Polizeischutz für Landbesetzung angefordert

Ybyrarobana: Eine Nachbarschaftskommission mit den Namen Ñande Yvytee Rekava bat offiziell um die Begleitung der Polizei bei der Besetzung der Landflächen in der Kolonie Paso Itá.

Kommissar Casio Esquivel erhielt dieses Schreiben am 6. Juli und ließ es unbeantwortet. Die Ländliche Vereinigung Paraguays (ARP) warnte in der Vergangenheit vor der ständig steigenden Anzahl von Landbesetzungen durch fremde Personen.

Man kann laut der ARP kein Recht auf Illegalität aufbauen und wie man sieht auch nicht von der Polizei erwarten, dass sie eine Landbesetzung begleitet und die Mitglieder der Gruppe vor Angriffen schützt.

Dennoch heißt es zu Beginn und am Ende des Schreibens, dass man die Polizei mit vollem Respekt anspricht und grüßt, um die im zweiten Absatz zu einer Straftat zu verleiten.

Wochenblatt / Hoy

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9 Kommentare zu “Polizeischutz für Landbesetzung angefordert

  1. Man kann sich immer wieder über das „ausgeprägte Unrechtsbewußtsein“ der hiesigen Kultur wundern. Wie ist das nur zu erklären?

  2. Dieser Staat bzw. Politiker sollte mal ein funktionierendes Rechtssystem schaffen, die Korruption stärker bekämpfen, klare rechtliche Situationen schaffen und für Arbeitsplätze sorgen, so dass diese Landlosen Bauern die Chance erhalten sich mit Arbeit Eigentum aneignen zu können. Das billigste im Lande ist ja die ausgeführten Arbeiten selbst (mano de obra), oftmals aber auch nicht viel mehr wert. Demnach sollte man bei oft kritisierten Bildungssystem anfangen.
    Ich mein, wenn meine Klimaanlage defekt ist und der „Motor“ (Compressor) gewechselt werden muss, dann verlange ich, dass es nachher wieder so ist wie vorher und nicht, dass ich nun keine Lüftung ohne Klima mehr habe (seit dieser Reparatur ist beim Einschalten des Lüfters meine Klimaanlage eingeschaltet).
    Zwar machen sie das einigermaßen, wofür man sie bezahlt. Aber noch kein Handwerker (Maurer, Schreiner, Mech etc) konnte meine Anforderungen zu 100% erfüllen. Ich meine, meine Erwartungen sind nichts außergewöhnliches, einfach nur das, was man abgemacht hat. Doch man merkt im Nachhinein immer, dass sie eigentlich nur etwas mehrbessere Bastler sind.
    Es braucht dazu nicht viel um zu verstehen, dass bessere Bildung zu besserem Handwerk und besserem Gehalt führt, jeder von uns loco Europäos weiß das. Nur so kommt man zu Eigentum, hierzulande reicht es den meisten nur um das Eigentum zu essen, Streichhölzer und Bier, also Verbrauchsmaterial und flüchtige Betriebsmittel. So wird da nie was mit eigenem Grund und Boden.

    1. Ist Deine Klima eine Split oder eine Kompakte? Bei Splitgeräten hast Du 5 Modis auf der Fernbedienung, Automatik, Kühlen, Heizen und entfeuchten und Ventilator. Wobei beim entfeuchten und Ventilator, nicht der Kompressor anspringt. Bei allen anderen Funktionen richtet sich das Gerät nach der eingestellten Temperatur. Der Wechsel des Motors, hat damit nichts zu tun. Bei einer Kompakt Anlage, hast Du für gewöhnlich 2 Schalter, einen für An und Aus und einen zum Temperatur einstellen und Gebläse einzustellen. Auch hier, wird der Motor über die Temperatur gesteuert.

