Pilar bereitet sich auf die größte Flut in seiner Geschichte vor

Die Stadt Pilar, umgeben von den Flüssen Paraguay und Ñeembucú, leidet unter atypischen Niederschlägen und es könnte in den folgenden Monaten zu den größten Überschwemmungen in der Geschichte der Stadt kommen. Sie liegt nur auf einer Höhe von 70 Meter über dem Meeresspiegel. 1905, 1936 und insbesondere 1983 kam es zu extremen Hochwassern. „Wir müssen realistisch sein, die Einwohner sind das gewohnt. Heute sind alle etwas ruhiger und haben mehr Erfahrung, mit solch einer Situation umzugehen“, sagte der Journalist Ilfo Riveros.

Die Hauptstadt von Ñeembucú hat mindestens 42.000 Einwohner, 50% mussten bei Hochwasser in höher gelegene Gebiete evakuiert werden. Zusätzlich zu dem Damm gibt es mehrere Pumpen, die das Wasser aus der Stadt pumpen können. Jedoch sind diese schon etwas abgenutzt und versagen häufig.

Der Damm schützt bis zu einem Wasserpegel von 10 Meter, ab 9,50 erfolgt ein Alarm und die Bevölkerung muss Zuflucht an sicheren Stellen aufsuchen. Die wichtigste Beschäftigungsquelle für viele einheimische Bewohner ist eine große Fabrik in Pilar. 1983 schloss sie ihre Pforten aufgrund der Hochwasserlage. „Mit einer neuen Flut werden auch die Fischer arbeitslos, das bringt finanzielle Einbußen. Hoffen wir, dass es nicht so schlimm wird wie vorausgesagt“, sagte Juvencio Torales, Berufsfischer aus Pilar.

Quelle: La Nación