Pilcomayo Kommission: Meyer-Kanal soll wieder geöffnet werden

Filadelfia: Seit gestern und heute findet ein trinationales Treffen der Pilcomayo Kommission statt. Das Hauptthema ist eine gerechte Verteilung des Wassers und zukünftige Maßnahmen, die von den drei Ländern bezüglich des Themas ergriffen werden.

Es wird erwartet, dass Paraguay die Genehmigung zur Öffnung des alten Meyer-Kanals beantragt, weil praktisch alle Gewässer des Pilcomayo-Flusses auf argentinische Seite fließen und somit dann die lebenswichtige Flüssigkeit auch in Paraguay ausreichend zur Verfügung stehen würde.

Gestern besuchten Mitglieder der trinationalen Kommission vom Pilcomayo-Fluss das Gebiet, um sich mit “eigenen Augen“ über die Situation von wenig Wasser im paraguayischen Kanal zu verinnerlichen.

Artur Niedhammer, eines der Mitglieder, gab an, die Reinigung des Meyer-Kanals werde im Mai abgeschlossen sein, um später die Genehmigung für die Eröffnung dieser Möglichkeit in Argentinien zu beantragen.

Auf der anderen Seite betonte der Gouverneur von Boquerón, Darío Medina, die Wichtigkeit einer raschen Wiedereröffnung des alten Meyer-Kanals, weil an der Mündung des Paraguay-Kanals derzeit wenig Wasser vorhanden sei und Sedimente seinen Lauf beeinträchtigen würden. Er sagte weiter, es sei wichtig, dass Argentinien und Bolivien Paraguay erlauben, den Meyer-Kanal wieder zu nutzen.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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9 Kommentare zu “Pilcomayo Kommission: Meyer-Kanal soll wieder geöffnet werden

    1. Nein, leider auch nichts gefunden, nur Meier Kanalrohrreinigung 🙂
      Nein, im Ernst:
      https://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%ADo_Pilcomayo
      Da steht etwas unter FISCHSTERBEN (Kurzfassung):
      .
      Bereits vor Chaco-Krieg
      Probleme
      über Kanäle
      Wasser für die Landwirtschaft und zur Energiegewinnung
      abgeleitet wird.
      für Bewässerungsanlagen
      der argentinischen Provinz Formosa.
      seit 1990 landwirtschaftliche Bewässerung
      Departamento Boquerón PY.
      Bewässerungsprojekt „Proyecto Pantalón“ in PY -!
      besorgniserregend Argentinien und Bolivien
      Die im vergangenen Jahrzehnt zunehmende Ableitung des Wassers nach Paraguay führt in der argentinischen Landwirtschaft und im Fischfang der Region zu Produktionsausfällen.
      .
      Also so wie Wikipedia das Problem beschreibt ist eher das Gegenteil der Fall: Paraguay den Args und Bolivs zapft Wasser ab !!!

  1. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Am Pilcomayo haben sich mittlerweile viele Mennoniten breitgemacht, wiewohl als Auslaender und Lateiner. Diese wollen sich nicht Wasserloecher machen lassen fuer ihren 5000+ ha Viehbetriebe sondern haengen von der Ueberschwemmbewaesserung a la Nil in Aegypten ab. Das Wasser wird vom Pilcomayo Fluss abgegraben und in die Viehzuchtsgebiete der Bonzen abgeleitet. Das bedeutet weiter unten bekommen die Menschen kein Wasser mehr. Einerseits graben die argentinier dem Fluss das Wasser ab, andererseits laufen die paraguayer mit damit sie auch etwas vom Wasser bekommen denn die argentinischen Kanaele sind immer in topform wo die paraguayischen niemals so richtig instand gehalten werden. Dieses nuetzt nur in etwa 100 reiche Viehzuechter die Anrainer am Pilcomayofluss sind.
    Man graebt dem Fluss das Wasser ab so dass weiter unten die Leute auf dem Trockenen sitzen. Es waere in etwa so wie wenn die Oesterreicher der Donau das Wasser abgraben so dass die Deutschen (weiter unten) kein Wasser mehr bekommen. Viele Viehzuechter schuetten Daemme auf und daemmen natuerliche Fluesse des Chaco ein so dass Leute weiter unten kein Wasser mehr bekommen. Bis Suedmenno kam frueher das Wasser des Pilcomayo dank all seiner kleineren Flussableger. Dank der Daemme u.a. von den Klassens, kommt nie mehr Wasser weiter als eben bis zu denn kuenstlichen Staudaemmen einiger weniger Viehzuechter (viele davon Mennoniten). Sowas wird normalerweise in Filadelfia der Mennoniten ausgeheckt.
    In Brasilien ein Riesenproblem diese Technik. https://www.youtube.com/watch?v=gAbIHpPjPPI

