Projekt Orgelpfeifen: “Die Kirche ist nicht nur den Armen gewidmet“

Asunción: Die katholische Kirche will den Gläubigen musikalisch auf die Sprünge helfen. Italien soll für eine bessere Akustik in der Kathedrale der Hauptstadt sorgen. Jedoch stößt das Projekt Orgelpfeifen auch auf Kritik.

Mehr als 600 Millionen Guaranies wird die Anschaffung der neuen Orgel kosten. Sie kommt aus der Provinz Alessandria in Italien. Das Musikinstrument besteht aus Mahagoni-Holz, hat 1.563 Pfeifen und ein Gesamtgewicht von drei Tonnen.

Erzbischof Edmundo Valenzuela gab die Anschaffung bekannt. Er erinnerte daran, dass die Kathedrale zwar schon über eine kleine Orgel verfüge, jedoch der Klang im Laufe der Zeit verloren gegangen sei. Das jetzige Projekt sei während dem Besuch von Papst Franciscus in Paraguay geboren worden.

Die Pfeifenorgel wird rund 88.000 Euro kosten, knapp über 600 Millionen Guaranies. Ende November ist die Aufstellung geplant. „Zu Weihnachten wird das erste Konzert mit der neuen Orgel stattfinden“, sagte der Bischof.

Stefano Pavetti, Berater bei dem Projekt Orgelpfeifen, erklärte, das Instrument sei dreimal größer als wie das in der Kathedrale von Encarnación.

Während der Pressekonferenz über die Anschaffung der Orgel wurde kritisiert, dass das Geld für soziale Arbeiten besser angelegt wäre. Vor allem Vertreter aus dem “Sozialen Pastoral“ waren dieser Ansicht.

„Das Soziale Pastoral soll sich den Armen widmen. Die Kirche jedoch muss sich nicht nur den Armen widmen sondern auch verehren und lehren. Unsere soziale und parlamentarische Seelsorge ist den Bedürftigen gewidmet. Das werden wir weiter tun. Aber wir müssen auch die heilige Musik verbessern“, erklärte Valenzuela.

Wochenblatt / ABC Color

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