Putschversuch von radikalen linken Parteien

Asunción: Der Innenminister Juan Ernesto Villamayor warnte davor, dass die Vision der Regierung darin bestehe, radikale linke Gruppen würden friedliche Parteien, die sich gegen einen politischen Prozess aussprechen, wie die PLRA, aufhetzen und gewalttätig seien. Es käme einem Putschversuch gleich.

„Das Land braucht keine Spannungen oder Gewalt, die Gründe sind im Wesentlichen politisch, also sage ich: Es sind politische Flaggen. Dies ist der Fall von der Partei Paraguay Pyahurã, die nur eine politische Motivation hat“, sagte Villamayor.

Er fügte an, dass Paraguay Pyahurã “eindeutig“ eine gewalttätige Methodik habe und die “friedlichen Parteien“ nach und nach auch diese Tendenz zeigen würden.

„Jetzt sehen wir, dass friedliche Parteien wie die PLRA auch an Straßensperrungen teilnehmen werden und das ist Gewalt. Es entsteht ein Klima der Gewalt, wir müssen in Frieden leben, wir bitten um Ruhe und Respekt. Die Anwendung von Gewalt verbirgt den Mangel an Reaktionsfähigkeit“, fügte er hinzu.

Wird es am 15. August Änderungen geben, um die Spannung abzubauen, wurde Villamayor gefragt.

„Wenn sich etwas ändert, muss der Präsident dies vornehmen“, sagte er und wies darauf hin, dass in den Bereichen Itaipú, ANDE, im Außenministerium und in der Botschaft (in Brasilien) bereits wichtige Personalwechsel vorgenommen worden seien.

Am kommenden Donnerstag jährt sich die Geschäftsführung von Präsident Mario Abdo Benítez zu einer Zeit, in der er von einer politischen Krise erschüttert wird, die mit der Unterzeichnung des Geheimakts mit Brasilien einhergeht.

Der Präsident ist abhängig von den Ermittlungen, die in der Staatsanwaltschaft und der Zweikammerkommission des Kongresses durchgeführt werden, um einem Amtsenthebungsverfahren durch das Parlament unterzogen zu werden oder aber auch nicht.

Wochenblatt / ADN Paraguayo

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7 Kommentare zu “Putschversuch von radikalen linken Parteien

  1. Kuno Gansz von Otzberg

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    Nun, es kam ja deutlich genug zu tage dass absichtlich der Itaipu Vertrag zu ungunsten Paraguays mit wissen beider Praesidenten gemacht wurde. Das ist zu schlimm da dadurch 2 Milliarden USD an Schaden dem Volksvermoegen zugefuegt wuerde und zudem die Strompreise noch erhoeht wuerden.
    50% Anteil sollten auch 50% bedeuten in Royalties, dieselben Preise fuer garantiertem Strom und Stromueberschuss wo man dann nur die Schulden davon abziehen muesste die Paraguay gegenueber Brasilien hat wegen dem Bau. Jegliche Herumwurstelung wegen Preise sollte ex ante immer suspekt sein da dad Anzeichen sind dass der Schwaechere ueber den Tisch gezogen wird und Brasilien sich den Loewenanteil zueignet. 50% von allem steht Paraguay zu – aber es laeuft halt da genauso wie bei der mennonitischen Mediacion.
    Payo Cubas oder jemand vom Juden-Cartel werden die Dinge schon zurechtzuruecken verstehen. Paraguay fordert ja nur seine ihm zustehenden 50% und danach kann man ja die Schulden wieder von Paraguay abziehen.
    Paraguay stehen zu:
    50% der Energiemenge,
    50% der Royalties,
    Derselbe Strompreis der Brasilianer fuer den Ueberschuss,
    Derselbe Strompreis fuer die Garantierte Menge Strom.
    Die Strompreise fuer die garantierte Menge und den Ueberschuss muessten gleich sein. Warum das verschieden ist sehe ich nicht ein.
    Was Paraguay nicht verbraucht geht an Brasilien fuer denselben Preis wie anderer Strom und Paraguay erhaelt dafuer die Royalties denn es ist ja Paraguays Strom der nur an Brasilien verkauft wird.