    1. Das mit der Donau klappt so nicht, die fließt in die andere Richtung, sodass höchstens die Deutschen den Österreichern das Wasser abgraben könnten!

    2. Die Österreicher sind weiter unten als die Deutschen. Die Österreicher könnten den Slowenen und Ungarn das Wasser abgraben. Klappt aber natürlich nicht, weil es dort überhaupt so etwas wie einen Staat (in dem Fall wäre die EU sogar einmal auch hilfreich) gibt und diese Politiker nicht zu quasi 100 % Viehzüchter, Sojabauern etc. und deren Profiteure sind. Das einzige wirkliche Problem Paraguays und sicher auch in Brasilien. Es genügt sowieso ein Blick oder einmal nachdenken. Wenn man zweiteres tut, braucht man nicht einmal vor Ort sein.
      Ich wette jetzt mal, dass sie den Kanal öffnen und in Null komma Nichts ist wieder zu wenig Wasser da, weil sie nur mehr abschöpfen. Gewinne ich da die Wette?

  2. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    Ich schmiss ein Blatt in die Donau und vermeinte es schwaeme Richtung Aermelkanal oder Ostsee. In der Annahme „alle Fluesse fliessen in Richtung Meer“.
    Wie meine Quellen meinen kam das Wasser des Pilcomayo Flusses durch mehrere kleinere Flussarme (Trockenfluesse die in der Trockenzeit ohne Wasser sind, aber Wasser fuehrten wenn der Pilcomayo Fluss Hochwasser hatte in der Regenzeit) bis zur Zone Teniente Irala Fernandez (25 Legua) bis zur Ruta Transchaco (San Andres glaub ich hiess dieses Trockenflussbettsystem). Das alles hoerte ab den 1980gern auf als mehrere Grossgrundbesitzer die ersten kleinen Trockenfluesse abdaemmten fuer ihr Vieh. Also der Chaco war frueher gar nicht so wasserleer, wobei man heute relativ genuegend Wasser hat durch kuenstliche Wasserloecher – da schon seid einem halben Jahrhundert die natuerlichen Trockenwasserfluesse abgegraben und eingedeicht wurden von ein paar Kriminellen Grossgrundbesitzern. Das Abdaemmen haben die Mennoniten vor allem in den 1990gern foermlich systematisch vorangetrieben. Man nannte das mit stolz „die Urbarmachung des Chaco“. Das man dadurch die von Gott gemachten natuerlichen Wasserwege zerstoert – auf den Gedanken kamen sie irgendwie nicht. Deiche und sonstige Umweltverbrechen werden heute vorrangig von mennonitischen Maschinenunternehmern als Dienstleistungen an Lateinern, anderen Mennoniten oder Auslaendern gemacht und angeboten. Das nennt man „Servicio completo“ – nicht zu verwechseln mit dem „Rundumservice“ der lateinischen Bordelle wo sowas auch „servicio completo“ genannt wird (wie mir gesagt wurde wird man da „hernach“ von der Prostituierte gebadet – eben zum „all-around-price“). Etwaige Parallelen zwischen Umweltverbrechen und der lokalen Bordellwirtschaft sind natuerlich nur zufaellig.

    1. Herr „Baron von Otzberg“ alle Flüsse fließen in Richtung Meer, die Donau in das Schwarze Meer. Wenn Sie meinen, daß die Donau Richtung Ärmelkanal oder Ostsee fließt, dann haben Sie ein sehr, sehr gravierendes intellektuelles Defizit!!! Das liest man aber auch aus Ihren anderen Postings heraus!

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