„Polibandis“ fotografierten sich mit der Beute

Asunción: Der Staatsanwaltschaft liegt ein Foto vor, auf dem Unteroffizier Hugo Alfredo Vigneaux Torres neben seinem Anteil im Kommissariat in Ñemby zu sehen ist. Nach der zweiten Verteilung jedoch hatte der Gesetzhüter nicht mehr so viel Geld wie auf dem Foto.

Hugo Alfredo Vigneaux wurde von seinen Vorgesetzten geschlagen damit er das ihm „zustehende“ Geld wieder auf die Wache bringt, damit es neu verteilt werden kann. Dazu fuhr er ins Haus seiner Schwester. Dem Kommissar José Dolores Amarilla blüht nun auch eine Klage wegen Körperverletzung. Sein Verteidiger plädiert jedoch auf das Aussetzen von Untersuchungshaft und meint, dass das ganze Gehabe nur eine Falle sei. Er wäre an dem fraglichen Tag in Itauguá gewesen, was als Alibi reichen muss.

Die Fotos die nach der ersten Beuteverteilung gemacht wurden sollten Erinnerungsstücke für den großen Schlag sein. Dass sie eine eigene Kraft als Beweismittel haben, war den Uniformträgern anscheinend nicht klar.

Jedoch werden jetzt noch weitere Polizisten in den Fall involviert. Bleibt nur abzuwarten, ob dem extrem teuren Verteidiger des Kommissars Amarilla es wieder gelingt den Verdächtigen von allen Vorwürfen freizusprechen.

Des Weiteren wurde heute Morgen Kommissar Oscar Ayala verhaftet. Bis auf Amarilla sind alle anderen sechs Angeklagten in Untersuchungshaft.

Die Beute aus dem Prosegur Geldtransporter wurde noch nicht gefunden und der Innenminister erklärte den Polizeikommandanten nicht zu entlassen. Der Präsident des Landes versprach jedoch keinen zu decken, der mit dem Fall in Verbindung steht.

(Wochenblatt / Abc)

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8 Kommentare zu “„Polibandis“ fotografierten sich mit der Beute

  1. Das Schlimme daran ist, dass diese Banditen (anders kann man Sie ja nicht bezeichnen) im Staatsdienst für Ordnung und Sicherheit sorgen sollten.

    Wenn man den gesamten Polizeiapparat durchforstet und Korrupte und Nichtstuer entfernt, könnte man den übrigen fleißigen und ehrlichen Beamten ein viel höheres Gehalt zahlen und somit Korruption und Diebstahl ect. eindämmen.

    Es müsste natürlich von ganz Oben angefangen werden, denn ich glaube das jeder Vorgesetzte seine schwarzen Schafe kennt.

    1. @ Erich
      Na klar kennt jeder Vorgesetzte seine schwarzen Schafe, er hat sie ja schließlich ausgebildet 😉
      Seltsam, dass die Ganoven hier so blöd sind, ihre Schandtaten zu fotografieren oder wie in anderen Fällen sogar bei facebook zu posten. Hoffen wir, dass sie nichts dazu lernen und so schön bescheuert bleiben, damit sie schneller erwischt werden können 🙂
      Allerdings frage ich mich langsam, wer sie denn verhaften soll, wenn immer mehr Ganoven in den Reihen der Polizei zu finden sind.

  2. Macho Machos kannst ned lernen ….Macho Macho muss ma sein ***

    so ähnlich geht doch das Lied :-))))))

    wow… was sind wir doch für tolle Kerle ****

    ich glaub die warn vorher noch beim Frisör ****

  3. Die Polibandis – PY sollten sich mal ein Beispiel an dem Diamantenraub vom Brüsseler Flughafen nehmen – 34 Mio € – Das lohnt sich und keinerlei Spuren und – keine Verletzten !!!!

  4. Hat schon mal jemand die Möglichkeit in Betracht gezogen, daß diese Leute Fotos machen, weil sie sich sicher fühlen? Wo ist man denn sicher, ohne Angst erwischt zu werden? So was kann man sich nur in mafia-ähnlichen Strukturen leisten.

    Gute Nacht allerseits
    LG

  5. Hallo Leute,
    ich weiss nur wie es auf der argentinischen Seite ist, und da sind ALLE Staatsdiener korrupt. Es gibt einfach keine einzige Ausnahme. Ein nicht krimineller Staatsdiener ist schneller weg als er denkt. Aber das Problem zieht sich durch alle Berufe inschliesslich der Arbeitslosen. Es ist einfach eine mangelnde Erziehung. Wer niemals Grenzen gesetzt kriegt wird eben so ein Chorro. Oder wie ein argentinischer Freund hier in Deutschland gesagt hat: So sind die Menschen: lügen, betrügen und abgreifen wo es geht. Nur die Erziehung ändert sie. Oder um es noch härter zu sagen: Jede Beevölkerung kriegt die Demokratie und Obrigkeit, die sie verdient.
    Auch eine gute Nacht.

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