  2. Aha, daher also weht der Wind. Jeder, der sich dafür einsetzt, daß diese Regierung aufgrund ihres schändlichen Vorhabens, nämlich einen Vertrag zu Lasten des paraguayischen Volkes abzuschließen (das ist ja wohl eine Tatsache) soll als Putschist diffamiert und womöglich verurteilt werden. Das ist nichts anderes als ein Einschüchterungsversuch gegenüber oppositionellen Kräften und einem Großteil der Bevölkerung. Ob das gut geht?

  3. Diese Bedingungen wurde ja auch im Jahre 1973 nur provisorisch festgelegt, da man damals noch gar nciht wissen konnte, wie hoch die Gestehungskosten der Energie sein werden, wie hoch die Marktpreise der Energie sein werden, und sich dann danach richten Zumindest 20 Jahre lang tappte man im Dunkeln, und erst in der Legislatur-Periode eines Liberalen namens Washmoshi (der sich inzwischen wie ein Camäleon zum Colorade geändert hatte, als sein persönlicher Freund, Gustavo Stroessner, ihm versprach, über seinen Vater ihm seinen Posten in ITAIPU zu beschaffen), als man aktuelle Daten hatte, ging man daran, die Bedingungen des Vertrags mit Brasilien für die Zukunft festzusetzen. Und damals schon wurden die Weichen gestellt, so daß der künftige Alleineigentümer der Binational ITAIPU eigentlich nur Brasilien heißen konnte.. Das Volk hätte eigentlich schon in den neunziger Jahren auf die Straße gehen müssen, und nicht, die von Washmoshi ausgehandelten Bedingungen akzeptieren und sich gegen den eigentlichen volkstümlichen Landesvater Lino Oviedo stellen dürfen, nur um die „Dämokratie“ zu verteidigen, wie man dies damals heuchlerisch nannte. Als das Jahr der endgültigen Abrechnung über die ersten 50 Jahre ITAIPU wurde damals schon 2023 (1973 – 2023) bestimmt, und jetzt fehlen nur noch 4 Jahre für den Zeitpunkt, an welchem es gilt, nun die Karten auf den Tisch zu legen, einen neuen Vertrag zu vereinbaren oder auch nicht. Wie die Sache aussieht, ist es nicht notwendig, einen neues Vertragsverhältnis zu begründen, denn von den ursprünglichen 17 Mrd. US-Dollars Verschuldung der binatiionalen ITAIPU sind diese Schulden inzwischen durch Wucherzinsen zugunsten Brasilien gestiegen auf 79,5 Mrd. US-Dollars, denn schon in weit zurückliegenden Jahren hatte die ELECTROBRAS den Darlehensvertrag zwischen der BID (Weltbank) und der Binational ITAIPU sozusagen „gekauft“, so daß also ab diesem Moment Brasilien 50% der Gesamtschulden ITAIPU´s „an sich selbst“ schuldete und nicht mehr der Weltbank, und die anderen 50% der Gesamtschulden ITAIPU´s schuldete fortan Paraguay, und ebenfallls an die ELECTROBRAS. Die Entwicklung der Zahlen sind also folgendermaßen. Kostenvoranschlag für das Bauprojekt 2 Mrd. US-Dollars, Beteiligungsverhältnisse 50% Brasilien und 50% Paraguay. Endgültige Baukosten ITAIPU´s 17 Mrd. US-Dollars, Verschuldung an die BID je 50% (Brasilien und Paraguay) Umschuldung von BID auf ELECTROBRAS, und folgende Erhöhung der Verschuldung der ITAIPU an die Electrobras von 17 Mrd. US-Dollar auf 79,5 Mrd. Brasilien drück sein Verschuldungsanteil nicht im Geringsten, denn es schuldet 50% = 40 Mrd. US-Dollars „an sich selbst“. Paraguay dagegen schuldet ebenfalls 40 Mrd. US-Dollar, aber nicht etwa an sich selbst, wie Brasilien, sondern an die ELECTROBRAS. 