      1. Danke für die Antwort. Leider hatte ich den Kommentar schon abgeschickt. Es handelt sich um die Klimaanlage des Autos. Da hat der Mecanico irgend was geschwafelt, dass ich einen manuellen „Motor“ (Kompressor) eingebaut hätte, dieser aber nichts tauge, man müsse nun einen „automatico“ einbauen. Dachte mir jedoch, so schlecht kann dieser auch nicht gewesen sein, dass der originale Jahre gehalten hat.
        Aber egal, man darf ja nichts sagen, also hat er einen „automatico“ Kompressor eingebaut, einen „semi-nuevo“, zu Deutsch, einen gebrauchten, wenigstens original, hat nur 750 Mil gekostet, also über 100 Euronen. Teuer genug für einen „semi-nuevo“. Nun gut, funktioniert wieder die Klima im Auto, aber irgend was hat er eben doch falsch angeschlossen. Nun heißt es beten.

  3. Die Paraguayer werden sich wohl kaum grundlegend ändern. Warum da so ist und allgemein für die Völker gilt siehe:
    Le Bon (1922): Psychologische Grundgesetze in der Völkerentwicklung
    .
    Aus der Vorrede zur zwölften Auflage des französischen Werkes (1916)
    Dieses Buch, das vor zwanzig Jahren zum ersten Male veröffentlicht wurde und dessen Wert
    völlig unverändert geblieben ist, sollte einige psychologische Grundgesetze in der
    Völkerentwicklung festlegen.
    Jene Gesetze zeigen, dass, abgesehen von neuen Einflüssen, die den Fortschritten der
    Zivilisation zu verdanken sind, das Leben der Völker von einer geringen Zahl unveränderlicher
    psychologischer Faktoren beherrscht wird. Durch Raum und Zeit sieht man sie überall
    und immer wirksam. Von den Ufern des Ganges bis zu den Ebenen Europas tragen sie
    bestimmend bei zur Geburt und zum Verfall der größten Reiche.
    Die psychologischen Kräfte, deren Einfluss so bedeutend ist, sind nicht aus der Vernunft
    heraus geboren, beherrschen aber alle unsere Beweggründe. Nur in Büchern liest man davon,
    dass Erwägungen der Vernunft die Geschichte beeinflussen. Da die das Leben der Völker
    erfüllenden Streitigkeiten aus Ursache entstehen, die mit Vernunft nichts zu tun haben, so
    kann auch kein Fortschritt der Wissenschaft ihre blutige Wildheit mildern. Die Intelligenz
    nimmt mit der Zunahme des Wissens zu; aber von der Zeit des Höhlenmenschen an sind die
    Gefühle, Illusionen und Leidenschaften der Menschen unverändert geblieben. Hass, Liebe,
    Ehrgeiz, Habgier und Dünkel bleiben zu allen Zeiten gleich. Nur in geringem Maße von der
    Intelligenz beeinflusst, werden die Völker vor allem durch ihren Rassencharakter geleitet, d.h.
    durch die Anhäufung erblich gewordener Eigenschaften, wie Gefühle, Bedürfnisse,
    Gewohnheiten, Überlieferungen und Ansprüche, die zusammen die wesentlichen
    Grundbestandteile der Volksseele bilden. Diese Volksseele verleiht den Völkern eine starke
    Beständigkeit in den fortwährenden, durch Zufälligkeiten hervorgerufenen Schwankungen.
    Hier rühren wir an die unsichtbare Grundlage der Geschichte, an die geheimen Kräfte, die
    ihren Verlauf bestimmen. Denn von der Rasse hängt es ab, in welcher Art die Völker unter
    dem Einfluss der Ereignisse und der Veränderungen der Umwelt handeln. Die Seele der Rasse
    beherrscht gleichermaßen Einrichtungen und Gesetzbücher wie den Willen der Despoten und
    lenkt so ihre Geschicke.
    Die Kenntnis der Rassenseele ermöglicht die Entzifferung der Hieroglyphen der Geschichte.
    Sie erklärt uns die Ursachen von Größe und Niedergang und lehrt uns verstehen, warum
    gewisse Völker sich vermischen, während andere es nie tun. Die Rasse ist der Pfeiler, auf dem
    das Gleichgewicht der Völker ruht. Sie ist die psychologische Grenze, die dem Ehrgeiz der
    Eroberer und ihren Herrschaftsträumen gesteckt ist.
    .
    siehe auch sein berühmtestes Buch: Le Bon (1922): Psychologie der Massen

    1. In Deutschland würden Sie für diesen Kommentar von Roten und Grünen als Rassist „gesteinigt“!!!!!! Nach deren Verständnis sind alle Menschen gleich und Nichtdeutsche für Deutsche NUR EINE BEREICHERUNG, weil die deutsche Kultur nach deren Verständnis unter KULTURVERARMUNG leidet!

