Polizei muss Lose verkaufen für Reparaturen

Während es einen Korruptionsverdacht im Polizeiapparat zu verzeichnen gibt bezüglich des Missbrauches von Kraftstoffen, haben kleine Polizeistationen im Land massive Probleme öffentliche Gelder zu bekommen. Not macht erfinderisch, sodass eine Tombola ins Leben gerufen wurde.

Ein Leser der ABC Color schickte eine Geschichte an die Redaktion und berichtete über den Fall. Er befand sich mit seinem Auto in der Gegend von Caazapá, auf den Weg nach Abaí war eine Verkehrskontrolle der Nationalpolizei. Der Fahrer hielt an und dachte, die Polizisten würden seine Dokumente kontrollieren. Er griff in das Handschuhfach und bereitete seine Papiere vor.

Als der Polizist an das Auto herantrat kam es ganz anders, denn der Beamte überreichte dem Fahrer einen Zettel, dieser verstand aber zuerst nicht was gemeint war. Er erhielt eine Erklärung von dem Polizisten, der sagte, das Kommissariat in Abaí muss Reparaturen an den Dienstfahrzeugen durchführen und sammelt Geld dafür über eine Verlosung nachdem dafür kein Geld vorhanden ist.

Auf dem Zettel stand: “Große Verlosung für das Kommissariat in Abaí, Preis ein Stier, Ziehung am Vatertag den 21.06.2015“, der Lospreis betrug 15.000 Guaranies. Der Polizist fügte an, die Initiative erfolge aufgrund einer großen Unsicherheit beim Fluss öffentliche Gelder, gerade in ländliche Regionen, während in der Hauptstadt “gnadenlos gestohlen wird“.

Polizeistationen im Land verfügen über wenig Ressourcen, leider müssen nun uniformierte Losverkäufer solche Arbeiten verrichten anstatt das zu tun wofür sie eigentlich ausgebildet sind.

Quelle: ABC Color

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13 Kommentare zu “Polizei muss Lose verkaufen für Reparaturen

  1. der von HORACIO CARTES eingesetzte polizeichef francisco alverenga und seine polizei komplizen
    haben in nur etwa 20 monaten staatsgelder von mehreren millionen US$ unterschlagen. ein besonderes
    hobby dieser diebesbande war der kauf von teueren autos, aber auch der kauf von immobilien. da gab
    es doch einmal die grosse ankuendigung von HC „dieben wird die hand abgehackt“:
    untersuchungen bei der polizei brachten aber auch folgende tatsachen ans tageslicht.
    ueber 30 polizisten bezogen gehalt, ohne anwesend zu sein, teilweise im ausland lebend.
    aber nun das staerkste. gegen 55 aktive polizisten bestand ein HAFTBEFEHL !!!
    dass etliche polizeidienstellen in entfernten gebieten schlecht ausgeruestet sind und oft keinen
    fahrtuechtigen streifenwagen haben entspricht der wahrheit. da werden oft viehzuechter gebeten, der
    dienststelle ein rind zu schenken zur fleischversorgung der polizisten. die machen das meist, denn sonst
    fehlt halt ab und zu ein tier, angeblich wegen viehdieben in der gegend.
    zum schluss noch eine andere sache. am 26.juli gibt es die vorwahlen der parteien. natuerlich sagen viele
    „das geht mich nichts an“doch letzlich sind dies ergebnisse doch wichtig, besonders in gemeinden wo sich
    die amtierenden buergermeister (oft als korrupt bekannt) fuer eine wiederwahl bewerben.
    aber das wochenblatt konzentriert sich in letzter zeit auf einweihungen, buch vorstellungen, erdbeeren usw.
    besonders politische themen gibt es nur noch wenige. aber auch weniger kommentare ???

    1. Sehr gut gesehen, Bayer. Die Themen entsprechen mittlerweile leider eher “ dem goldenen Blatt“. Die Qualität der Kommentare hat diesbezueglich sehr gelitten. Zu deinem Kommentar: Bei uns im Ort fehlen mehr als 3 Milliarden Guarani. Der amtierende BM wird nicht mehr zur Wahl antreten. Stattdessen sein Bruder. Dieser fängt dann halt wieder bei 0 an und gegen den alten BM wird nicht mehr ermittelt.

    2. Wie schon geschrieben – es ist vermutlich ein schwieriger Spagat. Man kann es nie allen recht machen.
      Auch dürfte es für etliche interessant sein, zu lesen, wo es welche Probleme etc. bei Bürgermeisterwahlen, bei Schulen, im Straßenbau….. gibt. – Nur, was interessiert mich der Straßenbau in ..weit weg…. oder der Bürgermeister. Wir Ausländer leben nun einmal glücklicherweise weit verstreut im Land und da wird es die Mehrheit der Leser nicht interessieren, wie es gerade in Villarica oder Aregua oder Villeta aussieht.
      Regionale Nachrichten sollten wohl wirklich nur gebracht werden, wenn es sich um „tolle Beispiele“ der hiesigen Demokratie oder auch um extrem positive Beispiele für…. handelt, die die Masse der Auswanderer interessiert.

  2. Kommentare kann man nur abgeben, wenn der betreffende Beitrag auch interessant ist. Was seit der Übernahme des Wochenblattes in andere Hände, fast nicht mehr vorhanden ist. Die neuen Herausgeber tun sich nur besonders hervor, unliebsame Meinungen der Leser zu löschen. So macht man früher oder später eine sinnvolle Internetseite für die hiesige deutschsprechende Leserschaft kaputt.