40 Mrd. US-Doll. ist ein derart wahnsinniger Betrag, den Paraguay bei den gegebenen Bedingungen auch nicht in den nächsten 1.000 Jahren aufzubringen in der Lage ist. Hätte man schon in der Zeit von Washmoshi, als man vor der Aufgabe stand, den Vertrag mit Brasilien zu akzualisieren, dies in vollkommen neutraler Manier gemacht hätte, dann hätte die Verschuldung ITAIPU´s diese jetzige Höhe gar nicht erreichen können, und durch die Paraguay schon aufgrund des alten Vertrags aus dem Jahre 1973 zustehenden Gewinnanteilen wäre Paraguay ohne weiteres in der Lage gewesen, seine 50%ige Beteiligung, die bisher noch nicht einmal einbezahlt werden konnte, im Laufe der Jahre einzubezahlen. In Wirklichkeit wurde Paraguay bei diesem Gemeinschaftswerk beteiigt an den gemeinsamen Schulden und weiteren dadurch erwachsenen Aufwendungen, auch am Aufwand der Binational ITAIPU, nur man versagte Paraguay seine Beteiligung an den Erträgen. Solche Abmachungen zwischen zwei Gesellschaftern können nur bewirken, daß die angeblich gemeinsame Firma bereits in wenigen Jahren in das alleinige Eigentum eines der beiden Gesellschafter übergehen muß, und die Zeitpunkt dieser „Endabrechnung 2023“ ist viel näher, als so mancher denkt. Man weiß auf paraguayischer Seite bestens, aus welcher Zeit die gemachten Fehler stammen, und man hat bisher nur zum persönlichen Vorteil einiger Politiker das ganze Volk betrogen und bestohlen. Und es ist auch kein Wunder, daß man jetzt plötzlich nervös wird, da die Stunde der Wahrheit naht. Träume von einem neuen Vertrag, der über das Jahr 2023 etwa noch 30, 50 oder auch 80 Jahre weitergelten sollte, sind vollkommen sinnlos. Denn Schulden, die sich bei gegenwärtigen Bedingungen in ca. 30 Jahren auf ca. das 4-fache des ursprünglichen Schuldenbetrags erhöhen, werden sich (ganz grob gerechnet) auch weiterhin im selben Tempo erhöhen. Das wäre dann ca. im Jahre 2050 ein Gesamtschuldenbetrag von ca. 320 Mrd. US-Dollars. so daß also die Möglichkeit eines neuen Vertrags keine Lösung ist. Die einzige noch verbleibende Lösung wäre dann nur noch eine Eigentumsübertragung der bisherigen Binational ITAIPU an ELECTROBRAS, und Paraguuay müsste sich dann eben künftig seinen Strom vom brasilianischen ITAIPU kaufen zu international üblichen Preisen, so daß also dann die Strompreise in Paraguay ab 2023 mindestens das Dreifache der bisherigen Preise betragen müssten, damit die Gesamteinnamen der ANDE überhaupten ausreichen könnten, die von ITAIPU bzw. ELECTRBRAS geforderten Beträge überhaupt bezahlt werden könnten. Aber was natürlich in der Zukunft passiert, das interesssiert die Aktuellen nicht, nach dem Motto: Nach mir die Sintflut……………………………………….

