Quarantäne und Staatsreform: “In erster Linie sollten nur die Kritiker mundtot gemacht werden“

Asunción: Für den Politikwissenschaftler Camilo Filártiga habe die Quarantäne im Rahmen der Covid-19-Pandemie und die darauffolgende Ankündigung einer Staatsreform nur das Ziel gehabt, die Kritiker mundtot zu machen.

Der Politikwissenschaftler Camilo Filártiga analysierte die über 100 Tage andauernde Quarantäne im Land. In erster Linie ging es um einen der ersten wichtigen Meilensteine in dieser Zeit: Die Erklärung einer Strukturreform des Staates, als die Bürger erst zwei Wochen isoliert waren.

Für den Analysten sei die Ankündigung nur als Antwort gegeben worden, um die Kritiker zum Schweigen zu bringen, obwohl letztendlich überhaupt nicht beabsichtigt worden sei, das Ziel zu erreichen. „Die Staatsreform wurde bereits mehrmals versucht, aber sie war erfolglos. Um dies zu erreichen, müssen alle Sektoren einbezogen werden und ich sehe nicht, dass dies derzeit geschieht, da die Zivilgesellschaft ausgeschlossen wurde. Ich denke, es wurde als schnelle Antwort auf die Mängel des Staates präsentiert. Um dies in der Realität zu erreichen, brauchen wir einen viel mehr reflektierenden kritischen Geist als den der Behörden“, erklärte er.

Heute sind wir 103 Tage unter Quarantäne gestellt. Unter den wichtigsten Ereignissen, die als erbärmlich und niederschmetternd anzusehen sind, fallen Unregelmäßigkeiten bei Ausschreibungen auf. In diesem Punkt begrüßte Filártiga die Anwesenheit einer neuen Kommission, die die Auszeichnungen parallel kontrollieren sollte. Die Beobachtung der Einkäufe steht unter unter der Leitung von Arnaldo Giuzzio.

„Es ist keine gute Idee, überlappende Organe zu erstellen, aber wenn die eigentliche Absicht darin besteht, die Kontrollen zu verstärken, ist das eine Möglichkeit. Korruption, wie sie installiert ist, muss bestmöglich bekämpft werden“, erklärte er schließlich.

Wochenblatt / El Independiente

Der Zweck dieses Dienstes ist die Wertsteigerung der Nachrichten und um einen flüssigeren Kontakt zu den Lesern zu etablieren. Kommentare sollten an das Thema des Artikels angepasst werden. Die Kommentatoren sind ausschließlich für den Inhalt verantwortlich, der sachlich und klar sein sollte. Schimpfwörter und persönliche Beleidigungen sowie Rassismus werden nicht geduldet.

3 Kommentare zu “Quarantäne und Staatsreform: “In erster Linie sollten nur die Kritiker mundtot gemacht werden“

  1. Wie soll Korruption jemals ernsthaft und nachhaltig bekämpft werden, wenn die „Korruptionsbekämpfer“ über Kurz oder Lang selbst Teil der Korruption werden? Solange in dieser Gesellschaft Korruption nicht als etwas absolut Unmoralisches und Kriminelles angesehen und entsprechend geahndet wird, bleibt die Korruption Teil der hiesiigen Kultur. Korruption scheint schon mit der Muttermilch aufgesogen zu werden. Jeder beteiligt sich an diesem kranken Spiel im Rahmen seiner Möglichkeiten. Korruption entsteht aus einem tief verwurzelten Amigo-Verhalten und muß schon von Klein auf als etwas Scherkriminelles, Verwerfliches und als Schmarotzertum gebrandmakt werden. Die Erziehung zu ordentlichen Werten wie Wahrheit, Ehrlichkeit, Aufrichtigkeit, Rechts- und Unrechtsbewußtsein, sowie Verantwortungsbewußtsein stellen eben in Paraguay bisher keine Werte dar – dagegen Amigoverhalten in all seinen Faceten schon. Aber von wo sollen die Umerzieher und Wertevermittler kommen, wenn es kaum wirkliche Vorbilder in der Gesellschaft gibt?

  2. Der wesentlichste Schritt gegen Korruption ist Transparenz. Einfach alles veröffentlichen. Jede Einnahme und jede Ausgabe jeder oeffentlichen Kasse. Damit erledigt sich die Korruption weitgehend.

  3. Die aufpasser fuer die aufpasser, das ist dann die neue kommission. Ws wirklich nicht funktioniert, ist system 1. Welt in 3. Welt. Es ist genau das gleiche wie der euro. Zum x. Mal ein rettungspaket welches wieder einmal das letzte sein wird. Zumindest bis 2021 denn da wird der intelligente etablierte buerger die etablierten parteien jubelnd im amt bestaetigen.
    Argentinien ist alle paar jahre bankrott weil sie immer geld vom iwf bekommen. Sie duerften keines bekommen, jeder weiss das. Diese angebliche pandemie ist auch nur ein vorwand damit staaten schulden aufnehmen. Dann lebt das globale schuldensystem noch ein bisschen. Was anderes blieb nicht mehr. Das ganze ist schlicht so dumm, dass ich nur auf diesen entschluss komme.
    Ich habe schon mehrfach gesagt, dass uebervoelkerung und die damit einhergehende umweltverschmutzunng ein viel groesseres problem sind als irgendein angebliches virus. Aber mit dem virus kann man besser geld verdienen. Daher pandemie, die medien auf dauerfeuer und es funktioniert. Die leute waschen sich die haende mit kontaminiertem wasser und bilden schlangen um genmanipuliertes essen zu kaufen welches mit spritzmitteln und 1000 anderen dingen bearbeitet wird und atmen luft, die jede lunge sowieso erledigt, aber tapaboca. Das brauchen wir!!!

Kommentar hinzufügen

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.