  4. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    @Speedy
    Le Bon oder aehnliche haben wohl die Grundlage zum „Volksuntergrundgedaechtnis“ gelegt welche behauptet dass die Akkumulation der Erlebnisse weitervererbt werden. Will heissen dass die anabaptistischen Mennoniten das Ersaufen von Georg Blaurock im 15. Jahrhundert heute raechen muessen indem man die Calvinisten, Lutheraner und Papisten auch ersaeuft. Denn schliesslich „liefe ja das Volksuntergrundbewusstsein gerade ueber“. Oder man speit Feuer und Flamme gegen die Ukrainer, denn Nestor Machno war ja schliesslich Ukrainer, usw.
    Nun sowas gerade bereitete den Naehrboden fuer den Nationalsozialismus, Bolschewismus, Darwinismus, etc vor.
    Obzwar es interessant ist was Gustave hier schreibt (die Psychologie der Massen hab ich frueher mal schnell durchflogen), ist es doch kein Ersatz fuer die Bibel: https://politik.brunner-architekt.ch/wp-content/uploads/le_bon_gustave_psychologie_der_massen_1985.pdf.
    Dieses trifft sehr genau auf die Mennoniten zu die typischerweise ein Le Bon’sches Herdenverhalten aufweisen: „Die Massen kennen nur einfache und übertriebene Gefühle.
    Meinungen, Ideen, Glaubenssätze, die man ihnen einflößt,
    werden daher nur in Bausch und Bogen von ihnen ange-
    nommen oder verworfen und als unbedingte Wahrheiten
    oder ebenso unbedingte Irrtümer betrachtet. So geht es stets
    mit Überzeugungen, die auf dem Wege der Beeinflussung,
    nicht durch Nachdenken erworben wurden. Jedermann weiß,
    wie unduldsam die religiösen Glaubenssätze sind und welche
    Gewaltherrschaft sie über die Seelen ausüben.
    Da die Masse in das, was sie für Wahrheit oder Irrtum
    hält, keinen Zweifel setzt, andererseits ein klares Bewußt-
    sein ihrer Kraft besitzt, so ist sie ebenso eigenmächtig wie
    unduldsam. Der einzelne kann Widerspruch und Ausein-
    andersetzung anerkennen, die Masse duldet sie niemals. In
    den öffentlichen Versammlungen wird der leiseste Wider-
    spruch eines Redners sofort mit Wutgeschrei und groben
    Schmähungen beantwortet, und wenn der Redner beharr-
    lich ist, folgen leicht Tätlichkeiten, und der Redner wird
    hinausgeworfen. Ohne die einschüchternde Anwesenheit
    der Sicherheitsbehörde würde man oft den Gegner lynchen.
    Herrschsucht und Unduldsamkeit finden sich bei allen Ar-
    ten der Massen, aber in ganz verschiedenen Graden, und
    hier kommt wieder der Grundbegriff der Rasse zur Gel-
    tung, die alles Fühlen und Denken der Menschen beherrscht.
    Herrschsucht und Unduldsamkeit sind besonders bei den
    lateinischen Massen ausgebildet, und zwar in solchem
    Maße, daß es ihnen fast gelungen ist, das Gefühl der per-
    sönlichen Unabhängigkeit, das bei den Angelsachsen so
    mächtig ist, bei ihnen völlig zu vernichten. Die lateinischen
    Massen haben nur Gefühl für die Gesamt-Unabhängigkeit
    ihrer Sekte, und bezeichnend für diese Unabhängigkeit ist
    das Bedürfnis, alle Andersgläubigen sofort und gewaltsam
    für ihren eigenen Glauben zu gewinnen.“. Seite 35 im Buch.
    Nur eben die biblische „Neue Kreatur“ sollten diese Le Bon’schen Weisheiten ausser kraft setzen – aber meistens findet man das vergebens in der Realitaet.

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