    1. Nur gut das Paraguay nicht die geringsten Probleme bei Yacyretá hat, da kann man dann den gesamten Strom einfach von dort beziehen. So dumm zweimal den gleichen Fehler zu machen, wird wohl selbst in Paraguay kein Politiker sein?
      Spätestens wenn Paraguay ohne Strom dasteht werde ich von hier abhauen, nirgends kann es dann schlimmer sein.

    2. Ausgezeichnet informativer und interessanter Kommentar. War das jetzt dieser Expräsident Paraguays Washmoshi, von dem man auf einem Bankkonto auf den Isle of man 600 oder 800 Millionen US$ herumliegen gefunden hat? Oder war das ein Amigo? Meinte mal irgend sowas gelesen zu haben.
      Wenn die Schulden heute knapp 50 Jahre nach dem Bau 4x so hoch sind haben ein paar paraguay’sche Politiker schlecht verhandelt oder eben sehr gut – in die eigene Tasche.
      Also meiner Meinung nach könnte dem Land Paraguay ein paar Milliarden US$ schon gut tun, so fortschrittlich ist es hierzulande nun auch wieder nicht. Oder zumindest für die Rückzahlung von Schulden und wenn die dann mal abbezahlt sind ein paar Kilometer Asphalt, so dass man für acht Kilometer nicht eine halbe Stunde braucht mit dem Auto.
      Jedenfalls geht es einigen wenigen sehr gut im Lande. Und fast wären es noch ein paar mehr geworden. Irgendwie finde ich nun plötzlich, dass dieser Ex-Jefe der ANDE, der den Stein ins Rollen gebracht hat, doch nicht der schlechteste war, aber auch nur wegen dieser Tatsache.

  4. Kuno Gansz von Otzberg

    Antworten

    @Martin
    Herzlichen Dank Martin fuer deinen Kommentar.
    Sowas in der Richtung betreffs finanzielle Obligationen hatte ich mir gedacht. Nur weiss das kaum ein Mensch in Paraguay.
    Ab 2023 kann es sein dass dann der Strompreis 3mal oder mehr hoeher ist sollte Paraguay seine Zwangsehe mit dem versoffenen Pruegelmeister beenden. Zudem duerften dann die niedrigen Steuern von 10% der Unternehmen nicht mehr zu halten sein und 40+ % duerfte eher realistischer Steuersatz fuer Viehzuechter u.a. Reiche darstellen. Zudem dass die Produktionskosten fuer stromintensive Unternehmen wie alle Milchbauern, Milchfabriken, Schlachthoefe (nicht so sehr der Viehzuechter da diese keinen Strom brauchen), Supermaerkte, u.a. in die Hoehe schiessen und deren Produkte bedeutend verteuern so dass diese nicht mehr wettbewerbsfaehig sind gegenueber dem Ausland weil zu teuer.
    Das waere das Ende der wirtschaftlichen Bonanza. Daher sollte Paraguay dafuer sorgen dass man im Ehebett mit Brasilien bleibt auch wenns es bedeutet dass man jeden Tag verpruegelt wird und eine aufs Maul bekommt – die Hoffnung stirbt ja nie dass man den Darling irgendwann vergiften kann (wie so manche alte Saecke „zufaellig“ 1 Monat nach der Hochzeit mit dem Model versterben).
    Wenn das Volk nicht bald aufwacht, vor allem die intensiven Stromabnehmer wie die Mennoniten, dann gehen die Lichter ab 2023 entgueltig aus und die paraguayischen Exporte werden fallen. Es sei denn man subventioniert den dann 3mal so teuren Strom durch Mehrverschuldung, welche sich dann aber auch irgendwann in 50+ %igen Steuersaetzen wiederspiegeln muss – es sei denn man strebt sowas wie ein Griechenland Suedamerikas an.
    Ich sehen keine andere Alternative als die forcierte Deflation.
    Man kann ja die Ausstehenden Energiegewinne gegen die Schulden Paraguays an Electrobras gegenrechnen und schon sind die 40 Milliarden USD doch irgendwie in den naechsten 50 Jahren zu finanzieren – solange nur das Geld dafuer reinkommt und gegen die Schulden gegengerechnet wird.
    Ein klassischer Fall wie man eine feindliche Uebernahme durchzieht mithilfe der Schuldenuebernahme – derselbe modus operandi wie in der Mediacion der Mennoniten in Loma Plata ueblich ist: kurz vor der Kredittilgung will jemand raus, vorenthaelt und zweigt die Einkommen in die eigene Tasche, hinterlaesst anderen gerne die Schulden und heimst sich zusaetzlich noch das Ganze oder den Loewenanteil an. Irgendwie ist es immer derselbe modus operandi.
    Schadet aber nichts wenn den Mennoniten der Strom abgedreht wird wenn diese dasselbe nur mit ihren eigenen Leuten tun: Licht aus fuer alle dann.

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