen – ist irgendwie schwer in Paraguay zu glauben, dass Leute so viel Zeit und Energie hergeben ohne finanzielle Interessen.

  1. Phlegmatismus oder Antriebslosigkeit ist eine in Paraguay tief verwurzelte „Krankheit“! Vor etwa 6 Jahren las ich einen hier veröffentlichten Bericht über dieses Übel. Damals veröffentlichte ein paraguayischer Professor eine Studie, nach der die Ursachen für die allseits bekannte Antriebslosigkeit im vielen Genuß von Mandioka und Yerba begründet sein könnte.Mandioka enthält in geringem Maße Blausäure und Yerba ist nichts anderes als eine Droge. Yerba im Maßen getrunken wirkt belebend und erfrischend. Jedoch in größeren Mengen zu sich genommen (so wie das hier üblich ist) bewirkt die Droge Yerba, wie jede andere Droge auch. So sind immer größere Mengen Yerba vonnöten um überhaupt noch eine Wirkung zu erzielen. Da der Verbrauch jedoch kaum noch steigerungsfähig ist, tritt eine Gewöhnung ein mit der Folge, daß sich die erhoffte Wirkung ins genaue Gegenteil (Antriebslosigkeit, Mattheit, Müdigkeit) verkehrt. Doch sage das mal einem paraguayischen Gewohnheitstrinker! Also ist es eben wie es ist und es wird sich daran niemals etwas ändern.

  2. Der Staat ist wieder mal schuld. Wie würden die Firmen bauen? Besser gar nicht als halb, spart einen Haufen Geld. In Punkto Beschäftigung und Arbeitslosigkeit bringen vorübergehende Projekte sowieso auch nichts.

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