Polizeiakademien geschlossen wegen wahrscheinlicher Ausbildung von Verbrechern

Asunción: Von den insgesamt dreizehn Filialen bleiben nur drei in Funktion. Die Ausbildungsdauer für neue Anwärter wird auf zwei Jahre ausgeweitet. Die Führung erkannte, dass mehr und mehr die Kontrolle innerhalb der Außenstellen verloren wurde.

Der Kommandant der Nationalpolizei entschied so ziemlich alles Ausbildungsstätten der Polizeiakademie für Unteroffiziere „Ricardo Merlo Saravia“ zu schließen, wegen der unzureichenden Ausbildung die angeboten wurde sowie die Chance, dass aus den Polizisten Polibandis werden, Polizisten die auf beiden Seiten des Gesetzes agieren.

Um die Situation zu verbessern wird die Ausbildung zentralisiert und von einem auf zwei Jahre ausgedehnt. Das Profil eines jeden Polizisten soll so besser geformt werden.

Um viele Ausbildungsstätten zu führen fehlt der Polizei sowieso das Geld mal ganz von dem Kontrollverlust abgesehen, sagte der stellvertretende Innenminister Gregorio Almada.

„Was betroffen macht ist die Tatsache, dass Verbrechen aller Art mehr und mehr von Polizisten ausgeführt werden“, laut dem Beirat der Polizeikommission.

„Deswegen wurde entschieden die Anzahl der Filialen zu verkleinern und die Lehrzeit auszudehnen. So bekommen sie eine gute Vorbereitung und sind wenigstens etwas einsatzbereit“, erklärt der Chef der Presseabteilung der Nationalpolizei, Kommissar Sebastián Talavera.

Die Veränderungen wurden gestern bei einer Pressekonferenz veröffentlicht, die vom neuen Kommandanten der Nationalpolizei, Paulino Rojas, gegeben wurde.

In Funktion bleiben die Außenstellen in Mariano Roque Alonso; der Agrupación Especializada in Asunción und die Filiale in Coronel Oviedo.

Geschlossen werden die Akademien in Ciudad del Este, Encarnación, Misiones, Paraguarí, Concepción, Salto del Guairá, Villa Hayes, Caacupé, Pilar und der FOPE.

„Wir glauben, dass mit mehr Lehrzeit die zukünftigen Uniformierten ein besseres Profil bekommen und somit ihre Aufgaben besser als bis jetzt erfüllen. Wir versuchen mit allen uns möglichen Mitteln dass Polizisten nicht vom rechten Weg abkommen. Auch dabei muss man ganz unten anfangen, bei der Ausbildung“, erklärt Almada.

Der Vizeminister meint dass der Gehaltszuschuss, die Verbesserungen an den Kommissariaten sowie die längere Ausbildungszeit einen Wandel im Kopf der Polizisten verursachen und somit nicht mehr die Institution mit ungesetzlichen Taten beflecken.

Andererseits sagte er auch, dass die Polizisten die ihre Aufgaben gut erfüllen ihre Kapazität unter Beweis stellen können.

Kommandant Rojas will die Institution mehr der Öffentlichkeit zuwenden und nicht mit Informationen sparen. Die Polizeijustiz soll ebenso angehalten und weitergebildet werden, damit eventuelle Verbrecher aus den eigenen Reihen eine gerechte Bestrafung erhalten.

Dementsprechend werden im Jahr 2012 keine Kadetten der Polizeiakademie ihre Ausbildung zum Unteroffizier der Nationalpolizei abschließen. Erst in 2013 gibt es eine neue Abschlussfeier.

Zuvor beendeten die Polizei Auszubildenden ihre theoretische Lehre in 9 Monaten mit drei Monaten nachfolgender Praxiseinführung.

Alle Ausbilder sind sich darüber einig, dass die geringe Ausbildung die Agenten zu Verbrechen hinführt und korrupt werden lässt.

Der Vizeminister Gregorio Almada geht davon aus, dass die Veränderungen ein wichtiger Fortschritt sind um das Land sicherer zu machen.

(Wochenblatt / Última Hora)

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1 Kommentar zu “Polizeiakademien geschlossen wegen wahrscheinlicher Ausbildung von Verbrechern

  1. Was ist denn jetzt los? Ich kann es nicht glauben, was ich hier lese. Vor ca. 2 Jahren habe ich hier einen Artikel gelesen, wonach Polizeiausbilder aus den USA unseren Jungs auf die Sprünge helfen sollten. Dies sollte doch nicht etwa Früchte tragen? Auf jeden Fall finde ich es sehr gut, dass man die Ausbildung auf 24 Monate verlängert. Wenn man jetzt noch die „speziellen“ Ausbilder rausschmeißt, dann könnte es langsam wirklich etwas werden mit der Polizei.

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