      1. Man kann aber auch alles übertreiben. Nun behauptet nur noch, bei Jan war alles besser. Da gab es den tollen Montagsreport über die Toten vom Wochenende, wow wie interessant, da gab es Hurrawerbung für Immohaie…..naja, die Leute kennt man ja. Ansonsten wurde damals mehr gestrichen als heute, wage ich zu behaupten.
        Das neue WB versucht den Spagat zwischen Infos für die gebildeten intelligenten Ausländer, will aber auch die gelangweilten Hausfrauen und Hausmänner (vom Niveau GZSZ oder Lindenstraße) bedienen. Und wenn ich in manchen deutschsprachigen Restaurants so die Gespräche höre, scheinen das nicht wenige zu sein ;-(

        Also – nicht meckern, sondern Themenvorschläge machen. Jeder hört doch irgendetwas interessantes. Warum nicht das WB um Recherche bitten beispielsweise….- wobei aber auch dann klar sein dürfte, dass nicht jedes Thema verfolgt werden kann. Es interessieren sich nunmal nicht alle fürs Fischen, Jagen, Schießen oder sonstwas.

        1. Man kann auch mehreren Kommentatoren mit verschiedener Meinung recht geben. Ich stimme auch dir zu hinsichtlich deiner Meinung über die alte Redaktion. Auch das die Themen breiter gefächert sein können. Mir fehlen aber halt wichtige aktuelle Themen.
          Heute oder gestern bereits hätte ich bspw. gerne was über die Situation Argentiniens nach dem neuen Urteil in N.Y. gelesen, das Asuncion zum Notstandsgebiet erklärt wurde, die aktuellen Informationen über Streiks ( zumindest Generalstreiks ), aber auch die Vorwürfe von „de Souza“ gegenüber diversen Politikern und der Justiz………….Themen wie Kochrezepte oder über Kochkünste von Affen muss man ja nicht öffnen, wenn mans nicht lesen will.

          1. die kommunalwahlen sind auch fuer auslaender wichtig.
            da geht es um die hoehe der grundsteuer,um die abfallbeseitigung,
            um die muellabfuhr ( und zu welchen preis),um die reinigung von
            abwaesserkanaelen,um die hoehe von fuehrerscheingebuehren und
            fahrzeuggebuehren(habilitacion),um die reparierung der strassen
            (vielleicht auch ihre),um die verwendung von staatsgeldern beim schulbau(falls sie kinder oder enkel haben) und der schulspeisung,
            und um vieles vieles mehr, dass auch die auslaender betrifft.
            wenn meine kommentare ruhig ungedruckt im abfall landen koennen
            und das lesen pure zeitverschwendung ist, lassen sie mich das bitte wissen.vielleicht bin ich auf dem irrweg. ich meine naemlich immer
            noch, dass sich einge leser fuer hintergrundberichte interessieren. besonders aus der politik und aus dem sozialen bereich.

          2. Bezüglich der aktuellen Meldungen gebe ich dir auch voll recht. Da könnte wirklich aktueller recherchiert und reagiert werden.

  3. Ich finde das Wochenblatt wirklich nicht schlecht.
    Finde auch, dass einige von den Kommentaren ruhig ungedruckt im Abfall landen koennten, so verschwendet man nicht Zeit zum lesen.

  4. Die Sache mit den Losen ist nicht neu. In Ita war ich mal vor 4 Jahren mit einem Landsmann verhaftet (ich war nur der Beifahrer), weil das gruene Kaertchen nicht dabei war und das Fahrzeugregister schon seit Jahren im Computer nicht aktuell.
    Nach einer Zeit kam dann ein uebergewichtiger Revierleiter und bot uns Lose fuer eine Tombola an, weil der Dachstuhl einsturzgefaehrdet war.
    Hauptgewinn war ein Motorrad.
    Mein Freund kaufte so 5 Dinger a 10.000 und wir konnten verschwinden.

  5. Ich finde das Wochenblatt auch sehr gut und breit gestreut. Es gibt nun mal Leute die sich fuer Erdbeeren interessieren und es soll sogar Leute geben die Buecher lesen, fuer die sind dann Buchbesprechungen wohl auch interessant.

    Es stimmt, viele Kommentare sind doof bis noch Schlimmeres (siehe Hitler in Argentinien) aber die muss man ja nur lesen um zu lachen und die Verschwoerungstheoretiker etwas genauer zu kennen, sowie deren neueste Streiche. Aber die muss man ja auch nicht lesen wenn man nicht will, kann man auch unter „Spam“ ablegen!

  6. dem ersten Kommentar von @der Bayer kann ich nur voll zustimmen, nur ist in Paraguay politisch gesehen gerade die Hoelle los was das Wochenblatt nur mit viel Verspaetung publiziert. Ich lese die PY-Online-Zeitungen jeden Tag, sehe die paraguayischen Nachrichten auch jeden Tag und es ist ein Jammer was sich in den Regierungsetagen abspielt. Das ganze Kabinett sollte danach mit abgackten Haenden rumlaufen….oder irgendwo hinter Gittern sitzen (was nicht geht weil schon hoffnungslos ueberfuellt). Und der Ober-Boss laesst sich auch noch mit viel roten Faehnchen und Haltuechern feiern. Irgendwie erinnert mich das an etwas nicht Gutes…. QUO VADIS PARAGUAY?????

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