Rächer der Justiz oder Mörder? Seit 10 Jahren sind sie an der Grenze aktiv

Pedro Juan Caballero: Die kriminelle Gruppe, die sich “Justicieros de la Frontera“ nennt, verübte im Laufe der Jahre mehrere Morde mit unterschiedlichen “Botschaften“. Für manche ist die Gruppe ein Rächer der Justiz für andere wiederum sind sie Verbrecher.

Beispielsweise als die Bande 2016 in Amambay zwei Personen mit Transparenten zurückließen, auf denen stand, dass sie als sogenannte Motochorros ermordet wurden. Auf dem Schreiben stand: “Dies ist nur eine Warnung für diejenigen, die den Bürgern den Frieden nehmen.”

Im April 2019 wurden die Leichen von drei Männern an einer Straße in der Gegend der Kolonie Aceite’i gefunden, wo sie auch eine Nachricht hinterließen. Die Wahrheit ist, dass sie in den letzten Tagen erneut Morde begangen haben, zuletzt an einem 17-Jährigen, der nach Angaben der Polizei aus Pedro Juan Caballero entführt und später hingerichtet worden sei. Der Körper hatte Schnittwunden und die Hände wurden amputiert.

„Es ist eine Sache von 8 bis 10 Jahren, dass diese Gruppe kriminelle Handlungen begeht, im Grenzgebiet von Ponta Porá und der paraguayischen Seite, im Departement Amambay. Was nicht bekannt ist, ist, ob es mehrere kriminelle Gruppierungen gibt oder Menschen, die sich gerade erst angeschlossen haben. Wir arbeiten daran, um herauszufinden, wer sie sind“, sagt Jorge Vidalet, der stellvertretenden Ermittlungsleiter der Nationalpolizei aus Amambay.

Die Wahrheit ist, dass sie in den letzten Tagen wieder eine klare Botschaft hinterlassen haben, die sagte: “Die Bürgerwehren sind zurück, wir kämpfen für alle ehrlichen Bürger, es ist nur der Anfang für die Diebe.”

Die überwiegende Mehrheit der Opfer der “Justicieros” sind nach Angaben der Polizei Personen, die Raubüberfälle begangen haben oder vorbestraft sind. „Im Allgemeinen handelt es sich bei den Opfern um Personen, die Raubüberfälle begangen haben”, erklärte Vidalet.

In den Netzwerken kursiert eine Veröffentlichung eines Accounts namens “Jus De Fron Jdf“, in der behauptet wird, nach einer Frau in Pedro Juan Caballero zu suchen. „Wir versuchen, diese Frau zu finden, die als ‘Mariposa traicionera‘ bekannt ist”, sagt ein Teil der Veröffentlichung aus. Man behauptet auch, dass sie die Frau am Leben haben wollen und eine Lösung für eine Situation anbieten, in der sie versagt hat. Man lobt sogar eine Belohnung für die Übergabe der Frau aus.

Die fragliche Frau wird seit langem von der sogenannten “Grenzjustiz” gesucht.

Wochenblatt / Cronica

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3 Kommentare zu “Rächer der Justiz oder Mörder? Seit 10 Jahren sind sie an der Grenze aktiv

  1. Selbstjustiz kann und darf nicht geduldet werden, das ist eigentlich klar. Dennoch hege ich ein gewisses Verständnis für die “Rächer der Justiz”, da die hiesige Polizei offensichtlich nicht in der Lage ist, die Bürger hinreichend zu schützen. Schuld daran hat jedoch ganz allein die unfähige Politik. Vielleicht führen diese selbsternannten “Rächer der Justiz” ja dazu, daß der Staat seine Polizei effektiver ausrüstet und motiviert. Oder, daß flächendeckend ausgebildete “Bürgerwehren” unter polizeilicher Oberaufsicht aufgestellt werden. Das wäre vermutlich die effektivste und schnell umsetzbare Variante. Aber bis in diesem Land etwas umgesetzt wird vergehen bekanntlich Jahre, oder es wird alles nur wieder zerredet. Da fällt mir ein schlauer Satz dazu ein: SO LANGE DIE PROFESSOREN DISKUTIEREN EROBERN DIE DUMMEN DIE FESTUNG.

  2. Ein Warnsignal an die Regierenden ist dies ohne Zweifel, denn Bürger erheben sich immer erst, wenn sie keinen Ausweg mehr sehen. Sie sind, so betrachtet, zu verstehen, das dies trotzdem nicht geduldet werden kann, erklärt sich von selbst, denn was ist am Ende gut, was ist böse. Der Staat hat die Pflicht, nicht das Recht, seine Bürger zu schützen. Vielleicht wacht man ja doch mal auf, die Hoffnung stirb als letztes……

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